[Orion 1] Angriff aus dem All

In „Angriff aus dem All“ antwortet ein Außenposten nicht. Fremde Signale ertönen. Major Cliff McLane ist entschlossen, das Rätsel zu lösen.

Folge 1
„Angriff aus dem All“

Die Handlung von „Angriff aus dem All“

Der schnelle Raumkreuzer Orion wird zur Erde zurückzitiert. Dort wird der Mannschaft eröffnet, dass sie aufgrund ihrer ständigen Befehlsmissachtung zur Raumpatrouille strafversetzt wird. Obendrein setzt man ihnen Major McLane eine Sicherheitsoffizierin des Galaktischen Sicherheitsdienstes vor die Nase. Leutnant Tamara Jagellovsk soll auf die Einhaltung der Befehle und Vorschriften achten.

Der erste Auftrag führt die Orion in einen bestimmten Raumsektor, wo sie Lenksatelliten überwachen soll.
Dabei empfängt Astrogator Shubashi seltsame Signale von der Station MZ4, welche dem automatisierten Schiffsverkehr gefährlich werden können. Auf seine eigenen Funksignale erhält er keine Antwort. McLane will der Sache nachgehen, trotz der Proteste seiner neuen Sicherheitsoffizierin.

Shubashi und Ingenieur Sigbjörnson starten mit der Lancet, einem der Beiboote der Orion, Richtung MZ4. Dort finden sie eine sauerstofflose, düstere Station vor. Die Besatzung ist tot. Plötzlich begegnen sie außerirdischen Lebensformen.

Währenddessen stößt auch die Orion im All auf fremde Raumschiffe, welche Richtung MZ4 steuern. Jagellovsk befiehlt die Station zu zerstören, um die feindlichen Angreifer zu stoppen. Jedoch wurde die Energie der Orion von außen deaktiviert.

Die Aliens landen auf MZ4. Dort schaffen Sigbjörnson und Shubashi es, die Fremden zu überwältigen.

Kritik

„Angriff aus dem All“ startet mit einem kleinen, aber feinen Einblick in die Welt von Übermorgen. Die Menschheit hat den Meeresboden besiedelt und sich dort behaglich eingerichtet. Ebenso die Hangars und Einrichtungen der Schnellen Raumverbände und der Raumpatrouille befinden sich unter Wasser. Das Starlight Casino hat den typisch futuristischen Charme einer Science-Fiction-Serie aus den 1960er Jahren. Die Einflüsse des Jahrzehnts sind direkt bemerkbar. Auch die Zivilkleidung lehnt eindeutig an die damalige Mode an.

Eine besondere Vorstellung der Crew erfahren die Zuschauer nicht, jedoch lernen sie schnell die Charaktere und ihre typischen Eigenheiten kennen. Da ist Kybernetiker Mario de Monti, der direkt zu Beginn in ein Fettnäpfchen tritt, als er Jagellovsk zu einem Drink einladen will. Da ist der besonnene, aber weltraumverliebte Hasso Sigbjörnosn, den es immer wieder ins All zieht. Oder der ruhige Astrogator Atan Shubashi, der einen der letzten Pudel besitzt und selbst in größter Gefahr an das Tier denkt. Jeder hat so seine Züge und seinen kleinen Spleen. Dadurch wirkt die ganze Besatzung direkt vertraut und menschlich.

Sehr hervorzuheben ist die Position der Frau. Damals war es nicht gerade üblich, dass höhere Positionen weiblichen Personen überlassen wurden. Ganz im Gegensatz dazu finden sich in der Serie durchaus Frauen in besonderen Positionen, beispielsweise General Lydia Van Dyke. Frauen sind hier nicht nur hübsche Sekretärinnen, sondern nehmen leitende Funktionen wahr, wenngleich der Anteil der Herren extrem überwiegt.

Da ein Auftakt zu einer Serie mitreißen soll, stößt die Crew der Orion auch direkt auf Außerirdische. Diese sind meiner Meinung nach sehr phantasievoll dargestellt. Das absonderliche Aussehen – eine grob glitzernde Gestalt – wirkt so fremdartig und unvertraut, dass auch heute noch ein mulmiges Gefühl entsteht. Gleichzeitig sind die sogenannten „Frogs“ auch noch immun gegen Strahlenwaffen. Obwohl diese Wesen nicht ein Wort sagen und kaum zu erkennen sind, wirken sie gefährlich. Es ist nicht immer ein großes Aufsehen nötig. Die unheimliche Stimmung auf der Raumstation erzeugt allein durch die hallenden Geräusche in der Dunkelheit und dem Unbekannten ein beklemmendes Gefühl.

Weniger gelungen ist die Darstellung des Hauptquartiers und der Organisation der Verbände. Sie sind eindeutig sehr militaristisch und steif. Etwas mehr Lockerheit hätte der Serie gut getan, denn sie wirkt trotz aller gelungenen Elemente teilweise typisch deutsch, nüchtern und bürokratisch.

Fazit

Zum Schluss fragt Sigbjörnson seinen Kollegen, ob dies nicht einfach ein böser Traum gewesen sei. Shubashi antwortet darauf, es sei viel schlimmer, denn es sei Science-Fiction.

Und damit hat er recht. Obwohl „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion“ schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist es insgesamt ein Beispiel ordentlicher Science-Fiction.

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Kirsten Pevestorf

Kirsten ist Jahrgang 80 und ein totaler TOS-Fan, kein Wunder, dass sie sich bei und auch hauptsächlich darum kümmert. Wenn das nicht reicht, vertritt sie Marco in der Chefredaktion.
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Kirsten Pevestorf

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