[Babylon 5 004] Ein unheimlicher Fund

Lesezeit circa: 4 Minuten

„Ein unheimlicher Fund“ sorgt an Bord der Raumstation fast für eine Katastrophe.

Staffel 1, Folge 4 – 22. März 2058
„Ein unheimlicher Fund“ – „Infection“

Ein unheimlicher FundDie Handlung von „Ein unheimlicher Fund“

Der Schmuggler ist Nelson Drake, Assistent von Vance Hendricks. Dieser ist ein ehemaliger Lehrer von Doktor Franklin und bittet ihn, ein außerirdisches Artefakt zu untersuchen. Wie sich herausstellt handelt es sich um eine fortschrittliche organische Technologie. Als Nelson mit den Geräten allein ist aktiviert er versehentlich eines. Dieses Gerät überzieht ihn langsam mit einem biologischen Kampfanzug, der die vollständige Kontrolle übernimmt.

Nelson greift Doktor Franklin an und verletzt diesen. Commander Sinclair und Garibaldi befragen Hendricks der eher ausweichend antwortet und anscheinend auch nichts über die Artefakte weiß. Gleichzeitig kommt es zu weiteren Angriffen und diesmal auch Toten.

Doktor Franklin und Hendricks untersuchen die verbleibenden Artefakte und finden heraus, dass die Ikarraner eine Waffe entwickelt haben, die alles töten sollte was kein reiner Ikaaraner war. Ein Ideal, dass es nicht geben konnte und durch das dieses Volk sich selbst ausgelöscht hat.

Commander Sinclair lockt die Maschine in das Dock und kann sie mit ihren Taten konfrontieren. Die Maschine trennt sich von Nelson und verschwindet.

Die Waffen werden vom Militär konfisziert um diese für die Verteidigung der Erde zu untersuchen.

Ein unheimlicher FundKritik

Eine Folge mit deutlich mehr Action als vorherige Folgen. Aber auch eine Folge, die sehr interessante philosophische Fragen stellt. Die Ikkaraner wollten nur sich selbst schützen, aber haben dabei dann alles als Feind definiert was nicht einem unerfüllbaren Anspruch genügte. Ist eine solche fanatische Denkweise mit einer technologisch hochstehenden Zivilisation vereinbar? Ich denke schon, denn technischer Fortschritt kann nicht mit moralischem Fortschritt gleichgesetzt werden.

Da Doktor Franklin erst kurz vorher auf der Station angekommen ist, bekommen wir hier viel über ihn erzählt. Offensichtlich ein herausragender Genetiker und Xenobiologe mit hohen ethischen Ansprüchen.

Die Anwesenheit der Reporterin, für ein Interview mit Commander Sinclair, ist in der gesamten Handlung eigentlich vollkommen überflüssiges Beiwerk. Das einzig gute an diesem Teil der Handlung ist, dass Ivanova eine wunderbare Gelegenheit erhält sie aus der Kommandozentrale zu entfernen. Und dies tut sie auf ihre Art mit einem Ausspruch wie es ihr Markenzeichen werden soll.

Auch auf der Erde passiert einiges und wir erfahren, dass es dort eine wachsende Pro Erde Bewegung gibt, die gegen alles Außerirdische ist.

Insgesamt entwickelt sich die Handlung in dieser Folge deutlich schneller als in vorherigen Folgen. Das Ende ist zwar nicht gerade von Überraschungen geprägt, aber rutscht trotzdem nicht komplett in Klischees ab. Bleibt allerdings sehr nah an diesen.

Fazit: Durchaus unterhaltsam und trotzdem kein Höhepunkt. Insgesamt haben wir diese Art von Thematik schon zu oft gesehen.

Funfacts
  • J. Michael Straczynski meint, dass dies vermutlich die schwächste Folge der ersten Staffel ist.
  • Auch wenn es in keiner Folge erwähnt wird, so hat J. Michael Straczynski bestätigt, dass die Ikkaraner die Biotechnologie von den Schatten erhalten haben.
  • Die Bemerkung von Hendricks an Doktor Franklin, dass eine marsianische Kampfmaschine mit ihm über Erkältungen sprechen möchte ist eine Anspielung auf das Buch „Krieg der Welten“ von H. G. Wells
Der deutsche Titel

Mit dem Titel „Ein unheimlicher Fund“ bin ich nicht ganz glücklich. Die Handlung hat mit dem Fund selbst nicht viel zu tun. Außerdem ist das Gerät eher gefährlich als unheimlich. Das Original „Infection“ ist da besser, da man das was mit Nelson passiert durchaus als Infektion beschreiben kann.

Sascha Leopold

Sascha ist Jahrgang 75 und Nerd aus Leidenschaft. Science-Fiction, Fantasy, Rollenspiele und PC Games nehmen alle Zeit in Anspruch die Freundin und Katzen ihm noch lassen.
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