Im Gespräch mit der Band Cyborg

Lesezeit circa: 6 Minuten

In unserem Artikel über Star Trek und die Musik haben wir die Sci-Fi-Metaller vom Cyborg ja schon kurz angeschnitten. Nun ist es an der Zeit, sie genauer zu beleuchten. Wir haben uns mit der Cybermacht befasst und die Jungs zum Interview getroffen. Cyborg besteht aus Micha (Sänger), Peer (Gitarre), Basti (Drums) und Phillip (Bass).

Warp-Core: Wahrscheinlich habt ihr die Frage schon hundertmal gehört, aber ich stelle sie trotzdem: Wie habt ihr euch gefunden und wie kam es dazu, dass ihr zu Cyborg wurdet?

Peer: Es war unvermeidlich. *lacht* Micha hatte schon lange vorher eine gewisse Vision von einer Metal-Band mit Sci-Fi-Thematik. Alles, was er noch brauchte, waren ein paar im richtigen Maße durchgeknallte Leute, die ihren Teil einbringen konnten. Micha kam zuerst auf mich zu, Basti und Philipp sind uns von Musiker-Kollegen empfohlen worden und seitdem funktioniert es.

Micha: Peer hat die Situation sehr passend zusammengefasst.

Basti: Peer kam mit seiner unverwechselbar charmanten Art *Ironie tropft aus der Stimme*, stellte sich viel zu nah an mich heran und fragte mich, ob ich Metal machen würde… Mir fehlten erst die Worte, aber so fing das an.

CyborgWarp-Core: Ihr seid ja alle große Nerds und auch Fans von Star Trek. Was war da euer Einstieg?

Micha: Ich war schon immer interessiert an Raumfahrt und Sci-Fi-Themen, daher stolpert man dann relativ schnell über Star Trek. Meine erste Erfahrung war eine VHS-Box der 5. Staffel von „Star Trek: Voyager“, die ich, als ich noch klein war, für schmales Geld aus dem Laden getragen habe. Da war ich erstmal beschäftigt.

Peer: Puh, das weiß ich nicht mehr mit Sicherheit. Aber ich weiß, dass ich schon als Kind immer Star Wars geguckt habe, wenn einer der Filme – meistens ein klassischer – im Fernsehen lief. Da ich darüber hinaus über die Jahre reichlich Spiele und Comics von Star Wars gesammelt habe, dürfte das wohl der wichtigste Faktor gewesen sein. Star Trek kam dann für mich später durch Basti dazu.

Basti: Eigentlich ähnlich wie Peer… Star Wars war Pflicht, dafür hat mein Vater gesorgt… Danach kam es eben, wie es kommen musste… Konsolenspiele und dann auch Fantasykram… Pen and Paper, Tabletop-Games… Metalpublikum zieht so nerdigen Kram ja auch magisch an!

Warp-Core: Und ihr habt ja auch das Reboot knapp 10 Jahre später diskutiert (und Dinge an die Wand geschraubt). Wie kam es dazu? (Video: https://www.youtube.com/watch?v=iyTQqNKn0Mc )

Basti: Wir haben so viel Spaß daran, diese Filme zu gucken und darüber zu diskutieren… Und man soll das teilen, was man liebt… Deswegen machen wir ja auch Musik.

Warp-Core: Was war der bisher beste Moment in eurer Musikerkarriere?

Micha: Die besten Momente für mich sind, wenn ich Fans regelmäβig bei unseren Konzerten wiedersehe, oder im Ikea (passiert), oder sonst wo. Ich verstehe Cyborg als eine Gemeinschaft und nicht nur als vier Dudes, die auf der Bühne stehen.

Peer: Meine Top 3: Headliner auf dem Rocktreff Festival 2015. Lob von Alice Coopers Gitarristin Nita Strauss für mein “Killer Guitar Playing”. Und Opener auf dem Mera Luna Festival.

Basti: Schwer zu sagen… Unser Fankonzert in Hannover dieses Jahr, wo wir unsere Fans mit unserer neuen EP überrascht haben, war grandios… Die haben echt zwei Stunden lang die Party durchgezogen… Das war fett!

Warp-Core: Und der schlimmste?

Peer: Ich will keine Namen nennen, aber manchmal enttäuschen Helden auch.

Micha: Es gibt immer mal kritische Momente, aber man muss diese dann meistern und daraus lernen. Im Nachhinein gibt es aber nichts, das so katastrophal war, dass man dafür keine Lösung finden konnte, auch wenn unsere Lösungen machmal unkonventioneller sind als die anderer Bands.

Basti: Im Nachhinein ist alles immer halb so schlimm… Aber ich hatte schon manchmal Momente, wo ich dachte, dass gleich Köpfe rollen oder ich mich in Grund und Boden schämen muss…

Warp-Core: Und was wird die Zukunft der Cybermacht uns bringen?

Micha: Viel Chrom.

Peer: Die Weltherrschaft? Nichts Großes jedenfalls…

Warp-Core: Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Peer: Keine. Stromausfälle. Mehr.

Basti: Chrom. Nein, Spaß beiseite… Dass solche Dinge wie “Fridays For Future” und “Zerowaste-Kampagnen” in der Mitte der Gesellschaft ankommen, weil es um extrem drängende Fragen geht, die die gesamte Menschheit angehen… Leider sind wir noch nicht so weit, dass wir diesen Planeten einfach verlassen können…

Micha: Da schlieβe ich mich Basti an.

Cyborg

Warp-Core: Wer jetzt neugierig geworden ist: Wo kann man euch in nächster Zeit live sehen?

Peer: Zuletzt am 18.05. in Hannover, aber das war ausverkauft. Außerdem waren wir am 14.06.2019 auf dem Rocktreff Festival in Berlin. Da durften wir um 22.00 Uhr die Bühne abfackeln, das war groß. Es sind für dieses Jahr noch Sachen in der Mache, also haltet die Augen offen.

Warp-Core: Ihr arbeitet ja an einem neuen Album. Könnt ihr uns schon etwas über den Titel oder das Release verraten?

Peer: Wir haben mal wieder ein bisschen experimentiert und im Mai unsere EP “Digital Underground” mit einem Release-Konzert gefeiert. Die gibt es nirgends zu kaufen oder zu streamen, aber ihr könnt sie kostenfrei auf unserer Homepage www.cyborg-band.com herunterladen. Sie ist vor allem fett! Den Rest überlassen wir eurem Urteil.

Warp-Core: Wenn man euch auf Facebook folgt, stößt man immer wieder auf die „Hacking Days“. Was sind diese?

Basti: Das ist eine Bastelaktion, wo unsere Fans ihre Ideen einbringen können, die wir dann gemeinsam umsetzen und in unsere Bühnenshow integrieren… So sind unsere Ringe auch entstanden.

Micha: Die „Cyborg Hacking Days“ sind die eigentliche Essenz der Band. Die Idee ist, dass sich jeder, der möchte, beteiligen kann und wir einfach Spaβ zusammen haben und ein spannendes Projekt umgesetzt wird; wie unsere Ringe, drehende Zahnräder oder unsere DIY Boden Nebelmaschine.

Warp-Core: Hand aufs Herz: Mit welcher Band oder welchen Musikern würdet ihr gerne mal auftreten?

Peer: Devin Townsend. Großartiger Musiker, fantastischer Mensch.

Basti: Dio oder Black Sabbath hätten mir großen Spaß gemacht…

Micha: Wintersun.

Warp-Core: Ihr seid sicher keine Vollzeitmusiker, was macht ihr beruflich?

Peer: Öhm, doch. Sind wir. *grinst* Jeder ein bisschen anders, aber CYBORG ist UNSER Ding.

Warp-Core: Danke für das Interview. Möchtet ihr den Lesern noch etwas mitteilen?

Peer: Bleibt verchromt!

Basti: Look out!

Micha: Werdet Teil der Cybermacht!

Bilder der Band stammen von der Homepage. Das Gespräch führte Star Smutje Tim Beutler für Warp-Core.de

Tim Beutler

Tim Ist Jahrgang 80, Teilzeitschreiber und Vollzeitkoch. Auf seinem YouTube Kanal StarSmutje stellt er allerlei galaktische Köstlichkeiten vor.
Tim Beutler

Tim Beutler

Tim Ist Jahrgang 80, Teilzeitschreiber und Vollzeitkoch. Auf seinem YouTube Kanal StarSmutje stellt er allerlei galaktische Köstlichkeiten vor.

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