[Perry Rhodan 295] Der verlorene Planet

Lesezeit circa: 4 Minuten

In der Dunkelwolke lauert der Tod – denn dort liegt Multidon, das Machtzentrum der Beherrscher Andromedas.

Der verlorene Planet
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Der verlorene Planet
Autor: Clark Darlton
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1967

Zur Handlung

Nach Eroberung aller verbliebenen Weltraumbahnhöfe der Maahks nimmt Perry wieder Besitz von POWER CENTER auf Gleam. Nächstes Ziel soll der Planet Multidon sein. Dort stehen riesige Multiduplikatoren. Diese können nicht nur in wenigen Tagen extrem viele Truppen herstellen, nein, auch ganze Raumschiffe sind dort in Massen erschaffbar. Somit steht fest, dass man die Meister der Insel auf Dauer nicht besiegen kann – außer man zerstört Multidon.

Zwar weiß Perry ungefähr – auch dank der Hilfe der Maahks – wo sich der gesuchte Planet befindet, doch ist er im Inneren einer Dunkelwolke verborgen. Zeit für Gucky und Don Redhorse! Vor diesen Recken kann sich kein Planet verstecken. Und so kommt, was kommen muss: Multidon macht uns den sterbenden Schwan. Der verlorene Planet ist somit im wahrsten Sinne des Wortes verloren, Prot Meyhet wird nebenbei mit entsorgt. Die Macht der Meister der Insel wurde somit mindestens extrem beschnitten.

Gedanken zu „Der verlorene Planet“

Irgendwie könnte ich gerade schreien. Vor Wut. Mal ernsthaft, da haben die Doofköppe, sorry, Meister der Insel, DEN Trumpf per se in der Hand. Könnten schnell mal einige hunderttausend Schiffe herstellen. Inklusive Elitebesatzungen. Wir erinnern uns mal: Seit Wochen tobt in Andromeda ein fürchterlicher Krieg. Maahks erobern Planet um Planet, die Terraner hauen einen MdI nach dem anderen um. Und was machen die Meister? Sie fangen JETZT erst an, Multidon richtig hochzufahren. Was zum Geier haben sich Scheer und Co. dabei damals gedacht?

Hatte man die Meister der Insel als bisher recht entspannt agierende zahnlosende und dumpfnasige Gegner dargestellt, die wie Will E. Coyote den Roadrunner Perry jagen gehen, setzt dieser Zug dem Ganzen die Krone auf. Selbst wenn Faktor 1 seine anderen Mit-Meister loswerden wollte, gäbe es einfachere Wege. Selbst wenn ein Faktor 1 all diese Zerstörung durch die Terraner hinnimmt, weil er noch einen anderen Trumpf hat – so grenzdebil kann man nicht handeln, dass man alles auf den letzten Trumpf setzt. Selbst wenn dieser Trumpf ein Zeitparadoxon beinhalten würde.

Ein Erklärungsansatz?

EINE einzige Erklärung kann ich mir denken und gelten lassen, auch wenn sie niemals in den Heften vorkam: Faktor 1 wurde extern beeinflusst, um derart daneben zu handeln. Sei es durch ES, Anti-ES oder Delorian Rhodan oder welche ko(s)mische Macht da noch drin rumgepfuscht hat. Doch das wäre eine aufgepropfte Erklärung. Stand 1967, als der Zyklus erschien, waren all diese Fehler und Missgriffe schlichtweg extremst dumm. Von Autorenseite aus. Man hat einfach den Meistern immer noch ein wenig mehr Bedrohungspotenzial geben wollen, damit sie auch so richtig ordentlich böse erschienen. Und dabei vergessen, mehr als zwei Meter weit zu denken.

Ein wenig Lob

Genug aufgeregt. Der Roman an sich war nämlich durchaus gut. Prot Meyhet folgt seinen Kollegen in die ewigen Abgründe. Gucky wird recht stark und relativ erwachsen dargestellt. Spannend geschrieben? Aber ja. Clark Darlton konnte Action und Humor wie kein anderer Autor seiner Zeit miteinander verbinden. Hat er auch hier wieder bewiesen.

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Mario Staas

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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