[ENT 026] Die Schockwelle – Teil 1

Lesezeit circa: 6 Minuten

In „Die Schockwelle“ kommt es zu einer verheerenden Katastrophe, wodurch tausende paraaganische Kolonisten zu Tode kommen. Zu allem Überfluss verschwindet auch noch der Captain.

Staffel 1, Episode 26 – Februar 2152
„Die Schockwelle – Teil 1“ – „Shockwave – Part 1“

Die Handlung

Die Schockwelle, welche den Planeten der Kolonisten zerstörte

Die Enterprise erhält spezielle Protokolle, welche es einzuhalten gilt, damit sich die Atmosphäre des Planeten nicht entzündet. Man entschließt sich eine Fähre zu nehmen, um die paraaganische Kolonie zu besuchen. Reed befolgt alle Protokolle, doch trotzdem kommt es zur Katastrophe. Die Atmosphäre entzündet sich und die Kolonie wird vollständig zerstört. Etwa 3600 Kolonisten sterben hierbei. Reed ist davon überzeugt, alle Protokolle befolgt zu haben.

Admiral Forrest meldet sich und ruft die Enterprise zurück. Botschafter Soval versucht aufgrund des Vorfalls durchzusetzen, dass erst in 10 oder 20 Jahren wieder ein Erden-Schiff starten darf. Auf dem Rückweg wird ein vulkanisches Schiff T’Pol und Phlox aufnehmen.

Archer ist derzeit in der Zeit zurück gereist und trifft dort auf Daniels, welcher für die Reise verantwortlich ist. Er erklärt Archer, dass dieser Vorfall niemals hätte stattfinden dürfen und gibt ihm Anweisungen mit. Mithilfe dieser Anweisungen findet man heraus, dass die Suliban das Shuttle manipuliert haben und auch mit einem getarnten Schiff in der Nähe sind. Die Crew der Enterprise birgt ein paar Datendiscs aus dem Shuttle.

Auf dem Weg zum Treffpunkt mit dem vulkanischen Schiff findet man bei der Analyse der Discs heraus, wie die Manipulation am Shuttle vonstatten ging. Hierüber informiert Archer den Admiral.

Während der Weiterreise tauchen plötzlich Störungen im Warpfeld auf, welche mithilfe der Technologie von Daniels als sulibanische Zellenschiffe enttarnt werden können. Silik meldet sich und verlangt, dass Archer von Bord geht und mitkommt. Anderenfalls droht Silik mit der Zerstörung der Enterprise. Archer willigt ein und begibt sich in den Turbolift. Als die Tür öffnet, findet sich Archer allerdings bei Daniels im 31. Jahrhundert wieder, wo San Francisco in Trümmern liegt. Beide sitzen nun hier fest.

Rezension von „Die Schockwelle – Teil 1“

Die Episode macht erst einmal einen soliden Eindruck. Es passiert viel, der Handlungsbogen um den temporalen Kalten Krieg wird wieder aufgegriffen und passende und bekannte Gastdarsteller finden zurück ins Geschehen.

Charaktertechnisch bekommen wir auch wieder reichlich was geboten, denn es finden Entwicklungen und leider auch Rückentwicklungen statt. Zum einen haben wir einen Captain Archer, welcher auch einmal emotional die Sau rauslässt, da die Rückbeorderung seine Versagensängste schürt. Ebenfalls spürbar ist der große Schatten seines Vaters, in welchem er sich bewegt.

Admiral Forrest ist auch erneut von der Partie und wirft auch reell spürbare Aspekte herum. Seine Freundschaft zu Archer, seine Verpflichtung der Sternenflotte gegenüber, aber auch die diplomatische Problematik mit den Vulkaniern.

Auch der totgeglaubte Daniels kehrt zurück und baut seinen Charakter aus. Denn ihm gegenüber habe ich zumindest einige Fragen, welche jedoch vorerst noch nicht beantwortet werden und auch bestimmt ungeklärt bleiben. Was ich damit sagen will, ist, dass ich ein echtes Interesse an diesem Charakter entwickelt habe, nicht zuletzt wegen seiner mysteriösen Art.

Silik hingegen ist zusammen mit dem „Future-Man“ ein Charakter, welcher leider recht flach bleibt und als simpler Bösewicht dasteht. Ich habe kein

Archer und Daniels im zerstörtem San Francisco des 31. Jahrhunderts

wirkliches Interesse an ihm, denn er ist zu durchsichtig und trieft vor Klischees. Gut, dass man hier keinen „Darth Vader“ bekommt ist klar, das wäre zu viel des Guten, aber man hätte doch zumindest einen General Hux daraus machen können, oder?! – Sei es drum.

Die Story, welche hier erzählt wird, ist bis auf Weiteres erst einmal stimmig und gut. Was sie daraus machen, kann ich leider erst sagen, wenn ich gesehen habe, wie sie zu ihrem Abschluss kommt. Denn am Ende stecken ja nun einmal Archer und Daniels in einem zerstörtem San Francisco des 31. Jahrhunderts fest. Wie sie sich aus dieser misslichen Lage befreien, bleibt abzuwarten. Ich hoffe nur, dass es nicht stumpf, unsinnig oder zu unlogisch wird, sondern bitte nachvollziehbar und vielleicht mit einem kleinen Plot-Twist!

Ansonsten bekommen wir ein wirklich würdiges Staffel-Finale mit Cliffhanger. Uns wird ein gutes und gemischtes Verhältnis zwischen Story, Action, SFX und Tiefgang präsentiert. – Danke dafür. Jetzt bleibt wirklich nur zu hoffen, dass diese angefangene Geschichte zu einem schlüssigen Ende geführt wird.

Fun Facts

    • Als Archer und Reed den holographischen Computer von Daniels benutzen, kann man Schiffspläne der Defiant-, Intrepid-, Nova-, NX-, Excelsior- und Surak-Klasse sehen, aber auch eines sulibanischen Zellenschiffes.

Der deutsche Titel

Beim Titel haben wir es erneut recht einfach, da sowohl der deutsche als auch der englische Titel der gleiche ist. – Lediglich in der jeweiligen Sprache.

Ganz ehrlich? „Die Schockwelle“ oder „Shockwave“ ist der genialste Titel der ersten Staffel, denn er kann auf so viele Arten ausgelegt und interpretiert werden. – Wahnsinn! Folgende Interpretationsformen sind mir dazu in den Sinn gekommen:

  • Die Schockwelle, welche den Planeten zerstört hat.
  • Die Schockwelle, welche durch den temporalen Fluss ging, da laut Daniels das Ereignis mit dem Planeten nicht hätte stattfinden dürfen.
  • Die Schockwelle, welche Archer in ein emotionales Ungleichgewicht brachte.
  • Die Schockwelle, welche die „Jetzt-Zeit“ so verändert hat, dass eine weitere Mission der Menschen erst in etlichen Jahren wieder ermöglicht werden könnte.
  • Die Schockwelle, welche den Rest der Crew durchflutete, als es zurück nach Hause gehen sollte.

Und ach, wer weiß wie viele Schockwellen man noch hier hineininterpretieren hätte können. Der absolute Wahnsinn, wie hier auf einmal ein einziges simples Wort mit einem Artikel davor wirken kann. Warum nicht öfter so?! Aber na gut, dann wäre ich nun auch nicht so gehyped auf diesen Titel und ich vermutlich ziemlich verwöhnt.  Was dazu führen würde, dass ich die weniger guten Titel zerfetzen würde. Also kann ich sagen: Alles richtig gemacht!

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Martin Kistner
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Martin Kistner

Martin ist Jahrgang 1988 und neben seiner Leidenschaft für Star Trek auch Gamer, Modellbauer und Autor.

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