[The Orville 006] Krill

Die Union will mehr über die religiösen Krill erfahren. Ed und Malloy infiltrieren deshalb ein Schiff des Feindes, um deren Heiliges Buch zu kopieren. Dabei stoßen sie auf eine Massenvernichtungswaffe.

Staffel 1, Folge 6
„Krill“

KrillDie Handlung von „Krill“

Der Orville gelingt es, ein Krill-Schiff zu zerstören. Die Crew entdeckt in den Wrack-Teilen ein fast unversehrtes Shuttle des Feindes, das sich als unschätzbarer Fund erweisen soll. Admiral Ozawa (Gaststar Kelly Hu) sucht Ed daraufhin persönlich auf, um ihn auf eine neue Mission zu schicken. Er soll mit genau diesem Shuttle undercover an Bord eines Krillschiffes gehen, um das Anhkana, die Heilige Schrift der Krill, zu kopieren. Auf diese Weise will die Planetarische Union endlich mehr Einblick in das hochreligiöse Leben ihrer Erzfeinde gewinnen.

Zwei holographische Generatoren verwandeln Ed und Gordon Malloy in Krill und beide machen sich auf den Weg. Der Plan scheint erst einmal aufzugehen: Sie werden an Bord des Krill-Schiffes Yakar gebeten, wo Captain Haros und der Hohepriester Sazeron sie begrüßen. Mercer und Malloy präsentieren sich kurzerhand als „Chris“ und „Devon“, weil sie keine Ahnung von Krill-Namen haben. Sie geben vor, noch aus dem von der Orville zerstörten Schiff geflohen zu sein. Die Neuankömmlinge werden zwar mit Skepsis betrachtet, dürfen aber bleiben.

Bei einem Gottesdienst sitzen sie neben Teleya, einer an Bord stationierten Lehrerin. Es stellt sich heraus, dass ihr Bruder auf dem von der Orville zerstörten Schiff diente. Sazeron beginnt, die Lehren ihrer höchsten Gottheit Avis zu predigen und sticht dabei dutzende Male mit einem Dolch in den Kopf eines enthaupteten Unionskolonisten. Mercer und Malloy sind entsetzt.

Dennoch schleichen sie sich nach dem Gottesdienst in den Gebetsraum, um das Anhkana zu kopieren. Sazeron ertappt die beiden auf frischer Tat. Aber Mercer kann sich herausreden und sucht mit Malloy schnellstmöglich das Weite. Dennoch: Der Hohepriester ist durch den Vorfall hellhörig geworden. Er fordert Captain Haros auf, die Fremden zu bewachen.

Unterdessen sind Mercer und Malloy beim abfotografieren des Anhkana. Als die Wachen kommen, versagen plötzlich die holographischen Generatoren und die Tarnung verschwindet. Beide gehen in Deckung und schaffen es gerade noch, sich zurück in ihr Quartier zu schleichen. Offensichtlich führten magnetische Störungen zum Ausfall der Holo-Generatoren. Aber es gelingt, die Tarnung wiederherzustellen.

Die Quelle der magnetischen Störung ist schnell gefunden: Mehrere Decks tiefer befindet sich eine riesige Krillbombe.
Die beiden stoßen auf Teleya. Die Krill-Frau erklärt, dass die Bombe ein Prototyp ist, der in der Lage ist, eine ganze Kolonie in Sekundenschnelle zu vernichten. In Kürze soll sie auf dem von der Union kontrollierten Planeten Rana 3 zum Einsatz kommen. Mercer ist fest entschlossen, dies zu verhindern. Er will selbst die Bombe zünden und das Krill-Schiff auf diese Weise zerstören.

KrillTeleya bittet Ed und Gordon, ihrer Klasse etwas über ihre Flucht zu erzählen. Entsetzt stellen die Offiziere der Planetarischen Union fest, dass sich viele Kinder auf dem Schiff befinden. Eine Zerstörung kommt deshalb nicht in Frage. Aufgrund der blassen Haut schlussfolgert Mercer, dass die Krill extrem anfällig für ultraviolette Strahlung sein müssen. Sie wollen sich in das Schiffssystem hacken, um die Lichtstrahlung außerhalb des Klassenzimmers stark zu erhöhen – genug, um einen Krill zu töten, aber keinen Menschen.

Malloy hackt sich unterdessen in die Systeme ein und stellt einen Countdown, nach dessen Ablauf die UV-Strahlung freigesetzt werden soll. Leider läuft er Sazeron in die Arme. Seine Tarnung fliegt auf und er wird zu Captain Haros gebracht. Malloy soll die Zerstörung des Planeten beobachten, bevor Haros ihn tötet.

Glücklicherweise gelingt es Mercer, mit Teleya ins Klassenzimmer zu fliehen und die Lichter im Raum zu zerstören. Der Timer läuft ab und eine UV-Strahlung sendet aus, die alles Leben an Bord zerstört. Nur Mercer, Malloy, Teleya und die Kinder überleben.

Kritik

The Orville hat es mit dieser Folge ein weiteres Mal geschafft, eine gewisse Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen. Die Story ist alles andere als flach, der Plot ist spannend und besonders die Gottesdienst-Szene, bei der der Hohepriester voller Inbrunst auf den menschlichen Kopf einsticht, lässt den Zuschauer schlucken. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass die Kluft zwischen der Planetarischen Union und den Krill wohl doch ein Stück größer ist, als gedacht.

Trotz dieser eher ernsten und dunklen Thematik über religiöse Fanatiker, gelingt es der Serie, ihren Humor auszuspielen. Ed und Gordon kommen dabei nicht immer gut weg. Beide präsentieren sich in vielen Momenten nicht unbedingt von ihrer cleversten Seite. Aber gerade das macht den Charme der Folge aus. Das Gesicht des Krill-Captains, als sie sich mit „Chris“ und „Devon“ vorstellen, ist unbezahlbar. Die beiden plappern bei jedem Aufeinandertreffen mit den Krill munter darauf los und reden sich dadurch auch fast um Kopf und Kragen.

Bemerkenswert
  • Das Drehbuch zur Folge stammt zum ersten Mal nicht von MacFarlane selbst, sondern von „Trek“-Autor David A. Goodman. Regie führte Jon Cassar.
  • Obwohl die Einschaltquoten dieser Folge eher schwach waren, konnte sie die Kritiker überzeugen: Sie lobten die Entwicklung der Krill zum komplexen und nuancierten Antagonisten.

Fazit: Eine der stärksten Orville-Folgen, die mit Kreativität, viel Liebe zum Detail und Humor überzeugt.

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Sabine Jobstmann

Sabine ist Jahrgang 1974 und kümmert sich bei uns vor allem um The Orville.
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