Review: Perry Rhodan Wega 11 – Der Bastardprinz & Podcast

Lesezeit circa: 6 Minuten

Er stammt aus Tramps Wüsten – und ist für eine Aufgabe bestimmt

Der BastardprinzTitel: Finale auf Tramp
Autor: Ben Calvin Hary
Titelbild: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 06. August 2021

Mh okay. Nochmal Tramp – muss das sein? Mit dem elften Heft kehrt die Miniserie noch einmal in die Vergangenheit zurück. Meine Erwartung war klar, das Heft soll das Finale vorbereiten und ALLE Charaktere in Postion bringen. Dass es erneut mit einem Abschnitt auf Tramp beginnt, machte mich dann doch skeptisch. Ob das Titelbild ein Spoiler ist, wie die Geschichte weitergeht? Lasst es uns herausfinden!

Das Heft

Mit dem elften Band der Miniserie Wega, erschien der Bastardprinz am 6. August im Handel. Das Titelbild steuerte Dirk Schulz bei. Nach seinem stark kritisierten Beitrag in Form der rollenden Stadt, kehrt Ben Calvin Hary auf die Autorenbank zurück.

Das Titelbild

Das Titelbild strahlt mir in roten und orangenen Farbtönen ein Vista von Tramp aus dem Jahr 1975 entgegen. Hier muss ich Dirk Schulz ein großes Lob aussprechen, denn kein Titelbild hat mich so überzeugt, den vorliegenden Roman lesen zu müssen, wie eben dieses. Nicht nur für Leser der Miniserie, die direkt mit Fragen überhäuft werden, sondern auch für unbedarfte Betrachter ist es einfach ein Hingucker!

Die Handlung

Nach dem Finale auf Tramp feiern wir im elften Band der Miniserie noch einmal Wiedersehen mit Siebenbruch, dem Robotanführer der Einheit. In Form einer kurzen Rückblicke erleben wir die entscheidenden Momente seiner Entwicklung mit. Durch die Beschädigung, die er sich im Kampf mit dem Ilt zugezogen hat, wird aus dem hörigen Roboter immer mehr ein Lebewesen, das seiner selbst bewusst ist. Er versucht, die anderen Roboter der Einheit ebenfalls solchen Veränderungen zu unterziehen und richtet sie damit reihenweise zu Grunde. Erst das Jahr 1975 alter Zeitrechnung bringt die Erlösung. Nachdem ein terranisches Schiff den Planeten Tramp besucht, wird der Roboter Siebenbruch von seinem neuen Herren aufgelesen. 

In der Gegenwart der Miniserien-Handlung unternimmt Perry Rhodan erneut Versuche, die Loyalität der Nakken zu den Maccani auf die Probe zu stellen. Mit Hilfe des Genies Gavrila Killian, wendet er sich gegen den Schutzschirm, der das Wegasystem abschottet. In beeindruckenden Raumgefechten und wiederholten Versuchen schafft man, es den Blaunakken Amildok von seinen Verbündeten zu trennen und die DERFAAR zum Abzug aus dem Wegasystem zu überzeugen. 

Um seine wichtigsten Verbündeten gebracht, beginnt der Maccani-Anführer Krakatau mit furchtbaren Vergeltungsaktionen gegen die ferronische Zivilbevölkerung. Doch auch innerhalb der Maccanistreitkräfte regt sich der Widerstand gegen die Schreckensherrschaft. 

Alle weiteren Offenbarungen möchte ich an dieser Stelle unerwähnt lassen. Der Roman schließt auf der Begegnung mit dem Herren des Bastardprinzen. Hier werden noch einmal viele Fragen aufgeworfen, die es gilt, im finalen Band 12 zu beantworten. 

Das Fazit zu Der Bastardprinz

Durch die hohe Zahl der Perspektivwechsel entsteht ein Heft mit kurzen Kapiteln (20 an der Zahl). Dadurch entsteht ein sehr schöner Lesefluss mit hohem Tempo, denn immer wenn die Möglichkeit besteht, dass Langeweile aufkommen könnte, geht es an einer andere Stelle weiter. Das gefällt mir gut und das hier erreichte Timing trifft genau meinen Geschmack. Wenn man hier etwas kritisieren möchte, dann den Ansatzpunkt er Siebenbruchhandlung. Vor allem für die Leser, die eine Miniserie im Ganzen lesen, könnte das Heft an dieser Stelle Tempo einbüßen. 

Die vielen kleinen Details, die Ben Calvin Hary für Kenner der frühen Erstauflage einstreut, wirken sehr liebevoll und wunderbar nerdig. Natürlich löscht ein hochentwickelter Roboter sofort ein eingeschleustes Schadprogramm. 

Auch die Raumgefechte im Wegasystem wirken räumlich und konnten von mir gut nachvollzogen werden. Durch die Kombination mit der unkonventionellen Sichtweise Gillians entsteht hier wirklich eine Spannung. Die zeitreisende Raumpilotin kann sich hier durch ihre Art noch einmal besser positionieren und überzeugt mich durch ihre erfrischende Art. Hier konnte dem neuen Charakter noch etwas hinzugefügt werden.

Die Kombination von hohem Erzähltempo und expliziter Gewalt, in Form der Hinrichtungen, die Krakatau anordnet, entwickelt eine wirklich bedrückende Stimmung. Auch dass die Galaktiker gezwungen sind, dem hilflos zuzuschauen, gibt einen Schlag in die Magengrube. 

Im folgenden Absatz muss ich leider die Auflösung des Romanes ansprechen. Wenn ihr spoilerfrei weiterlesen wollt, dann setzt bitte bei der Wertung wieder an. 

Die Entwicklung, die Siebenbruch nimmt und wie über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg Krakatau entsteht, geht mir einfach nicht weit genug. Selbst mit den Informationen aus dem Heft kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie ein Roboter, der seine Individualität entdeckt, zum eiskalten Mörder wird. Hier wurde ein wenig Potential verschenkt, was bei mir auch zur geringen Abwertung des Romans führte. 

Die Wertung

Der Bastardprinz kann mich wirklich begeistern. Nicht zuletzt ist es ein Roman, wie wir ihn von Ben Calvin Hary kennen. Flotte Handlung, Gefühl für die Charaktere und eine dosierte Portion Action. Dabei kommt ein toller Roman heraus, der mich sehr heiß auf das Finale gemacht hat. Nicht zuletzt ist es nach dem zweiten Roman auch eine Rehabilitation des Autors. Ich gebe dem Heft neun von zehn möglichen Punkten und warte begeistert auf das Serienfinale. 

Der Podcast

Mario und Chris begrüßen den Autor und Freund des Hauses, Ben Calvin Hary. Im vorletzten Band der Miniserie Wega erleben wir, wie aus Siebenbruch der Bastardprinz Krakatau wird. Endlich wird eines der großen Rätsel gelöst. Ben erzählt vom Schreiben und wie das Heft im Detail entstanden ist. Mit viel Begeisterung hören die ununterscheidbaren Mario und Chris zu, was der Star erzählt.

Wir freuen uns auf euer Feedback und wünschen euch viel Spaß beim Hören! Wenn ihr noch einen warpCast-Sticker haben wollt, meldet euch einfach bei Chris.

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Die Titelmelodie stammt von Samy Oeder.

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