Dies ist der Auftakt zu einer gelungenen Animeserie, die auf einem Videospiel basiert.
Auf in die Zukunft
Cyberpunk 2077 kann man getrost als eines der besten RPGs der letzten Jahre bezeichnen. Auch wenn es einen holprigen Start hatte und anfänglich viel Vertrauen verspielte, konnte es das doppelt und dreifach wiedergutmachen. Dabei stand von Anfang an fest, dass es basierend auf dem Game ebenfalls eine Animeadaption geben würde.
Animiert werden würde diese von dem renomierten Animestudio Trigger. Diese sind unter anderem für Serien wie Kill La Kill oder Little Witch Academy bekannt. Die Aufsicht über diese Adaption führte dabei CD Project Red, die auch die Videospielvorlage entwickelt hatten.
Ein langsamer Anfang
Im Jahr 2076 lebt der junge David Martinez gemeinsam mit seiner Mutter in Night City. Sie ist Rettungssanitäterin und schuftet sich fast zu Grunde, um ihrem Sohn zu ermöglichen, auf die renommierte Arasaka Akademie zu gehen. Nur, dass dieser da nicht unbedingt glücklich ist, da er von seinen Mitschülern ständig gemobbt wird.
Eines Tages eskaliert die Situation. David nutzt für den Unterricht ein illegales Gerät, wodurch das gesamte IT-System der Akademie zusammenbricht. Seine Mutter bezahlt den Schaden und schimpft auf dem Weg nach Hause mit ihrem Sohn. Bis sie mitten in ein Gefecht zweier rivalisierender Gangs geraten und einen Unfall bauen. Ab diesem Moment bricht für David die Welt zusammen.
Cyberpunkt: Edgerunners fängt langsam an. Anstatt direkt in der Story durchzustarten, nimmt sie sich mit Let You Down Zeit und führt einen schon fast behutsam in das Universum und den Hauptcharakter der Serie ein. Es wird vieles gezeigt und erklärt, ohne jedoch dabei den Zuschauer mit der Nase auf alles zu stoßen. Man erhält so einen guten Einblick in die Welt, in der die Story stattfindet.
Es ist eine, die dem Namen „Cyberpunk“ gerecht wird. Was insofern kein Wunder ist, als dass das Pen-&-Paper-Rollenspiel, das die Basis für das Videospiel ist, diesen Begriff mit populär machte. Man hat hier eine dystopische Zukunft. Eine, in der das Recht des Stärkeren gilt oder desjenigen, der genügend Cash besitzt. Ist dem nicht der Fall, dann sieht es nicht gut aus, wie man anhand des Lebens der Martinez-Familie erkennen kann.
(Nicht) Alles Egal
Denn hier reicht die Kohle vorne und hinten nicht. Es reicht nicht aus, um die Waschmaschine zu bedienen, die Miete ist ständig in Gefahr und allgemein leben sie anscheinend in erheblicher Armut. Was aber auch daran liegt, dass die Mutter von David sehr viel Geld in seine Bildung steckt.
David selbst wird als jemand charakterisiert, dem das alles egal ist. Kein Wunder, wenn man sieht, wie er von seinen Mitschülern behandelt wird. Aber es ist jetzt nicht so, dass ihm seine Mutter gleichgültig ist. Es wird ausreichend deutlich gemacht, wie sehr sie ihm am Herzen liegt. Denn er will sie unterstützen, was sie jedoch, bis zu diesem schicksalhaften Unfall, ablehnt.
Im Prinzip ist die Welt von Cyberpunk: Edgerunners eine extrem überspitzt dargestellte amerikanische. Das wird besonders bei der medizinischen Versorgung sichtbar, wo wirklich nur derjenige gerettet wird, der auch Kunde des Rettungsdienstes ist. Ist man das nicht oder hat kaum Geld, hat man im wahrsten Sinne des Wortes Pech.
Das wird noch wichtig
Sehr schön ist aber auch, wie die Cyberisierung der Gesellschaft in allen Facetten präsentiert wird. Direkt zu Beginn wird man Zeuge einer Cyberpsychose, wo jemand, der komplett verchromt ist, durchdreht und jede Menge Leute umbringt. Die Cyberware, die der psychotische Killer vor allem hat, wird im Laufe der Folge immer wichtiger.
Es ist definitiv ein sehr guter Auftakt und ein erste Einblick in die Welt von Cyberpunk. Ebenso erhält man gute Ahnungen davon, wie es weitergehen wird.
Info
Drehbuch: Yoshiki Usa
Story: Bartosz Sztybor, Jan Bartkowicz und Łukasz Ludkowski
Regie: Yoshiyuki Kaneko
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