Es werden jede Menge Fehler begangen, die am Ende äußerst dramatische Konsequenzen haben.
Es wird wieder brutal
Die Gruppe von Maine (William C. Stephens) hat Tanaka entführt. Kiwi versucht sich, in dessen Gehirn zu hacken. Doch ausgerechnet jetzt entwickelt Maine eine Cyberpsychose. Er greift Kiwi (Stephanie Wong) an und kann nur mit Mühe und Not von Dorio (Marie Westbrook) gestoppt werden.
Es muss also improvisiert werden. Lucy (Emi Lo) übernimmt den Hack und David (Zach Aguilar) soll auf sie aufpassen. Doch dann läuft im Prinzip alles schief, was schieflaufen kann.
Cyberpunk: Edgerunners versteht sich wirklich darauf, dem Zuschauer ständig einen Schlag in die Magengrube zu versetzen. Immer wieder zeigt die Serie, wie brutal und lebensgefährlich das Leben in Night City ist. Girl on Fire ist da nur das neuste und besonders drastischste Beispiel.
Es aus der Nähe zu erleben, ist anders
Denn zum ersten Mal erlebt man eine Cyberpsychose aus nächster Nähe mit. Dass es ausgerechnet Maine trifft, ist natürlich sehr bitter. Denn auch, wenn er in den letzten Folgen eher durch eine merkwürdige Unbekümmertheit aufgefallen ist. Er war präsent und irgendwo durchaus sympathisch.
Dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war, hat sich die letzten Folgen immer wieder angedeutet. Denn in den wichtigsten Momenten hatten ja zuletzt seine Cyberimplantate nicht funktioniert. Doch hatte man sich dabei nichts gedacht, sondern einfach so hingenommen.
Girl on Fire fackelt nicht lange herum, sondern zeigt fast schon von Anfang an, wie die Cyberpsychose bei Maine ausbricht. Und was man sieht, ist ziemlich beunruhigend. Wiederholt halluziniert er, bildet sich etwas ein und läuft Amok. Was auch Kiwi am eigenen Leib erfahren muss, als er sie in seinem Wahn verwechselt und blutig schlägt. Nur um dann, als er wieder bei Sinnen ist, zu fragen, ob er das wahr.
Und nochmal brutaler und blutiger
Es ist nicht das erste Mal, dass man in der Serie eine Cyberpsychose sieht. Bereits gleich in der allerersten Episode konnte man ja sehen, wie ein Soldat Amok lief und ein Blutbad veranstaltete. Aber es ist etwas anderes, den Abstieg in den Wahnsinn aus der nächsten Nähe und bei einer Person zu beobachten, die man gut kannte.
Das Schlimme ist, dass Maine die Auswirkungen seiner Taten schnell nicht mehr richtig mitkriegt. Er sieht nicht, wie Lucy überredet wird, das Nethacking zu übernehmen. Und kriegt auch nicht wirklich mit, was geschieht, als David auf Tanaka trifft.
Im Prinzip ist dies eine Mission, bei der alles schiefläuft, was schieflaufen kann. Und das mündet in einem Finale, dass selbst für Cyberpunk: Edgerunner-Verhältnisse besonders blutig und brutal ausgefallen ist. Denn im Finale liefert sich Maine einen Kampf mit Polizisten und Soldaten. Ein Kampf, der auch Opfer auf Seite seiner Gruppe fordert.
Wiederholte Schläge in die Magengrube
Es ist klar, dass bei dem, was vor dieser finalen Auseinandersetzung stattfindet, niemand unbeschadet davon kommt. Aber das, was dann geschieht, ist ein Schlag in die Magengrube. Und zwar nicht nur ein Mal, sondern wiederholte Male.
So wird Dorio bei der Auseinandersetzung zwischen dem wahnsinnig gewordenen Maine und den Polizisten getötet. Was ihren Liebhaber endgültig durchknallen lässt. Sodass er meint, ihr einen Scheiterhaufen aus Holz zu bauen, wobei dieser in Wahrheit aus Sprengstoff besteht. Den er in seinen finalen Momenten zündet.
Doch wie wird es weitergehen? Das weiß man noch nicht. Das wird vermutlich die nächste Folge zeigen. Auf die man, gerade wegen des Dramas, sehr gespannt ist.
Info
Drehbuch: Yoshiki Usa and Masahiko Ōtsuka
Story: Bartosz Sztybor, Jan Bartkowicz und Łukasz Ludkowski
Regie: Kai Ikarashi
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