Mit dieser Folge fängt der letzte Akt der Serie an. Und es hat sich einiges getan.
„Ruhiger“
Es ist einiges an Zeit vergangen, seitdem Maine ums Leben kam. David (Zach Aguilar) hat die Leitung übernommen und hat sich einen Ruf als exzellenter Cyberpunk aufgebaut. Dabei hat er fast seinen kompletten Körper mit Cyberware ausgestattet.
Dann sucht Faraday (Giancarlo Esposito) ihn auf. Er hat einen Auftrag für ihn, bei dem er es wieder mit Arasaka zu tun kriegen könnte. Für diesen braucht er einen erfahrenen Netrunner. Er braucht Lucy, die allerdings die Gruppe inzwischen verlassen hat. Gelingt es ihm, sie wieder zurückzuholen?
Vergleicht man Stronger mit früheren Episoden der Serie, dann fühlt sich diese Folge deutlich „ruhiger“ an. Man merkt, dass der Fokus dieses Mal mehr auf den Figuren liegt, auf der Präsentation, wie sie sich weiterentwickelt haben. Sowie natürlich der Vorbereitung von dem, was als Nächstes geschehen wird.
Alles Routine
Wobei so „ruhig“ die Episode nun auch wieder nicht. Nicht ohne Grund ist das Wort in Anführungszeichen gesetzt. Denn der erste Akt ist erneut typisches Cyberpunk Edgerunner-Gesplatter.
Gezeigt wird hier eine Routine-Mission von David, wo sie ein Mädchen aus den Klauen einer Maelstrom-Gang retten. Er, Rebecca und ein Greenhorn kümmern sich darum. Es ist die perfekte Gelegenheit, um zu zeigen, wie sehr sich die Charaktere weiterentwickelt haben.
David hat seinen kompletten Körper umgemodelt. Er trägt jetzt die Arme von Maine und wirkt allgemein deutlich muskulöser und durchtrainierter, als noch in den früheren Episoden. Er agiert auch deutlich routinierter und gelassener, als es bei seinen ersten Einsätzen der Fall war.
Alte und neue Gesichter
Auch Rebecca hat sich geändert. Jetzt nicht so sehr ihre Persönlichkeit. Sie ist immer noch impulsiv und launisch. Aber sie trägt nun ebenfalls modifizierte Arme, die in ihrem Fall deutlich größer sind als sie. Trotzdem kann sie mit denen meisterhaft umgehen und damit auch Filigranarbeit machen.
Es werden aber ebenfalls neue Figuren eingeführt. Falco ist dabei sehr interessant. Er ist ein Fahrer, routiniert, gelassen und ein ehemaliger Freund von Maine. Anscheinend ist er nicht fester Bestandteil der Crew, sondern „nur“ jemand, den man für einen Job anheuert.
Der zweite Teil der Folge beschäftigt sich damit, das David wieder auf Faraday trifft. Der ihm dann einen Auftrag von Militech anbietet. Und ihm den Hinweis gibt, dass diese Mission Lucy als Netrunnerin braucht.
Da kündigt sich etwas unschönes an
Womit wir zum dritten Teil der Episode kommen. Hier gibt es einige Überraschungen. Zum einen, dass David und Lucy zusammenwohnen. Und dass man mehr über ihre Vergangenheit erfährt. Die besonders tragisch ist.
Es wird viel dafür getan, zu zeigen, wie sehr die Zuneigung zwischen den beiden gewachsen ist. Dass sie ihm freiwillig von ihrer Vergangenheit erzählt, das hätte es zu Beginn der Serie nicht gegeben. Ebenso drückt sie ihre Besorgnis aus, als David kurzfristig Probleme mit einem seiner Implantate hat.
Das ist eigentlich ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich bei ihm eine Cyberpsychose ankündigt. Denn wann man an Maine denkt, waren seine Probleme mit seinen Implantaten ein erstes Indiz dafür, dass da etwas im Kommen war. Und da David fast seinen gesamten Körper innerhalb kürzester Zeit vercybert hat, würde es nicht wundern, wenn da auch etwas Unschönes kommen wird.
Eine Beziehung, die es zu schützen gilt
Enden tut diese Folge mit einer interessanten Szene. Die noch mal verdeutlicht, wie sehr Lucy David mittlerweile mag. Und was sie deshalb unternimmt, um ihre Beziehung bzw. ihn zu schützen.
Es ist ein großartiger Auftakt zu den noch kommenden Episoden.
Info
Drehbuch: Masahiko Ōtsuka
Story: Bartosz Sztybor, Jan Bartkowicz und Łukasz Ludkowski
Regie: Yoshihiro Miyajima
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Warpskala
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