Der dritte Band der Reihe bemüht sich, den Plot zu variieren und Neues einzubringen.

Ein bedeutungsvoller Satz
Auf der Suche nach dem Schatz des Alchimisten erreicht die Gruppe die Insel Santorin. Wieder erhalten sie ein Rätsel, doch dieses Mal können sie es schnell lösen. Und gelangen so ins sagenumwobene Atlantis.
Doch ihr Feind hält natürlich nicht still. Im Gegenteil: Der Maskierte baut seine Gruppe massiv um. Er erschafft zwei neue Gefolgsleute, die für die Helden eine enorme Gefahr darstellen.
„Nicht alle Geschichten nehmen ein glückliches Ende“. Dieser Satz fällt in Die Riesen von Atlantis ein paar Mal. Und geht man vom Finale dieses Bandes aus, dann hat er durchaus Bedeutung.
Auf nach Atlantis
Doch der Reihe nach. Wie der Titel des Albums es schon verrät, geht es nach Atlantis. Jene geheimnisvolle Stadt, die bereits oft in der Welt der Fiktion verwendet wurde. Wobei das Kreativteam, bestehend aus den Autoren Nicolas Beuglet und Maxime Fontaine, sowie den Illustratoren Alessandro Barbucci und Alexandre Saint-Genez, dieses Mal eine originelle Interpretation finden.
Ihr Atlantis ist eine fortgeschrittene Zivilisation, die allerdings schon vor langem untergegangen ist. Die Art und Weise, wie sie schildern, was zu diesem Untergang geführt hat, sowie allgemein wie sie Atlantis darstellen, hat etwas. Es ist mal was anderes und sorgt gleichzeitig für den Verlauf der Story für Spannung.
Dabei ist diese Geschichte ohnehin schon spannend. Weil nämlich das Kreativteam sich traut, den gewohnten Trott etwas zu verändern. Auf der Seite der Antagonisten kommt es nämlich zu einschneidenden Veränderungen. Die Gruppe der Gegenspieler wird umgebaut. Zwei Handlanger, die bislang ohnehin nicht wirklich charakterisiert wurden, verschwinden. Zwei Neue tauchen dafür auf, die dabei sehr furchterregend daherkommen.
Enttäuschend
Dabei ist dies auch ein Album, in dem Salamandra endlich mehr Profil erhält. Sie profitiert am meisten von dieser Geschichte. Und präsentiert Seiten ihrer Persönlichkeit, von denen man zuvor nur ahnen konnte, dass sie existieren. Schade nur, dass sie die Einzige ist, bei der dies der Fall ist.
Denn die Darstellung der Protagonisten tritt im Vergleich gefühlt auf der Stelle. Noch immer sind Basil und Esperanza wie Feuer und Wasser. Noch immer kommt es bei der Lösung der Rätsel auf die beiden an. Derweil Nicolas Flamel und Fibus ab und an etwas zur Handlung beitragen dürfen. Von den vier Haupthandlungsträgern bleibt ihre Charakterentwicklung am entäuschendsten nicht existent.
Trotzdem bleibt man am Ball. Ja, die kritisierten Aspekte sind nicht neu. Aber die bereits erwähnten Veränderungen und der Verlauf der Geschichte sorgen dafür, dass man dann doch weiterliest. Und am Ende wie gebannt darauf ist, ob und wie es weitergehen wird.
Endlich eine wahre Gefahr
Denn eines hat das Kreativteam mit dieser Ausgabe erreicht. Zum ersten Mal hat man das Gefühl, dass der Eiserne eine richtige Bedrohung ist. Weil er dieses Mal die richtigen Entscheidungen trifft. Klar, auch seine Charakterentwicklung lässt am Ende zu wünschen übrig. Aber das Finale versöhnt einen damit.
Was sich wohl nicht mehr ändern wird, sind die Illustrationen. Noch immer wirken sie stellenweise sehr fahrig. Noch immer ist die Farbgebung nicht immer konsistent. Mal normal, mal zu blass. Das muss man leider akzeptieren, Besserung ist nicht in Sicht.
Unterm Strich ist dass das bislang beste Album der Reihe. Im August dieses Jahres wird die nächste Ausgabe sein. Und vermutlich dürfte es dann auch die letzte sein.
Autoren: Nicolas Beuglet, Maxime Fontaine
Illustrationen: Alessandro Barbucci, Alexandre Saint-Genez
Erschienen: 07/2025
Verlag: Toonfish
Sonstige Informationen: Produktseite
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