Nach einem Jahr Wartezeit geht es wieder zurück in die Post-Apokalypse.
Zurück in die Post-Apokalypse
Fallout war der Streaminghit 2024. Auch bei uns heimsten die einzelnen Episoden teilweise Best-Bewertungen ein. Weshalb man natürlich umso gespannter auf die zweite Season war.
Die jetzt am 16. Dezember 2025 anfing. Hinter der Kamera gab es keine Veränderungen. Noch immer sind Geneva Robertson-Dworet und Graham Wagner die Showrunner der Reihe. Auch beim Cast gab es keine nennenswerten Veränderungen. Es war nur bekannt, dass Macaulay Culkin (Kevin allein zu Hause) der Staffel in einer unbekannten Rolle beitreten würde. Derweil Justin Theroux (Mulholland Drive) Robert House darstellen würde.
Im Jahr 2077 machen sich Proteste breit, weil Roboter der Firma RobCo immer mehr normale Arbeiter ersetzen. Ein solcher Protest geht katastrophal schief, da ein Unbekannter einen Chip nutzt, um einen normalen Menschen zu kontrollieren. Parallel dazu hat Cooper Howard (Walton Goggins) mit den Plänen von Vault-Tec, der Firma, für die seine Ehefrau arbeitet, zu knabbern. Er will mit seiner Tochter wegrennen, doch Lee Moldaver kann ihn überzeugen, zu bleiben und seine Frau auszuspionieren.
Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen wichtig
200 Jahre später reisen der zum Ghul gewordene Cooper Howard und die Vault-Bewohnerin Lucy MacLean (Ella Purnell ) nach New Vegas. Sie verfolgen Lucys Vater, der in der Stadt sein dürfte. In Lucys Heimatvault haben sich Dinge verändert und die Bewohner haben sich noch nicht ganz an die neuen Verhältnisse gewöhnt. Ihr Bruder Norm (Moisés Arias) hingegen ist ein Gefangener in Vault 31.
Der Innovator ist der Auftakt zur zweiten Season von Fallout. Dabei schöpft die Serie wieder aus dem Vollen. Erneut hat man ernste, aber auch komische Passagen. Man ist einmal mehr in einer Welt der Verrückten und Exzentriker. Wo, wenn man normal ist, am Ende nur besonders schnell ins Gras beißt.
Dabei führt diese Episode das fort, was die erste Staffel auch so ausgezeichnet. Dieser Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wo man sieht, wie gewisse Dinge ihren Ursprung gefunden haben.
Das wird wichtig
Besonders im Prolog der Episode zeigt sich dies. Man sieht, wie die Roboter in die Gesellschaft eingeführt werden, was nicht überall auf Gegenliebe stößt. Derweil die Großindustriellen den großen Reibach machen, verschlechtert sich die Stimmung in der arbeitenden Bevölkerung.
Die Konfrontation in dem Prolog ist dabei für die Staffel wichtig. Weil man hier eben sieht, wie das erste Mal Technologie eingesetzt wird, die anscheinend auf Lange Sicht dafür sorgen sollte, dass die wahren Machthaber die Kontrolle behalten. Fallout-Technisch ist es die Mischung aus Grusel und Splatter, was man hier sieht. Und was dann am Ende der Folge wieder aufgegriffen wird.
Doch darüber hinaus stehen die Figuren im Mittelpunkt von Der Innovator. Man will natürlich wissen, ob und wie Dinge sich zwischen den Seasons geändert haben. Und teilweise ist es wirklich zu Veränderungen gekommen.
Optimismus kollidiert mit Zynismus
So sieht man, dass Lucy und der Ghul mittlerweile „zusammenarbeiten“. Wobei sich hier wieder Lucys Optimismus zeigt, der mit dem Zynismus des Ghuls kollidiert. Vor allem zu Beginn ihres Plots zeigt sich dies, als Lucy darauf verzichtet, den am Galgen hängenden Ghul runterzuschießen, sondern versucht, mit den Banditen zu verhandeln. Was dann natürlich wieder grandios scheitert.
Allerdings hat man das Gefühl, dass Lucy mittlerweile sich den Gegebenheiten im Wasteland besser anpasst. So ekelt sie sich zwar sichtbar vor einer Flohsuppe. Probiert aber trotzdem einen Schluck, um an wichtige Informationen zu kommen.
Die Ereignisse in Lucysheimatvault, Vault 33, zeigen, dass die Bewohner sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Ebenso erhält man einen Blick in Vault 32, dessen neue Bewohner sich erst einleben müssen. Es wirkt hier alles wie Comedy Relief. Eben weil die Sorgen und Nöte einzelner Bewohner übertrieben wirken. Bis man sich in Erinnerung ruft, was hier im Hintergrund abläuft. Welche Experimente hier laufen und welche Aufseher davon wissen.
Alles grandios!
Und um dies nochmal separat in Erinnerung zu rufen, wird dann auch zu Vault 31 umgeblendet. Wo man Lucys Bruder Norm sieht, der ein Gefangener ist. Anhand ihm sieht man, wie gnadenlos die wahren Machthaber agieren. Eben weil er ohne Nahrung und im Prinzip ohne zu Trinken auskommen muss. Sein Gefängniswärter möchte, dass er entweder in eine Cryokapsel klettert oder sich töten lässt. Was dann ja das Ende dieses Plots so befriedigend macht, weil Dinge nicht so laufen, wie es gewisse Personen geplant haben.
Zwischendurch wird immer wieder in die Vergangenheit des Ghuls umgeblendet. Wo man sieht, wie er mit den Enthüllungen über seine Ehefrau und Vault-Tec zu knabbern hat. Wie er am liebsten fliehen möchte. Doch eine Flucht wird ihm ja vorerst verbaut.
Es ist am Ende wieder eine grandiose Episode. Wo wirklich alles stimmt. Die Special Effects sind super, es wird einiges für die kommende Staffel angeteasert und die Charakterisierungen sind stimmig. Außerdem sind noch nicht alle Plots der letzten Season wieder aufgegriffen. Maximus hat nämlich in dieser Folge keinen Auftritt. Mal sehen, was sich bei ihm getan hat.
Drehbuch: Graham Wagner, Geneva Robertson-Dworet
Regie: Frederick E. O. Toye
Showrunner: Graham Wagner, Geneva Robertson-Dworet
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