In dieser Folge kann man gut miterleben, wie den diversen Figuren nach und nach die Kontrolle entgleitet.
Es läuft nicht rund
Damals während des sinoamerikanischen Kriegs wird Cooper Howard (Walton Goggins) von gegnerischen Streitkräften erwischt. Doch ehe sie ihn gefangen nehmen können, werden sie von einem Monster umgebracht. In der Gegenwart hat Cooper Lucy (Ella Purnell) zu den Überresten der Republik Neukalifornien gebracht, wo sie geheilt wird. Das Heilmittel sorgt allerdings auch dafür, dass die Vault-Bewohnerin süchtig wird. Was sich, sehr zu seinem Amüsement, auf ihren Charakter auswirkt.
In ihrer Heimat spitzt sich die Situation zu. Der Wasserchip ist kaputt und die Vorsteherin von Vault 33, Betty (Leslie Uggams), muss deshalb an vielen Fronten kämpfen. Sie hat eigentlich auf Hilfe von Vault 32 gehofft, doch deren Vorsteherin, Steph (Annabel O’Hagan), ist nicht wirklich bereit zu helfen.
Derweil muss Maximus (Aaron Moten) darum kämpfen, dass seine Tat keinen Bürgerkrieg innerhalb der Bruderschaft auslöst. Weshalb er kräftig improvisieren muss. Was am Ende vielleicht keine gute Idee war.
Ein eindrucksvolles Debüt
Mit Der Dämon im Schnee feiert eine Kreatur ihr Live-Action-Debüt, die in den Videospielen mit zu den gefährlichsten und tödlichsten Feinden überhaupt zählt. Ohne jetzt schon zu spoilern, was für ein Wesen das ist: Es ist ein eindrucksvolles Debüt. Das dazu führt, dass der Ghul zum ersten Mal in der Serie Angst zeigt. Etwas, was er noch nie zuvor getan hat. Und das beweist, wie viel Schiss er vor dem Wesen hat.
Nicht, dass Lucy ihm dabei eine große Hilfe ist. Im Gegenteil: Seine nervige Begleiterin zeigt sich in dieser Folge von einer etwas anderen Seite. Bedingt durch Drogen gibt sie sich aggressiver, extremer und schießwütiger, als sonst. Es ist schon beeindruckend, wie ausgewechselt sie durch die Drogen wirkt. So metzelt sie mit dem größten Vergnügen eine Schar wilder Ghuls nieder und findet daran Gefallen. Etwas, was bei ihr in einem normalen Zustand nicht der Fall wäre.
Leider ist das auch ein Element der Episode, das nicht so gut gelungen ist. Hier steht sich die Serie selber im Weg, denn der zynische und übertriebene Humor will in diesem Fall einfach nicht zünden.
Intrigen überall
Im Vergleich dazu können die anderen Handlungen dieser Folge deutlich besser überzeugen. Auch wenn natürlich von vorneherein klar ist, dass der Plan von Maximus, einen Bürgerkrieg zu verhindern, nach hinten losgehen muss. Aber wie dies geschieht, was er alles für Anstrengungen unternimmt, seinen Plan umzusetzen und wieso dieser dann am Ende doch noch scheitert, das ist beeindruckend und spaßig inszeniert. Vor allem deshalb, weil man sich am Ende fragt, wie das weitergeführt werden soll?
Spannend sind auch die Handlungen in Lucys Heimat, den Vaults 31-33. Wo man zum einen sieht, wie die Vorsteherin ihres Heimatvaults Betty an mehreren Fronten zu kämpfen hat. Zum einen muss sie sich gegen die Wasserknappheit wehren, zum anderen gegen den frechen Ronnie, der ihre Autorität mit seinen Parties, wo es Essen und Trinken scheinbar im Überfluss gibt, ausnutzt. Und dann ist da noch ihre Kollegin von Vault 32, die nicht sonderlich kooperativ erscheint.
Besonders Letzteres ist spannend. Weil das Gespräch zwischen den beiden Aufsehern von Woody belauscht wird. Der seine Beobachtung bei Steph, der Aufseherin von Vault 32 berichten will, die ihn jedoch gnadenlos abblitzen lässt. Sie scheint von seinem Lauschangriff nicht amüsiert zu sein und scheint diesbezüglich noch etwas zu planen.
Ich habe ein Geheimnis
Und dann ist da noch Lucys Bruder Norm. Er hat dieses Mal nicht so viel Handlungszeit. Aber dafür ist es immer noch ein wichtiger Plot, der zwischen ihm und den befreiten Vorsitzenden Misstrauen säht. Denn es hat den Anschein, als ob diese einige Geheimnisse vor ihm haben.
Es ist keine perfekte Episode. Aber dafür immer noch eine, die einen gut unterhält.
Info
Drehbuch: Jane Espenson
Regie: Stephen Williams
Showrunner: Graham Wagner, Geneva Robertson-Dworet
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