Das Schicksal von Isabella Trent nimmt in diesem Roman eine außerordentliche Wendung.

Alles, nur kein Stillstand
Zwei Jahre sind der letzten Expedition von Isabella Trent vergangen. Es wird also Zeit für eine neue. Und diese soll sehr umfangreich werden. Sie will nämlich mit einem Schiff die Welt bereisen und so die einzelnen Drachenarten erforschen.
Es ist ein riskantes Unterfangen. Weshalb sie dieses Mal nicht nur ihre vertrauten Freunde mitnimmt. Sondern ebenso ihren Sohn Jake, der neun Jahre alt ist. Was sie nicht ahnt, ist, dass diese Reise ihr Leben gründlich auf den Kopf stellt.
Marie Brennan ist niemand, der den Stillstand mag. Ihre Charaktere entwickeln sich mit jedem Abenteuer weiter, werden älter und machen neue Erfahrungen. Das macht Lady Trents Memoiren 3: Die Reise der Basilisk besonders deutlich.
Eine wichtige Person
Vordergründig ist dies einfach nur ein weiteres Abenteuer von der Titelheldin der Autorin. Aber in Wahrheit stellt sie hier die Weichen für die noch kommenden Romane der Reihe. Weil sie hier nämlich eine Figur einführt, die später wichtig wird.
Es handelt sich um Suhali, der genauso wie Isabella Trent drachenverrückt ist. Er ist kein Scriländer und hat einen anderen Glauben, als die Titelheldin. Aber die beiden ergänzen sich perfekt. Vor allem, weil Suhali im Besitz eines Geräts ist, mit dem man lange Zeit tauchen kann, nämlich eine Tauchglocke. Was dann später im Verlauf der Story noch relevant wird.
Natürlich sind sie nicht die einzigen Figuren. Sehr schön ist, dass Marie Brennan dieses Mal auch den Sohn von Iseballa Trent mit in die Geschichte einbaut. Jake ist neun Jahre alt und es ist das erste Mal, dass er mit seiner Mutter auf ein solches Abenteuer aufbricht. Man merkt im Laufe der Erzählung sehr schön, was ihm gefällt und was nicht. Vor allem aber auch, wie sich die Beziehung zu seiner Mutter im Laufe der Zeit entwickelt.
Schiffsbruch mit Folgen
Die Reise selbst entwickelt vorhersehbar unvorhersehbar. Wiederholt gelangt die Expedition von Isabella Trent in neue Problematiken. Sie muss sich mit Krankheiten, politischen Verwicklungen und Naturkatastrophen auseinandersetzen. Ständig kommt sie in neue Situationen, die sie herausfordern. Die sie dann aber mit Charme und Chuzpe meistert.
Interessant wird die Geschichte vor allem auch dann, wenn die Expedition im zweiten Teil der Story Schiffbruch erleidet. So kann sich die Autorin sehr darauf fokussieren, ein für diesen Teil des Romans wichtiges Volk in allen Details darzustellen. So gibt es bestimmte Figuren, die in der Gesellschaft eine besondere Rolle spielen. Und Lady Trent muss an einer Stelle sogar eine Ehe eingehen, um gewisse Privilegien zu erhalten.
Eines aber bleibt unverändert: der Wissensdurst von Isabella Trent. Sie will alles über die Drachen wissen. Und macht so neue Entdeckungen.
Was ist geschehen?
Natürlich kommen auch hier Überreste der Drakhen-Zivilisation vor. Es ist schön, dass die Autorin dieses Mysterium nicht vergessen hat. Sondern immer wieder auftreten lässt. Wodurch man gerne wissen möchte, wodurch sie untergegangen sind. Eine Antwort darauf gibt dieser Roman allerdings nicht.
Über weite Teile ist dies wieder ein großartiges Buch. Doch der letzte Akt zieht sich. Man hat das Gefühl, die Autorin will hier etwas breitwälzen und so Seiten schinden. Was für eine talentierte Schriftstellerin, wie es Marie Brennan ist, sehr außergewöhnlich ist. Das und ein vollkommen übertriebenes Finale lassen diesen Band zum bislang schwächsten dieser ansonsten grandiosen Reihe werden.
Info
Autorin: Marie Brennan
Originaltitel: The Memoirs of Lady Trent 3: Voyage of the Basilisk
Übersetzung: Andrea Blendl
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 07/2018
Einband: Taschenbuch
Seiten:416
ISBN: 978-3-95981-660-1
Sonstige Informationen: Produktseite
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