Es zeigt sich, dass wenn Eltern das Beste für ihre Kinder im Sinn haben, dies nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt.
Ein etwas anderes Wiedersehen
Im Jahr 2017 leben Kentaro (Ren Watabe) und Hiroshi (Takehiro Hira) auf der Apex Station auf Skull Island. Dabei erzählt der Vater seinem Sohn, dass er 2014 durch einen Tunnel zu Axis Mundi, der Inneren Welt gereist ist. Und als er wieder zurückkam, war in der realen Welt ein ganzes Jahr vergangen. 1958 beziehen Keiko (Mari Yamamoto) und Bill Randa (Anders Holm) größere Büroräume. Lee Shaw (Wyatt Russell) will allerdings zunächst nicht Teil von diesem größeren Monarch werden. Ehe er auf seinen Vater wiedertrifft, der besondere Pläne mit ihm vorhat, die ihm allerdings nicht gefallen dürften.
In der Handlungsgegenwart findet die Trauerfeier für Hiroshi statt. Kentaro stößt dabei seine Halbschwester Cate (Anna Sawai) von sich, da er sie für den Tod ihres Vaters verantwortlich macht. Unterdessen trifft Lee Shaw (Kurt Russell) auf einen alten Bekannten wieder. Dr. Suzuki (Leo Ashizawa), mit dem er zuletzt in den 1950er Jahren zusammengearbeitet hat, schaut vorbei, um sein Beileid zu bekunden. Und lädt anschließend die Gruppe zu sich nach Hause an. Nur Kentaro kommt nicht mit. Stattdessen wird er einige Zeit später von May (Kiersey Clemons) besucht und versucht seinen Kummer und Zorn im Alkohol zu ertrinken. Bis ihn ein junges Mädchen anspricht, dass ihn für Apex anwerben möchte.
In Requiem gibt es endlich wieder ein Wiedersehen mit King Kong und Godzilla. Wenn auch etwas anders, als gedacht. Der Riesenaffe taucht beispielsweise nur in einer Rückblende auf. Derweil die stets miesgelaunte Riesenechse ihren Auftritt in einem Albtraum hat. Trotzdem ist es schön, beide wieder zu sehen.
Ein Disput
Dabei handelt es sich um eine ruhige Folge, was nach den Ereignissen von Furusato nicht verkehrt ist. Im Zentrum stehen hierbei die Figuren, derweil gleichzeitig auch die Weichen für die restliche Season gestellt werden. Wobei hier die üblichen Paarungen und Gruppierungen aufgebrochen werden und neue gebildet werden.
Ausschlaggebend ist hierfür vor allem der Auftritt von Dr. Suzki. Den Charakter hat man zuletzt ihn Die Achse der Welt gesehen, wo er aus Versehen dafür sorgte, dass Lee Shaw 1963 für 30 Jahre in der inneren Welt verschollen war. Doch in der Gegenwart ist der alte Shaw deswegen nicht nachtragend, sondern ist einfach nur froh, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Es ist ein schöner Rückgriff auf die erste Staffel. Das einzige Manko dieser Szene ist die Tatsache, dass die Maske des alten Suzukis unglaubwürdig wirkt.
In jedem Fall beginnt sich hier die Gruppe um Lee Shaw, Dr. Suzuki, Keiko und Cate zu trennen. Auslöser ist der Plan von Lee Shaw, auf lange Sicht Godzilla und Titan X jenseits aller Zivilisation anzulocken und aufeinandertreffen zu lassen. Womit die Frauen nicht einverstanden sind. Es ist ein interessanter Disput, der hier ausgetragen wird. Vor allem aber auch einer, bei dem man beide Seiten nachvollziehen kann. Lee geht es darum, nicht länger darauf zu warten, dass Big G irgendwann auftaucht, um die Menschheit zu schützen. Derweil die Frauen die Titanen nicht als Haustiere ansehen und sie lieber zunächst verstehen wollen.
Schon wieder kein Plot mehr?
In jedem Fall sorgt dies dafür, dass beide Teams voneinander getrennt operieren. Und dabei auf Ergebnisse stoßen, mit denen sie so zunächst nicht gerechnet haben. Lee Shaw findet heraus, dass die Zeitdilatation zwischen Axis Mundi und der realen Welt für große Probleme sorgen kann. Derweil Keiko und Cate herausfinden, dass Titan X anscheinend verletzt und/oder verwirrt ist. Was sich daraus ergeben wird, muss sich erst noch zeigen.
Der Plot um Kentaro ist dagegen komplett anders geartet. Anscheinend ist er nun damit dran, ein eigenes Abenteuer, losgelöst von den anderen zu erleben. Und auch, wenn die Art und Weise wie dies herbeigeführt Monarch-Üblich sehr dick aufgetragen ist, ist es eine interessante Entwicklung. Allerdings eine, die einen zu Beginn, vermutlich unbeabsichtigten, Nebeneffekt hat.
Denn im Prinzip fühlt sich Mays Auftritt hier wie ein Schlussstrich an. Sie darf noch einmal mit Kentaro reden, klar machen, dass sie ihn nicht liebt und dann ist ihr Beitrag zur Handlung vorbei. Wodurch sie wieder ohne eigenen Plot ist, wie bereits zu einem ähnlichen Zeitpunkt in der ersten Season. Es ist natürlich möglich, dass sie irgendwo anders auftauchen wird. Aber es steht zu befürchten, dass sie dann erneut wieder nur zu einer Randfigur verkommt, was verdammt schade wäre.
Ein bekannter Namer
Sobald sie jedoch Kentaro verlassen hat, wird es wieder interessant. Apex Technologies macht erneut seine Aufwartung und versucht ihn zu rekrutieren. Allerdings dieses Mal durch eine Person, die Verbindungen zu den Monsterverse-Filmen hat und nicht so sehr zur Serie. Im Prinzip wird hier ein Name fallen Gelassen, der vor allem Godzilla vs. Kong-Sehern bekannt vorkommen dürfte. Und die Gründe, die für diesen Rekrutierungsversuch verwendet werden, wirken zumindest oberflächlich glaubwürdig.
Es wird vieles dafür getan, um die Motivation für Kentaros Entscheidung am Ende der Folge glaubwürdig wirken zu lassen. Im Prinzip wird hier seine Ablehnung gegenüber Cate, die er als Schuldige für den Tod seines Vaters sieht, hierfür genutzt. Auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise.
Am Ende hat man jede Menge neue Erkenntnisse und Plots. Und noch ist unklar, inwiefern das alles dann zusammenfließen wird. Oder ob hier bereits auf Godzilla vs. Kong hingearbeitet wird. Aber trotz einiger Schwächen ist dies wieder eine gute Folge.
Informationen
Regie: Jeff F. King
Drehbuch: Maria Melnik
Showrunner: Chris Black
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