Mit diesem Buch endet hierzulande offiziell die Romanreihe. International ging sie noch etwas länger.

Deutschlandfinale
Das Blatt hat sich endgültig zu Gunsten für das Kaiserreich Charis gewendet. Es konnte in der Siddarmark einen grandiosen Sieg einfahren. Und auch in anderen Bereichen von Safehold sieht es danach aus, als ob dieser Weltkrieg bald vorbei ist.
Das liegt vor allem an zwei Sachen. Zum einen hat das Kaiserreich immer noch einen innovativen Vorsprung, so das es auch jetzt in der Endphase Erfindungen auspackt, die die Gegenseite nicht hat. Und zum anderen gibt es welche, die von der Kirche genug haben und heimlich in einem Land einen Umsturz planen.
Kampf um Safehold ist hierzulande der vorletzte Nimue Alban-Roman. Doch wie schon eingangs erwähnt, gilt dies wirklich nur hier im deutschen Sprachraum. Denn in den USA ist noch ein weiterer Band erschienen, der die Nachwehen des Kriegs beschreibt. Ob dieser Roman irgendwann auch hier erscheint, steht in den Sternen. Wenn man jedoch von David Webers anderer großer Reihe, den „Honor Harrington“-Geschichten, ausgeht, wo ja ebenfalls noch einige letzte Romane auf die Übersetzung warten, ist ein Erscheinen des finalen Buchs übersetzt eher zweifelhaft.
Ein Best-Off
Letzten Endes kann man nur froh sein, dass die Reihe endlich ihren Abschluss findet. Sie mochte zwar unterhaltsame Augenblicke haben. Doch insgesamt überwog der Frust über die Unzulänglichkeiten der Geschichten. Die nur zum Teil der Tatsache geschuldet waren, das Bastei wiederholt die US-Vorlagen auf zwei Bücher aufteilte, was dann häufig zu Ungunsten der Spannungskurve ging.
Das zeigt sich auch in Kampf um Safehold. Wo die Geschichte einfach so aufhört, ohne, dass es wirklich Sinn macht. Weshalb man entsprechend auf den finalen deutschen Band warten muss.
Die Erzählung selbst liest sich wie eine Art Best-Off diverser Heldengeschichten. Wo die Heroen vor einem überwältigenden Sieg stehen. Und die Gegenseite ihnen schon fast nichts mehr entgegenzusetzen weiß. So weit, so langweilig.
Keine wirkliche Mühe
Interessant ist allerdings, dass David Weber hier anfängt, die ersten Konsequenzen der sich ankündigenden Niederlage zu schreiben. Er beschreibt, dass es in einigen Reichen anfängt zu brodeln, das alte Rechnungen beglichen werden, kurz: Dass wenn dieser Krieg vorbei ist, sich so einiges verändern wird.
Gleichzeitig hat man jedoch auch das Gefühl, dass er beim Schreiben von Kampf um Safehold Zeilen geschunden hat. Denn es gibt einen Plot, in dem es um eine neuerliche Verschwörung gegen Kaiserin Sharleayan geht. Und solche Verschwörungen gab es in der Historie der Reihe schon jede Menge. Die natürlich allesamt für die Beteiligten nicht gut ausgingen. Dementsprechend fühlt sich dieser Plot unnötig und nervig an.
Genauso nervig, wie es die Antagonisten sind. Die natürlich in den denkbar schlechtesten Lichtern dargestellt werden. Auch das kennt man von David Weber: Dass er sich nicht die Mühe macht, glaubwürdiger oder unterhaltsame Gegenspieler darzustellen.
Die Guten sind gut, die Bösen sind böse und die langen Dia- und Monologe nervig. Es ist alles bekannt und alles nervig. Weshalb man auch froh ist, dass dies der vorletzte Band der Reihe ist. Denn damit hat das „Leiden“ bald ein Ende.
Info
Autor: David Weber
Originaltitel: At the Sign of Triumph, Teil 1
Übersetzer: Ulf Ritgen
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 09/2019
Einband: Taschenbuch
Seiten: 734
ISBN: 978-3-7325-7397-4
Sonstige Informationen: Produktseite
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