Dies ist der Auftakt zu einer weiteren Staffel der ambitioniertesten Netflix-Serien überhaupt.
Ein großes Wagnis
Es war ein Wagnis, dass Netflix vor ein paar Jahren einging. Man wollte mit One Piece, den erfolgreichsten und bekanntesten Manga aller Zeiten, realverfilmen. Zu diesem Zweck wurde viel Geld investiert und ein internationaler Cast zusammengestellt. Und das Risiko ging auf. Die erste Season wurde für den Streamingdienst ein Riesenerfolg.
Dementsprechend wurde dann auch die zweite Season in Auftrag gegeben. Und während diese produziert wurde, wurde die Serie ebenfalls noch gleich für die dritte Staffel verlängert.
Die zweite Season sollte den Rest der East Blue-Saga und den Großteil der Arabasta-Sage adaptieren. Beim Maincast sollte es dann entsprechend einige Veränderungen geben. Die Darsteller von Monkey D. Garp, Buggy der Clown und Coby wurden zu Gast-Schauspielern heruntergestuft, was jedoch mit der Vorlage zu tun hatte.
Neue Figuren und wie sie umgesetzt werden
Es sollten dafür gleich mehrere neue Figuren eingeführt werden. Am wichtigsten sollten Nefertari Vivi, Nico Robin und Tony Chopper werden. Vor allem bei letzterer Figur sollte es interessant werden, wie sie umgesetzt werden würde, da sie ein eindeutig nicht-menschlicher Charakter ist. Über die jeweiligen Schauspieler wird dann etwas geschrieben, sobald sie ihren Auftritt haben.
Die Produktion der zweiten Season sollte problemlos klappen. Und sie sollte am 10. März ihre Premiere feiern. Mit wieder beeindruckenden Zahlen.
Monkey D. Ruffy, Sanji, Zorro, Nami und Lysop kommen in Loguetown an, dem letzten Stopp, bevor sie in die Grand Line weiterreisen. Ein Teil von ihnen will Einkaufen gehen. Sanji will neue Vorräte besorgen, Zorro braucht zwei neue Schwerter und Nami will allgemein shoppen gehen. Monkey hat derweil andere Pläne. Denn Loguetown ist die Stadt, in der damals Gol D. Roger hingerichtet wurde. Und er möchte den Hinrichtungsplatz besuchen.
Ein leiser Anfang
Doch unterwegs lauern ihm zwei alte Bekannte auf. Buggy der Clown und Alvida haben sich miteinander verbündet, um sich an dem Strohhut zu rächen. Dank Alivdas neuen Fähigkeiten können sie ihn überwältigen, in Ketten aus Seestein fesseln, womit er nicht mehr seine Kräfte einsetzen kann und machen ihm einen Prozess. Dessen Urteil von vorneherein feststeht: Er soll hingerichtet werden. Nur, dass die Marine, seine Freunde und auch andere etwas dagegen haben.
Der Start der zweiten One Piece-Staffel ist anders, als man es erwartet hätte. Anstatt mit einem großen Actionstück direkt zu Beginn aufzuwarten, ist Das Anfang und das Ende überwiegend ruhig. Und bietet so genügend Platz für seine Charaktere.
Was als normale Einkaufstour anfängt, entwickelt sich schnell zu einem Mittel zum Zweck, um neue Figuren einzuführen, alte Charaktere mit Upgrades vorzustellen und so auch Plots anzufangen, die die kommenden Folgen und Staffeln wichtig sein werden. Als Beispiel sei Captain Smoker und seine Untergebene Tashigi genannt. Beide sind Marines, wobei er dank einer Teufelsfrucht seinen Körper in Rauch verwandeln kann, derweil sie ein ziemlicher Nerd ist, was Schwerter angeht. Dabei ist die Art und Weise, wie sie vorgestellt werden, ein ziemlicher Kontrast zu Axe Morgan aus der ersten Season.
Eine Abweichung
Smoker beispielsweise mag keine Piraten und verfolgt sie gnadenlos. Doch als ein kleines Mädchen mit einem Eis gegen ihn stößt, entschuldigt er sich, dass seine Hose wohl ihr Eis gegessen hat. Und gibt ihr Geld, um sich ein neues zu kaufen. Was deutlich zeigt, dass er nicht machtversessen ist, wie sein „Kollege“.
Tashigi hingegen sorgt zunächst dafür, dass Zorgo neue Schwerter kriegt. Nur um sich dann später mit ihm zu messen und sogar lange Zeit mit ihm mithalten zu können. Wobei ihr die Niederlage wurmt.
Interessanterweise weicht die Serie dann am Ende von der Vorlage ab. Als nämlich Tashigi ihren Frust im Alkohol ertränkt und eine mysteriöse Frau mit ihr Kontakt aufnimmt und ihr eine Karte gibt. Diese Frau wurde bereits zu Anfang der Folge prominent eingeführt. Es handelt sich dabei um Miss all Sunday, aka Nico Robin. Kenner der Vorlage wissen natürlich um die Bedeutung dieser Figur.
Ein großartiger Cast
Und hier zeigt die Serie wieder ihr Händchen fürs Casting. Denn Nico Robin wird von der Deutsch-Russin Lera Abova dargestellt, die zuvor überwiegend als Modell arbeitete und noch nicht so viel Schauspielerfahrung hat. Doch wenn man sie in den Interviews sieht und ihr Auftreten in dieser Episode, dann ist sie perfekt ausgewählt worden. Weil sie dieselbe ruhige Aura und Eleganz hat, wie sie die Figur auch im Manga hat.
Allgemein muss betont werden, wie großartig der Cast ist. Und wenn man sich die diversen Behind the Scenes-Aufnahmen anguckt, dann erfährt man, dass die Darsteller sich ihren Rollen wirklich mit aller Kraft widmen. So hat Taz Skylar seine Kochkünste ausgebaut und seinen Körper weiter trainiert. Und damit ist er nicht der einzige.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Realserie von der Vorlage abweicht. Auch direkt zu Beginn wird eine Szene eingebaut, in der Gol D. Roger mit Monkey D. Garp redet und ihn bittet, auf seinen Sohn aufzupassen. Was ein Element des Mangas ist, dass in diesem erst sehr viel später auftauchen sollte.
Ein Auftakt nach Maß
Es ist definitiv ein Auftakt nach Maß. Weil wirklich jede Figur des Casts zu tun kriegt. Und gleichzeitig glänzen kann. Was sich besonders im finalen Akt der Folge zeigt, als Monkeys Crew zusammen ihn befreit. Wobei sie tatkräftige Unterstützung eines mysteriösen Mannes erhalten, der namentlich nicht genannt wird. Wobei natürlich auch hier Kenner der Vorlage wissen, wer er ist.
Die Auftaktfolge ist spannend und großartig. Man sieht im positiven Sinne, wie viel Geld Netflix in die Hand genommen hat, um den Manga adäquat umzusetzen. Die Liebe zum Detail merkt man überall. Wenn selbst unbedeutende Charaktere, die nur für Sekundenbruchteile zu sehen sind, dem verrückten Design Odas gleichen, dann weiß man, dass die Macher den Manga lieben. Und ihm wirklich gerecht werden wollen.
Dementsprechend kann man sich auf die kommenden Folgen freuen. Denn wenn sie ähnlich gut wie diese Episode werden, dann kann es nur großartig werden.
Informationen:
Drehbuch: Matt Owens & Ian Stokes
Regie: Emma Sullivan
Showrunner: Matt Owens und Joe Tracz
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