Star Trek Lower Decks
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Review: Star Trek Lower Decks 23 – Das Psycho-Gestein

Lesezeit circa: 4 Minuten

Das Psycho-Gestein sorgt für allerhand Turbulenzen.

Alter Alltag, neuer Aufgabenbereich

Ein besonderes Gestein sorgt auf Jengus IV dafür, dass die geheimsten Träume von Personen in der Nähe wahr werden. Die Cerritos und ihr Schwesterschiff, die Carlsbad, sollen helfen, aufzuräumen und einen Außenposten der Föderation, der mit auf der Welt ist, zu verlegen. Doch dann beginnen die Dinge schiefzulaufen.

Derweil hat D’Vana Tendi (Noël Wells) ihren ersten Tag als Trainee der Wissenschaftsoffiziere. Ihr Mentor ist dabei der Counselor des Schiffs, Dr. Migleemo (Paul F. Tompkins), der ihr sagt, dass es ihre Aufgabe als Wissenschaftsoffizier ist, in der Gegenwart des Captains der Wissenschaft Gehör zu verschaffen. Etwas, was sie gleich am ersten Tag ausprobieren soll.

Das Psycho-Gestein ist endgültig eine Rückkehr zur alten Lower Decks-Norm, wobei hier aber auch gleichzeitig ein Element aus der zweiten Season aufgegriffen und weiterentwickelt wird. Das ist in diesem Fall der veränderte Zuständigkeitsbereich von D’Vana Tendi, die nicht mehr länger auf der Krankenstation dient, sondern den Wissenschaftsoffizieren zugeteilt worden ist.

Gruppenfokus

Dementsprechend erlebt man in dieser Folge ihren ersten Arbeitstag mit. Der natürlich, wie es für Lower Decks typisch ist, anders abläuft als gedacht. Das fängt schon damit an, dass ihr Mentor ausgerechnet der Counselor des Schiffes ist. Der sich zwar jede nur erdenkliche Mühe gibt, sie zu unterstützen, doch gleichzeitig wird auch gesagt, dass sie seine erste Betreute ist, was schonmal nicht viel Anlass zur Hoffnung gibt.

Der andere Plot von Das Psycho-Gestein dreht sich um das, was auf dem Planeten Jengus IV stattfindet. Hier erlebt man damit, was Mariner, Boimler und Rutherford erleben. Am Anfang der Folge wird dann auch die Disziplinarmaßnahmen erwähnt, die Mariner ja zu Beginn der aktuellen Season aufgebrummt wurden. Dies beschränkt sich jedoch „nur“ darauf, dass Ransom sie anweist, dass sie auf der Oberfläche auf Lieutenant Steve Stevens hören soll.

Da dieser allerdings dann recht schnell aus der Handlung rausgeschrieben wird, spielt dieser Befehl bald keine Rolle mehr. Stattdessen erlebt man, wie sie und ihre Freunde, sowie ihre Gegenstücke von der Carlsbad ein Abenteuer erleben. Der Fokus liegt dabei weniger auf ihr alleine, als vielmehr auf der Gruppe an sich.

Interessante Träume und Alpträume

Natürlich werden die Fähigkeiten von Das Psycho-Gestein genutzt, um einige der geheimen Träume und Alpträume der jeweiligen Crewmitglieder dem Zuschauer zu zeigen, die durchaus interessant sind und einige Theorien bestätigen. Dass Rutherford beispielsweise von einer Leah Brams träumt, die ihn einlädt, gemeinsam mit ihr den Antrieb für die Galaxy-Class zu gestalten. Doch dass Mariner von einer im Bikini gekleideten Jennifer träumt, lässt dann tief blicken und zeigt im Prinzip, dass sie Gefühle für ihre einstige Rivalin hegt. Mal sehen, was daraus sich noch entwickeln wird.

Witzig sind anschließend die Alpträume, die sie jeweils haben. Es handelt sich hier dabei um Sachen wie klingonische Killerclowns mit Bat’leths statt Armen oder einer Borgschlange. Eben Sachen, die irrational wirken, und dann am Ende dazu führen, dass es den Besatzungsmitgliedern der Schiffe gelingt herauszufinden, was wirklich hinter allem steckt. Dabei ist dies eine Gemeinschaftsleistung, zu der jeder etwas beiträgt.

Interessant ist dabei, dass man hier in Das Psycho-Gestein erfährt, was für einen Ruf die Cerritos teilweise in der Sternenflotte genießt. Es ist nicht so einer, wie man meint, was vielleicht die größte Überraschung dieser Folge ist. Und es ist gleichzeitig ein netter Twist, wo mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt wurde.

Ein unmögliches Gebaren

Auch D’vana wird indirekt in die Ereignisse auf dem Planeten verwickelt. In ihrem Fall geht es darum, dass sie sich nicht durchsetzen kann, dass sie von dem Captain übertönt und ignoriert wird. Was sie deutlich knickt. Erst ein Gespräch mit ihrer einstigen Mentorin, der Ärztin Dr. T’Ana, baut sie wieder auf und gibt ihr das nötige Selbstvertrauen, um erfolgreich in einer verfahrenen Situation einzugreifen.

Die allerdings deshalb so verfahren ist, weil sich Captain Freeman danebenbenimmt. Man hat sie in früheren Folgen zwar als durchaus engstirnig kennengelernt, doch geschah das meistens nur im Kontext mit ihrer Tochter. Dieses Mal wirkt aber ihr Gebaren völlig daneben und out of Character. Keine Ahnung, was sich die Macher dabei gedacht haben, hiermit wird die Figur mehr beschädigt als weiterentwickelt.

Trotzdem ist Das Psycho-Gestein eine gelungene Episode.

warpshop

Warpskala

Warpskala
8 10 0 1
8/10
Total Score

Positiv

  • Die Träume und Alpträume der Crew auf Jengus IV
  • D'Vanas erster Arbeitstag im neuen Zuständigkeitsbereich

Negativ

  • Captain Freemans Benehmen
Götz Piesbergen

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