Auch wenn diese Episode actionreich inszeniert worden ist, bleibt am Ende ein Gefühl der Langeweile zurück.
Nett, aber nicht überragend
Charlie (Nicolas Cantu), Mike (Darren Barnet) und einer der Söldner fliehen vor einer hundeartigen Kreatur, von der der Glücksritter meint, dass es sich dabei um das Haustier von Annie handelt. Viel Zeit, dies näher zu erklären, bleibt ihm allerdings nicht, da er schon kurz darauf von einem krokodilartigen Monster gefressen wird. Das jagt anschließend die beiden Jungs quer über die Insel.
Cap (Benjamin Bratt), Irene (Betty Gilpin) und die Söldner versuchen derweil, von der Insel runterzukommen. Was leichter gesagt ist, als getan, da sie für einige Kreaturen anscheinend gefundene Leckerbissen sind. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, zeigt sich, dass vor der Insel ein riesiger Krake jegliche Möglichkeit zu fliehen zerstört, wie sich anhand eines nahenden Helikopters zeigt.
Bislang war die Skull Island-Animationsserie recht nett, aber nicht überragend. Dieses Gefühl wird mit Auf der Jagd noch mal verstärkt. Einerseits geschieht hier viel Spannendes. Doch andererseits bleibt am Ende der Eindruck zurück, dass die Serie zwar Potenzial hätte, es jedoch nicht ausschöpft. Der Charakter- und Handlungsfortschritt fällt eher minimal aus. Aber das ist ein Problem, das auf viele aktuelle Trickserien zutrifft, die auf den diversen Streamingdiensten zu sehen sind.
Animationstechnisch nicht überzeugend
Diese Episode fängt eigentlich vielversprechend an. Man sieht einen No-Name-Charakter, der einige Infobrocken von sich gibt und danach von einem Krokodilmonster umgebracht wird. Daran merkt man, dass er seine Schuldigkeit getan hat und er so aus der Serie rausgeschrieben wird.
Die anschließende Verfolgungsjagd zeigt dabei nochmal besonders schön die Animationsprobleme, die Skull Island hat. So sind die Schatten hier billige Photoshop-Effekte. Und bei einigen Szenen merkt man, dass hier nur das Geschehen vor einen spärlich animierten Hintergrund montiert wurde, was natürlich den Gesamteindruck trübt.
Immerhin wird es danach besser. Der Moment, wo Mike und Annie miteinander reden, ist humorvoll, da sie ihn fragt, ob dies ein Verhör ist. Es aber auch informativ. So erfährt man, dass sie von einer anderen Insel kommt und sie dort ihren Hund, wie sie das Monster nennt, kennengelernt hat. Hier wird noch mal betont, wie naiv sie in zwischenmenschlichen Belangen ist, was sicher in kommenden Folgen von Relevanz sein wird.
Mehr Infos wären nett
Parallel dazu erlebt man mit, wie die Gruppe von Söldnern sich ihren Weg über die Insel bahnen, und dabei wiederholt mit der seltsamen Flora und Fauna des Eilands konfrontiert sind. Wirklich viel Tiefe erhalten die meisten von den angeheuerten Glücksrittern nicht. Die einzige Person, von der man mehr erfährt, wird dann auch kurze Zeit später zum Opfer eines Riesenadlers, der ihn kurzerhand fortschleppt. Wobei er es vermutlich überlebt haben dürfte, da man weder sieht, wie er getötet wird, noch erblickt man seine Leiche. Beides Anzeichen dafür, dass er vermutlich in künftigen Episoden zurückkehren dürfte.
Der Rest der Gruppe darf dabei ein paar Sätze sagen und man sieht, dass sie unterschiedlich aussehen. Aber es fehlt an Momenten, wo ihre Persönlichkeiten hervorgehoben werden. Eine scheint eine Wissenschaftlerin zu sein, derweil der andere, groß gewachsen und muskelbepackt, wohl für den Kampf zuständig ist. Hier wären ein paar mehr Infos hilfreich.
Die einzige Figur der Söldnergruppe, die nicht im Ungefähren bleibt, ist Irene. Sie ist die Anführerin der Gruppe. Sie bestimmt, wo es lang geht, und kann in dem einen Moment freundlich und jovial sein, nur um dann im nächsten jemanden eine Pistole an den Kopf zu halten. Dadurch wirkt sie unberechenbar, aber im positiven Sinne.
Am Ende bleibt einem nur zu sagen, dass die Reihe hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.
Info
Drehbuch: Brian Duffield
Showrunner: Brian Duffield
Regie: Danny Araya
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