Das fünfte Kapitel macht genau da weiter, wo das vierte aufgehört hat. Die Kinder konnten nicht gerettet werden und Vecna scheint fast am Ziel angelangt zu sein.
Hawkins
Will kniet im Innenhof der provisorischen Basis und macht sich schwere Vorwürfe. Warum hat er nicht früher gehandelt? Die Kinder sind alle weg und die Passagen geschlossen. Joyce sagt ihm, wie stolz sie auf ihn ist. Bevor weitere Soldaten auftauchen, ziehen sie sich in die Tunnel zurück, wo sie Lucas aufsammeln. Die neue Information, die Will geben kann ist, dass Vecna die Kinder als Hüllen benutzt.
Zurück im Hauptquartier schlägt Joyce vor, dass Will sich erneut mit dem Schwarmbewusstsein verbindet und dann einfach Vecna tötet. Das ist natürlich alles andere als leicht. Will hat schließlich keine eigenen Kräfte, er stiehlt sie nur von Vecna. Die Sinclairs haben beide gleichzeitig eine Idee. Erica schlägt vor – da Dustin nicht da ist und sie seine Kenntnisse brauchen, um weitere Trecker zu bauen –, sich einfach an Mr. Clark, den Lehrer und Dustins Mentor zu wenden. Und Lucas möchte einen toten Demogorgon mit starker Hitze wiederbeleben. Sie gehen beide Ideen an. Von Erica hören wir in dieser Folge aber nichts mehr.
Während Robin und Will den Funkturm mit Kabeln versehen, danken sich beide gegenseitig. Will ist überrascht, als Robin ihm anvertraut, dass die erste Person, die sie über ihr Anderssein informiert hat, Steve war. Außer Steve weiß es auch nur Vicki und jetzt Will. Am Ende dieser Staffel wird Will sich sicherlich noch öffnen, wem gegenüber ist aber noch nicht klar.
Creel-Welt
Die Kinder erwachen einzeln um das Creel-Anwesen herum. Henry bringt sie alle ins Wohnzimmer und erklärt ihnen, dass er eine fremde Welt entdeckt hat, die voller Licht ist, und diese auf die Erde ziehen möchte, um die Monster und die Dunkelheit zu vertreiben. Auf Hollys Frage, ob er nochmal weggeht, verspricht er ihr, nun immer bei ihr zu bleiben und sie zu beschützen. Das ist natürlich nicht das, was sie hören will. Sie schleicht sich davon und erzählt Max von Henrys Plan. Doch ihr ist jemand gefolgt. Zum Glück ist es nicht Henry, sondern nur Derek, der sofort erkannt hat, dass sie Henry durchschaut hat. Zunächst sind die Mädchen misstrauisch, doch als Derek ihnen von den anderen erzählt, schenken sie ihm Glauben. Der Plan ist nun, dass Derek Henry ablenkt, während sie einen Weg nach draußen suchen. Das Vorhaben scheint aufzugehen, Derek soll sich in der Höhle verstecken, doch leider verläuft er sich und landet in Henrys Armen.
Holly und Max starten an dem Ort, an dem Holly aufgewacht ist. Überraschenderweise befindet sich dort eine Tür, von der aus sie in das Haus der Wheelers gelangen. So hangeln sie sich von einer Erinnerung Henrys an Holly in die nächste, bis sie am Abend der Entführung angelangen. Sie sehen ein Tor, das direkt ins Upside-Down führt, aus Henrys Erinnerungen heraus. Doch wieder ist Max nicht schnell genug, und das Fenster schließt sich. Henry kommt die Treppe herunter und verwandelt sich langsam in Vecna.
Im Upside-Down
Als Dr. Kay die geheime Kammer aufbrechen lässt, gibt es dort keine Spur mehr von Elfie und Hopper. Kali ist nach wie vor an Ort und Stelle angeschnallt. Die Soldaten schwärmen aus, um draußen weiterzusuchen. Als sich Kay Kali nähert, stellt sich heraus, dass sie nur eine Illusion ist, erzeugt von Kali selbst. Die beiden Mädchen sind mit Hopper im Jeep unterwegs. Die Bombenweste liegt auf dem Rücksitz. Elfie ist wütend auf Hopper, da er sie und alle anderen angelogen hat. Ihr Training war umsonst, er wollte sie nie auf einen Crawl mitnehmen. Sein Plan war schon immer, Vecna zu finden und zu töten, und zwar durch eine Selbstmordaktion. Als sie beim Treffpunkt am Friedhof eintreffen, gibt es keine Spur von Dustin, Nancy, Jonathan und Steve. Sie sind verschwunden.
Angekommen am alten Labor von Dr. Brennan macht sich diese Gruppe auf die Suche nach dem Generator, der die Membranwand antreibt. Das ist zumindest Dustins Theorie. Es gibt zwei Möglichkeiten: nach oben oder nach unten. Steve möchte eigentlich mit Nancy gehen, doch diese entscheidet sich nach kurzem Zögern, mit Jonathan nach oben zu gehen. Steve und Dustin stoßen auf das Regenbogenzimmer. Steve findet es albern, dass es hier sowas wie eine Kindertagesstätte gab. Elfie hat ihnen wohl nicht alles erzählt, zumindest nicht Steve. Er zieht Dustins Idee ins Lächerliche, und die beiden geraten verbal aneinander. Dustin macht sich also alleine auf die Suche, während Steve im Regenbogenzimmer bleibt.
Auch Nancy und Jonathan geraten fast in einen Streit. Jonathan wirft ihr ihr Zögern vor, Nancy möchte aber jetzt nicht über ihren Beziehungsstatus diskutieren und lässt ihn stehen. Jonathan hat die Kassette mit dem Ring dabei, was wohl noch Bedeutung haben wird. Auf dem Weg nach oben findet Jonathan eine Tür mit einem geschmolzenen Türknauf. Er bricht sie auf und gemeinsam mit Nancy macht er sich auf den Weg nach oben. Die ganze Treppe ist weggeschmolzen. Sie stoßen auf tote Soldaten, die in den Boden und in die Wände eingeschmolzen sind. Es gibt keine Partikel in der Luft. Oben auf dem Dach erkennt Nancy am Himmel eine Art Strudel. Über Funk versuchen sie, mit Dustin und Steve in Kontakt zu treten.
Im Regenbogenzimmer folgt nach Dustins Rückkehr und erfolgloser Suche ein Wort dem anderen. Steve erkennt richtig, dass Eddie zwischen ihnen steht. Eddie, der beste Freund, den Dustin je hatte, der ihn so gut verstanden hat. Steve mag zwar eifersüchtig sein, sagt aber richtig, dass Eddie nicht den Helden hätte spielen müssen und sein Tod umsonst war. Dustin rastet aus und geht auf Steve los, der sich verteidigt und Dustin in Tränen zurücklässt. Dabei wurde allerdings auch das Funkgerät beschädigt. Durch ihren Kampf hat sich ein Spalt in der Wand geöffnet, und Dustin findet ein verborgenes Büro mit Büchern, Aufzeichnungen und einer ähnlichen Karte an der Wand, wie er sie selbst gezeichnet hat. Als er erkennt, was die Aufzeichnungen bedeuten, versucht er Nancy und Jonathan zu kontaktieren.
Sie hören sich kurz gegenseitig. Als Dustin jedoch erkennt, was die Notizen bedeuten, gelingt es ihm nicht mehr, Nancy und Jonathan zu erreichen. Seine Rufe, nichts zu unternehmen, weil sie sonst alle sterben, bleiben ungehört. Nancy schießt mit ihrem Gewehr mitten in den Strudel.
Wendung
Der tote Demogorgon wird auf dem Dach der Radiostation festgenagelt und mit den Starkstromkabeln verbunden. Robin schiebt den Regler auf halbe Kraft. Er beginnt sich zu regenerieren, und Will bekommt Zugang zum Schwarmbewusstsein. Er gelangt in die Creel-Welt und sieht durch die Augen Dereks, der zu den anderen Kindern zurückgeht. Nach dem Aufeinandertreffen mit Henry erzählt er den andern Kindern, dass Holly auf ein rothaariges Monster hereingefallen ist. Diese Info gibt Will an die anderen weiter. Lucas ist so erleichtert, dass das Bewusstsein von Max noch da ist.
Doch Holly und Max sind in großer Gefahr. Will gelingt es, in Vecnas Kopf zu wechseln. Gerade noch rechtzeitig, da Vecna im Begriff ist, Max zu erwürgen. Will ist stark genug, dass er Vecna veranlassen kann, Max fallen zu lassen. Er fordert sie mit Vecnas Stimme auf, wegzurennen. Darüberhinaus bricht er noch Vecnas Bein, bevor dieser ihn aus sich herauswerfen kann. Robin dreht die Stromzufuhr hoch und tötet den Demogorgon somit noch einmal.
Elfie entschuldigt sich bei Kali, dass sie sie nicht gesucht hat. Kali berichtet ihr, wie sie gefangen genommen und ins Labor gebracht wurde. Dr. Kay hat ihr immer wieder Blut abgezapft. Die Übertragung hat sie all ihrer Kräfte beraubt, doch konnte sie trotzdem vortäuschen, dass es ihr nicht gut ging. Sie entkam zwar den ersten Laborräumen, doch was sie nach dem Gang vorfand, hat sie gelähmt, und so konnte sie wieder überwältigt werden. Ihr Blut wurde schwangeren Frauen über Transfusionen zugeführt. Nur hat das Blut nichts genutzt, sondern die Frauen und ihre ungeborenen Kinder getötet. Schon damals war es das Blut von Henry und nicht die Drogen, das dafür gesorgt hat, dass Kinder mit Kräften geboren wurden. Henry ist nicht mehr da und das einzige übriggebliebene Kind, das ähnlich starke Kräfte wie er hat, ist Elfie. Deshalb will Dr. Kay sie haben, um Brennans Arbeit fortzuführen.
Fazit
Joyce Verhalten Will gegenüber hat sich komplett gewandelt. Nun hält sie ihn für so stark, dass er einfach Vecna besiegen kann. Das ist so ein unglaublicher Wechsel, dass er schwer nachvollziehbar ist. Natürlich will sie Hopper und Jonathan zurück haben, doch das alles wirkt sehr seltsam. In den ersten Folgen der Staffel wirkte es fast so, als wäre das Leben von Jonathan ihr egal. Ihr Plan ist zwar voller Euphorie, aber auch sehr risikoreich.
In der Creel-Welt haben wir es mit einer Max zu tun, die nun schon zweimal nicht auf den Ausgang zugelaufen ist. Hoffentlich befolgt sie nun Wills Rat, zu rennen. Holly fragt sie, ob sie auch gemeinsam mit ihr zurückgeht. Nach den Gesetzmäßigkeiten wäre es doch aber eigentlich so, dass sie zurückkehren könnte, Holly jedoch nicht. Das hat Max Holly aber wohl nicht gesagt. Max’ Körper befindet sich im Krankenhaus, und wenn ihr Bewusstsein in die reale Welt gelangt, wird sie wohl einfach aus dem Koma aufwachen. Bei Holly sieht es jedoch anders aus. Ihr Körper ist im Upside-Down in einer Membranwand angeschlossen, d. h. sie kann wohl nicht so einfach zurück. Wieder einmal spielt Gaten Matarazzo herausragend. Der Schmerz, Eddie verloren zu haben, veranlasst Dustin dazu, Steve von sich wegzustoßen. Steve ist eifersüchtig und ohnmächtig, weil er nicht weiß, wie er seinem Freund helfen soll.
Frank Darabont hat die Folge wieder gekonnt in Szene gesetzt. Die Spannung wird schnell aufgebaut und gut gehalten. Im richtigen Moment wird abgeblendet und der Faden zu einem späteren Zeitpunkt neu aufgenommen. So finden wir hier heraus, dass Dr. Kay Brennans Arbeit weiterführen will. Der Strudel, auf den Nancy schießt, könnte ein Wurmloch sein, das die Dimensionen stabil hält, bzw. die Mauer könnte die Realität vor der Dimension X schützen.
Info
Drehbuch: Curtis Gwinn
Regie: Frank Darabont
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Warpskala
WarpskalaPositiv
- Die Regie von Frank Darabont ist wieder ein Gewinn.
- Gaten Matarazzo verkörpert überzeugend Dustins Schmerz und Wut.
Negativ
- Joyce Verhalten ist wenig nachvollziehbar.
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