Stranger Things
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Stranger Things 4 – Kapitel 6: Auf Tiefgang

Lesezeit circa: 8 Minuten

Sowohl in Russland als auch in Hawkins gehen alle Beteiligten auf volles Risiko. Elfie kommt Schritt für Schritt ihren Erinnerungen auf die Spur.

An einem geheimen Ort wird der im Haus der Byers in Kalifornien angeschossene Agent Wallace hart verhört und gefoltert. Er soll verraten, wo sich Elfie befindet, denn das Militär geht davon aus, dass nicht irgendein Monster, sondern sie für die Morde verantwortlich ist. Es wird befürchtet, Owens könnte sie an die Russen ausliefern, die sie dann als Waffe missbrauchen würden.

Utah

Angekommen in Utah klingeln Argyle, Jonathan, Will und Mike bei einem großen Einfamilienhaus. Geöffnet wird ihnen von einem kleinen halbnackten Kind, das sich als indigener Einwohner verkleidet hat. Er läuft sofort wieder weg und sie treten vorsichtig ein. Von Zimmer zu Zimmer trifft die Gruppe auf mehrere Kinder, die alle in unterschiedliche Rollenspiele vertieft sind. Im ersten Stock finden sie ein älteres Mädchen, das offenbar aufpassen soll. Argyle macht ihr schöne Augen und sie erfahren, in welchem Zimmer sich Suzie befindet.

Suzie erklärt sich bereit, ihnen zu helfen, allerdings haben ihr die Jungs hierfür eine Lüge aufgetischt. Es würde um ein Gewinnspiel für Dustins Geburtstag gehen. Leider hat ihr ihr Vater jedoch den Computer abgenommen, nachdem sie Dustins Note abgeändert hatte. Durch einen Trick locken sie ihn aber aus seinem Arbeitszimmer heraus. Hilfreich sind hier auch die Geschwister, die auf unterschiedliche Weise Chaos stiften. So bekommen sie die Koordinaten für das Nina-Projekt. Zurück im Van stößt die Gruppe auf Argyle, der zusammen mit Suzies großer Schwester einen oder auch zwei Joints raucht.

Russland

Im Wald an der Absturzstelle haben Joyce und Murray Yuri an einen Baum gefesselt. Im Umkreis befindet sich nichts als Bäume. Yuri möchte ihnen natürlich nur gegen Bezahlung helfen. Sie einigen sich schließlich darauf, dass sie ihn nicht in der Kälte an einen Baum gefesselt zurücklassen, wo er entweder erfriert oder von Bären gefressen wird. So bringt er sie schließlich zu seinem Lagerraum, der verlassenen Kirche. Dort gibt es nicht nur Paletten voller Erdnussbutter, sondern auch genügend Waffen. Murray wird Yuris Rolle übernehmen und die Gefangenen wie geplant abliefern, um dann gemeinsam mit Joyce von innen Hopper zu befreien – ein äußerst riskanter Plan.

Zusammen mit anderen Insassen werden Hopper und Dimitri in einen Raum voller leckerem Essen geführt. Außer Hopper langen alle kräftig zu, er hält sich jedoch an den Wodka. Einer der Mitgefangenen erzählt, dass ihnen ein großer Kampf bevor steht, er hat dies schon bei anderen Gefangenen beobachtet. Als Hopper vom Demagorgon berichtet, sind alle geschockt. Sie sollen das Monster wohl nur bei Laune halten und haben keine wirkliche Chance auf einen Sieg. Von den anderen Gefangenen kam schließlich auch keiner zurück.

Auf dem Weg zurück in die Zelle zettelt Hopper eine Schlägerei mit Dimitri an. Natürlich werden sie getrennt und brutal zurück gebracht. Dort jedoch zeigt Hopper Dimitri, dass er der Wache ein Feuerzeug entwendet hat, sowie schon zuvor eine Flasche Wodka von der Festtafel. Denn der Demagorgon hat nur vor einer Sache Angst: Feuer!

Im Bunker

Brenner erklärt Elfie, dass ihr Gehirn offensichtlich bei der Attacke damals im Einkaufszentrum einen solchen Schock erlitten hat, dass sie ihre Fähigkeiten „vergessen“ hat, ähnlich wie bei Schlaganfallpatienten, die wieder laufen oder sprechen lernen müssen. Allerdings müsste sie dafür wieder auf all ihre Erinnerungen zurückgreifen. Das Gehirn schützt jedoch vor zu traumatischen Erlebnissen.

Elfie ist zurück im Tank und somit auch bei ihren Erinnerungen. Brenner hat ihr zuvor gezeigt, dass er von allen Vorgängen auch Videoaufzeichnungen besitzt, doch sie muss ihren Weg alleine finden. Zurück im Spielzimmer ist sie alleine beschäftigt, hat jedoch keinen Erfolg bei ihrer Aktivität. Wieder spricht der junge blonde Mann mit ihr. Sie würde ihn an Nummer 1 erinnern, von dem Brenner immer behauptet hat, es würde ihn nicht geben. Er sagt ihr, dass Papa eben manchmal nicht die Wahrheit sagt.

Brenner versammelt wieder alle Kinder zum Training. Diesmal treten sie in Zweierpaaren gegeneinander an – alleine mit der Kraft der Gedanken sollen sie sich aus einem definierten Kreis heraus schieben. Der Gewinner bekommt eine Stunde Extra-Freizeit im Spielzimmer. Nummer 2 hat bereits alle besiegt, als Elfie ihm als letzte Gegnerin gegenübersteht. Zuerst sieht es so aus, als hätte er ein leichtes Spiel, doch letzten Endes gelingt es Elfie, ihn zu schlagen.

Alleine im Spielzimmer vernimmt Elfie plötzlich Schreie. In Testraum 1 sieht sie, wie Brenner mit der Hilfe von zwei Wachen den jungen Mann mit Elektroschocks traktiert. Als sie zurück in den Gemeinschaftsraum kommt, warten die größeren Kinder auf sie. Sie machen sich über sie lustig und schubsen sie mental.  Angeblich hätte Nummer 2 sich zurückgehalten. Wenn sie irgendwas Brenner erzählt, drohen sie ihr mit dem Tod. Sie bleibt alleine und verzweifelt zurück. Im großen Spiegel sieht sie sich selbst als kleines Mädchen mit blutbeflecktem Gewand. Auch an ihren Händen ist Blut. Im Tank schreckt Elfie erschrocken hoch. Hat sie alle Kinder getötet?

Hawkins

Jason hat den verunstalteten Leichnam von Patrick aus dem See gezogen und beschuldigt vor den versammelten Polizeikräften einmal mehr Eddie. Dieser konnte sich mit dem Ruderboot ans andere Ufer retten und entzieht sich so erstmal einer Verhaftung. Die Ermordung Patricks hat schon wie im Wohnwagen der Munsons auch am Grund des Lovers’ Lakes einen Riss aufgebrochen.

Max, Robin, Nancy, Lucas, Dustin und Steve kommen mit einem neuen Nahrungsvorrat für Eddie ebenfalls am See an. Geschockt vom Polizeiaufgebot lauschen sie dem Interview des Polizeichefs, der nun offiziell nach Eddie sucht und am Abend eine Bürgerversammlung einberuft. Eddie kann sie über ein gestohlenes Walkie-Talkie erreichen und die Gruppe macht sich auf, ihn auf der anderen Seite des Sees am Skull Rock, einem beliebten Treffpunkt für Pärchen, zu treffen. Dustin und Steve kommen sich mal wieder über den richtigen Weg in die Haare. Im Wald erinnert sich Lucas an Patrick aus dem Team. Auch Patrick hatte in seinem Leben mit Problemen zu kämpfen, das verbindet offensichtlich alle Opfer Vecnas. Lucas entschuldigt sich bei Max, weil er in der Vergangenheit nicht für sie da war. Robin bemerkt, dass die beiden sich wieder näher kommen, und deutet Nancy gegenüber an, dass es wohl auch zwischen ihr und Steve zu Annäherungen kommt. Nancy macht sich allerdings immer noch große Sorgen um Jonathan. Schließlich kommen sie unter der Führung von Steve bei Skull Rock an, wo sie auch auf Eddie stoßen.

Die Bürgerversammlung am Abend verläuft nicht gut für die Polizei. Der Vorwurf wird laut, sie hätten Eddie schon viel früher verhaften sollen. Es gibt nun eine strenge Ausgangssperre. Jason bringt schließlich das alte Jahrbuch ins Spiel und beschuldigt alle Mitglieder des Hellfite-Clubs der Satansbeschwörung. Er ruft eine Bürgerwehr zusammen, die nach den Jungs sucht. Die Warnungen des Polizeichefs, sich nicht einzumischen, verhallen ungehört. Zumindest treffen sich nun die Mutter von Justin, die Eltern von Lucas mit Erica mit den Wheelers in deren Haus. Zum ersten Mal fragen sie sich, was ihre Kinder treiben und wo sie denn überhaupt sind. Mrs Wheeler ruft schließlich bei der Polizei an.

Im Wald berichtet Eddie, was genau auf dem See geschehen ist. Der Angriff fand zeitgleich mit dem Explodieren der Taschenlampen in der verlassenen Villa statt. Dustin hört nicht zu, sondern dreht mit seinem verrücktspielenden Kompass Runden um die Gruppe. Mit einem Mal schreit er auf – auch diesmal gibt es eine magnetische Störung und somit wohl ein weiteres Tor. Sie folgen der Kompassnadel und kommen am Ufer des Sees an, somit ist klar: Auch hier gibt es ein weiteres Tor. Allerdings können nicht alle mit dem Ruderboot auf den See. So bleiben Dustin, Max und Lucas zurück. Die anderen rudern so weit, bis die Kompassnadel komplett durchdreht. Steve erklärt sich bereit, hinabzutauchen, was Eddie nur Recht ist, denn er fürchtet sich zu Tode.

Als Dustin, Max und Lucas Suchtrupps der Polizei hinter sich bemerken, laufen sie zunächst weg. Doch sie haben keine Chance und werden schließlich gefasst. Auf dem See bleibt Steve eine Minute unter Wasser. Als er wieder auftaucht, berichtet er von dem Riss. Er schafft es jedoch nicht, wieder ins Boot zu steigen. Ein Tentakel erfasst ihn und zieht in ins Upside-Down. Nach dem ersten Schock springen zuerst Nancy, dann Robin und schließlich auch Eddie hinterher. Steve findet sich alleine auf einer weiten Ebene wieder. Plötzlich wird er von fledermausartigen Geschöpfen angegriffen und überwältigt.

Fazit

Die Spannungsschraube wird einmal mehr angezogen. Das Netz um die Jugendlichen in Hawkins wird immer enger gezogen. Die Handlung wirkt mittlerweile trotz der unterschiedlichen Örtlichkeiten nicht mehr so zerrupft wie am Anfang. Die Zerrissenheit und Verzweiflung Elfies wird auf alle Zuschauenden übertragen.

warpshop

Warpskala

Warpskala
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Elfies Verzweiflung und Unsicherheit
  • Musikalische Untermalung
Melanie Frankl
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