Beim großen Finale von Stranger Things bleibt kein Auge trocken. Die finale Schlacht gegen Vecna fiel etwas kleiner aus als erwartet, doch konnte die Serie zu einem guten Abschluss gebracht werden.
Hawkins und das Upside-Down
Die Gruppe ist sicher im Upside-Down angekommen, aber natürlich folgt ihnen das Militär. Murray und Hopper fahren mit Kali und Elfie zum Labor, während die anderen Richtung Sendeturm fahren. Akers liegt mit einem kleinen Trupp vor dem Labor auf der Lauer. In Hawkins dauert es nicht lange, bis Dr. Kay herausfindet, wie der Schließmechanismus der Zugangstore überbrückt werden konnte. Der Weg zu Ericas Versteck, wo sie sich mit Mr. Clark unterhält, ist nun auch nicht weit. Von dort führt die nächste Spur zum Radiosender, wo sich Vickie und Max aufhalten.
Bevor Elfie in den Tank steigt, hat sie einen Flashback zum Tag, an dem sie aus Versehen die Grenze eingerissen hat und das Upside-Down erschuf. Hopper bittet sie inständig, sich auf die vor ihr liegende Aufgabe zu konzentrieren und das Problem mit Dr. Kay auf später zu verlegen. Sie nimmt ihm das Versprechen ab, sie nicht vorzeitig aus dem Tank herauszuholen. Kali beobachtet das still.
Beide Mädchen nehmen nun ihre Positionen ein, Elfie im Tank und Kali verbindet sich außerhalb die Augen. Sie holen Max in die Zwischenwelt, wo sie auch auf den schlafenden Vecna stoßen. Als Elfie seine Hand ergreift, landen alle drei in der Creel-Welt mitten in der Erinnerung an Henrys Schulzeit. Max übernimmt die Führung, die Zeit drängt, und sie kennt den Weg genau.
Der Himmel senkt sich langsam ab – Dimension X trifft auf die Erde mitten durch das Upside-Down. Nur leider wird die Spitze des Sendeturms direkt auf harten undurchdringbaren Fels stoßen. Steve gerät ins Straucheln und fällt. Doch im letzten Moment kann Jonathan ihn retten.
Elfie muss sich beeilen. Die Mädchen kommen in der Creel-Villa an und stören die Zeremonie. Sie greift Henry an, und Kali verbirgt die Kinder hinter einer Illusion. Langsam verändert sich in Vecna und nun wissen auch die anderen Kinder, dass sie von Mr Whatsit hinters Licht geführt wurden. Holly und Max fliehen mit den Kindern in Richtung Höhle. Bevor Kali jedoch auf Henry einstechen kann, verschwindet dieser in die physische Welt.
Das Militär kommt beim Radiosender an. Vickie hat es gerade noch rechtzeitig geschafft, die apathische Max hinter die Geheimtür zu schieben. Mit dem Rollstuhl kommt sie jedoch nicht in den Keller hinunter. Durch Elfies und Kalis Eingreifen konnte das Aufeinandertreffen der Welten unterbrochen werden und die Gruppe findet nun doch einen Spalt, durch den sie in die Dimension X – einen fernen Planeten – klettern können. Dort befinden sie sich auf einer weitern Wüstenebene, von Felsen unterbrochen. Am Horizont ist der riesige knöcherige Baum zu sehen, den Will früher immer gezeichnet hat.
Vecna taucht bei Hopper im Labor auf. Es gelingt ihm, Panik und Angst zu verbreiten. Er schickt Hopper Bilder von seiner verstorbenen Tochter Sarah und erzählt ihm von Elfies Plan, sich am Ende zu opfern. Das ist zu viel für ihn, und Hopper weiß sich nicht mehr anders zu helfen und schießt wild um sich. Er hat aber auch den Tank getroffen, Elfie ist tot. Hopper zerschlägt die Scheibe und holt sie heraus.
Nur war es nur eine Vision, die Vecna ihm geschickt hat. In Wirklichkeit geht es Elfie gut, doch durch seine Aktion hat er die Mädchen aus Henrys Bewusstsein heraus geholt. Als Max wieder in ihren Körper zurückgestoßen wird, macht sie sich jedoch bemerkbar und sie und Vickie werden entdeckt. Unten im Keller findet Dr. Kay auch den gesamten Plan der Gruppe und kann sich nun entsprechend vorbereiten.
Hopper fleht Elfie an, ihr Vorhaben, sich zu opfern, nicht in die Tat umzusetzen. Er appelliert mit all seiner Liebe an sie, dass sie ein Recht auf ein Leben hat. Doch Elfie kontert, dass sie kein Kind mehr ist und nun ihre eigenen Entscheidungen treffen kann. Sie dankt Hopper, dass er wie ein Vater zu ihr war, und gibt ihm das Haarband von Sarah wieder, das sie am Handgelenk trug. Denn sie ist nicht seine Tochter. Kali beobachtet das Gespräch.
Murray, der auf dem Dach den Sprengsatz vorbereitet hat, gibt über Funk Bescheid, dass das Militär angekommen ist. Die Sonargeräte kommen wieder zum Einsatz und beide Mädchen werden ihrer Kräfte beraubt. Sie machen sich langsam auf den Weg nach oben. Hopper nimmt Elfie hoch und versteckt sie, sie ruft aber nach Kali. Als er jedoch umkehrt, um nach ihr zu sehen, werden beide gefangen genommen. Akers bedroht Kali und erpresst mit ihr Hopper. Kali gibt ihm jedoch ein Zeichen, sie nicht zu retten.
Als Murray es vom Dach aus endlich schafft, den Hubschrauber mit einer Handgranate zu zerstören, löst sich aus Akers Waffe ein Schuss, der Kali trifft. Endlich wieder mit ihrer Kraft ausgestattet, kommt Elfie ins Zimmer und tötet alle Soldaten – sie bringt Akers dazu, sich selbst zu töten. Hopper sucht Verbandsmaterial und Elfie verabschiedet sich von Kali, die nicht mehr zu retten ist. Auf dem Dach angekommen wird klar, wie weit sich der Himmel schon abgesenkt hat und Elfie springt nach oben in die Dimension X.
Henry ist zurück im Wald und macht Jagd auf die Kinder. Die meisten schaffen es rechtzeitig in die Höhle, doch Derek bleibt fast auf der Strecke. Holly hilft ihm und Henry holt auf, jedoch gelingt es ihm zunächst nicht, in die Höhle zu gelangen. Seine Angst ist noch zu groß. Doch die Kinder sind nicht in Sicherheit, denn Henry schafft es, einen Fuß in die Höhle zu setzen.
Holly rennt mit den Kindern in die Wüste und versteckt sich in dem alten Mühlenschacht, doch auch dorthin folgt ihnen Henry. Will spürt Henrys Angst und versucht, mental auf ihn einzuwirken. Doch es wird klar, dass Henry schon immer ein Soziopath war, er hat das Böse gern in sich aufgenommen: In dem Koffer des Toten befand sich nichts anderes als ein schwarzer Stein, durchzogen von roten feurigen Adern. Als der junge Henry ihn in die Hand nimmt, absorbiert sein Körper ihn und er nimmt Kontakt zum Mindflayer auf. Beide funktionieren nur miteinander und Henry entscheidet sich bewusst für das Böse.
Holly sorgt dafür, dass die Kinder sich vor Henry verbergen und nimmt ihren ganzen Mut zusammen und attackiert ihn, sie ist zur Heldin geworden, wie Max es ihr prophezeit hat.
Dimension X
Auf dem Weg zu dem riesigen Gebilde aus Wills Träumen versichern sich Jonathan und Steve, dass sie beide Freunde von Nancy sein können. Mike möchte seiner Schwester Nancy eine Schusswaffe abschwatzen und erhält dafür eine Leuchtpistole. Plötzlich fangen die dicken Äste des Baumes an, sich zu bewegen. In Wirklichkeit ist es der Mindflayer, ein gigantisches Wesen in Spinnengestalt, das dort lag, mit den Beinen in die Höhe gestreckt. Doch nun erwacht es und greift die Gruppe an. So haben sie keine Chance. Doch bevor der Mindflayer einen tödlichen Angriff starten kann, schleudert Elfie einen Felsen und lenkt ihn ab. Sie springt nun in ihn hinein, um dort mit Vecna den entscheidenden Kampf zu führen.
Was können die anderen tun, um sie zu unterstützen? Den Jungs kommt die Idee zu einem strategischen Spielzug aus DND. Auf der einen Seite gibt es eine Felsenspalte, allerdings muss jemand den Mindflayer hinein locken, während die anderen ihn von oben bekämpfen. Nancy übernimmt sofort diese Aufgabe, furchtlos nimmt sie den Kampf auf.
Doch die Felsspalte ist eine Sackgasse. Gemeinsam fügt die Gruppe dem Mindflayer großen Schaden zu. Dustin und Steve greifen von unten, die anderen von oben an. Im Inneren stehen sich Elfie und Vecna gegenüber und messen ihre Kräfte. Es gelingt Elfie, ihn zurückzudrängen, da er die Schmerzen des Mindflayers spürt, und ihn auf einen großen Dorn aufzuspießen. Doch gelingt ihr das nur mit der Unterstützung von Will, dem Zauberer.
Der Mindflayer ist tot und zunächst ist es Nancy, die hineinklettert und ihre Schwester rettet. Mike stößt hinzu und nach und nach kommen die anderen und befreien die restlichen Kinder. Nachdem die Tentakel entfernt wurden, spucken sie den schwarzen Rauch aus. Doch Vecna kommt wieder zu sich. Nun ist es an Joyce, ihn zu erledigen. Sie schlägt ihm mit ihrer Axt den Kopf ab und rächt sich so an ihm für alles, was er ihrer Familie angetan hat.
Die Stimmung ist gelöst und vor allem Hopper ist erleichtert, dass es alle zurückgeschafft haben, auch Elfie. Doch als sie zurück durch das Tor fahren, wartet schon Kay mit vielen Soldaten auf sie. Sie werden aus dem Lkw gezerrt und festgesetzt. Doch mit einem Mal ist Elfie verschwunden. Mike sieht sie, wie sie hinter dem Tor steht. Der Countdown des Sprengsatzes ist abgelaufen und das Upside-Down explodiert. Elfie holt Mike in ihr Bewusstsein und verabschiedet sich von ihm. Dann fliegt alles in die Luft. Das Upside-Down ist verschwunden und mit ihm auch Elfie.
Epilog
Es sind 18 Monate vergangen und in Hawkins ist wieder Normalität eingezogen. Das Militär ist verschwunden und Hopper ist wieder Sheriff. Max, Lucas, Will, Mike und Dustin machen ihren Abschluss. Dustin ist sogar Abschlussredner. Nur Mike geht es gar nicht gut. Er vermisst Elfie und fühlt sich schuldig dabei, ohne sie weiterzuleben. Hopper schafft es jedoch, ihn davon zu überzeugen, dass Elfie nicht gewollt hätte, dass er sich aufgibt. So wendet sich alles zum Guten. Hopper macht Jane einen Antrag, die großen Kids treffen sich auf dem Dach der Radiostation und verabreden sich, sich einmal im Jahr auf neutralem Grund zu treffen.
Dustin hält eine großartige Rede im Spirit von DND in Gedenken an Eddie. Am Ende reißt er sich seine Robe vom Körper, darunter trägt er ein Shirt mit der Aufschrift „Hellfire Lives“. Doch anstatt mit den anderen Party zu machen, zieht sich die Gruppe wieder in den Keller der Wheelers zurück, um eine letzte Runde DND zu spielen. Am Ende erzählt Mike eine Geschichte über die mutige Zauberin und wie diese mit Hilfe ihrer schwer verletzten Schwester eine große Illusion erschaffen hat, um ihren Feinden zu entkommen. Allerdings dürfen auch ihre Freunde nicht wissen, dass sie überlebt hat. Eine schöne Geschichte, an die alle gerne glauben wollen. Jeder stellt nun seine DND-Mappe ins Regal und geht nach oben. Mike wirft noch einen Blick zurück. Nun kommen Holly und ihre Freunde in den Keller, um die Tradition weiterzuführen.
Fazit
Nach fast zehn Jahren geht die Geschichte um Stranger Things nun zu Ende. Ein Spin-Off ist bereits angekündigt. Doch die Geschichte wird zu einer anderen Zeit und mit anderen Charakteren spielen. Die Duffers haben etwas wirklich Außergewöhnliches geschaffen, das einen festen Platz in den Herzen vieler Fans haben wird. Auch wenn nicht alle glücklich mit dem Ende sind. Die große Frage, ob Elfie überlebt hat, wird heiß diskutiert. Mike erzählt am Ende eine schöne Geschichte, aber ich denke, dass es nicht mehr als eine Geschichte ist. Kalis Fähigkeit ist auf bestimmte Entfernungen begrenzt. Und wenn es wirklich die Einschränkung von Elfies Kräften gegeben hat, wie konnte sie dann Mike in ihr Bewusstsein holen? Es ist gut, dass Stranger Things so einen würdevollen Abschluss hatte. Belassen wir es doch dabei. Im Sinne der meisten guten Filme aus den 80ern, überleben fast alle Hauptcharaktere und es gibt ein Happy-End, Pläne und Ziele, auf die alle zugehen können. Das Unwahrscheinlichste erscheint dann doch das Vorhaben der Studenten, sich regelmäßig einmal im Jahr zu treffen.
Was doch noch Fragen aufwirft, ist, wie Hopper und die anderen es geschafft haben, nicht verhaftet zu werden bzw. die alte Position wieder zu bekommen. Das Militär musste hier große Zugeständnisse machen. Z. B. wurde eine ganze Familie entführt und vergiftet. Auch den finalen Endkampf könnte man sich noch einmal genauer anschauen. Wieso gab es nirgends Demogorgons oder Demodogs? Sind sie im Upside-Down geblieben, weil Vecna durch das Eindringen der Gruppe in Dimension X total überrascht wurde? Aber auf der anderen Seite langweilen lange Kampfsequenzen ab einem bestimmten Punkt nur. Viel wichtiger waren die Gespräche, die die Charaktere miteinander geführt haben. Es ist gelungen, gemeinsam das Trauma zu durchleiden und letztlich zu überwinden. Wir brauchen auch in der heutigen Zeit nichts mehr als Unterstützung von Freunden und Familie und die Hoffnung, dass doch alles gut ausgehen kann. Hierzu trägt auch die schöne Geschichte über Elfies Entkommen bei. Vielleicht hat sie ja wirklich das Dorf mit den drei Wasserfällen gefunden.
Info
Drehbuch: Duffer-Brüder
Regie: Duffer-Brüder
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Warpscore
WarpscorePositiv
- Nichts geht über ein tränenreiches Happy-End.
- Fast jeder Charakter hat einen schönen Abschluss für den eigenen Handlungsstrang bekommen.
- Großartige schauspielerische Leistungen, vor allem von Jamie Campbell Bower, Gaten Matarazzo und Nell Fisher.
Negativ
- Der Mindflayer war am Ende doch nicht so stark, wie erwartet.
- Das Fehlen der Armee aus Demogorgons war doch etwas verwunderlich.
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