Zum Finale präsentiert die Serie altbekannte Klischees, lauwarm zubereitet.
Ende
Eshu (O-T Fagbenle) setzt sich seine Maske auf und erhält seine Kräfte zurück. Er kann sich jetzt überall hin teleportieren und bringt daher sich, Lara (Hayley Atwell) und Sam (Karen Fukuhara) zurück in die verlorene Stadt. Dort diskutieren sie, wie sie gegen Mila und ihre Leute vorgehen wollen. Denn sie wissen, dass sie und ihre Leute kommen werden. Dementsprechend werden Vorbereitungen getroffen.
Und schon bald ist es soweit. Die siegessichere Mila (Tricia Helfer) ist da und versucht Eshu zunächst zu überreden, dass er ihr seine Maske gibt. Was er natürlich nicht tut. Dementsprechend kommt es zum großen Kampf, der einige Überraschungen bietet.
Mit Der Todbringer geht die zweite Staffel von Tomb Raider: The Legend of Lara Croft und damit auch die Serie zu Ende. Dabei ist das Interessante, dass die Folge auf eine Art endet, die darauf hindeutet, dass die Macher der Animationsserie anscheinend auf eine dritte Season spekuliert haben dürften. Doch das ist dann ja nicht geschehen, denn die Reihe ist ja inzwischen von Netflix abgesetzt worden.
Lahm und langweilig
Über die Gründe kann man natürlich spekulieren. Denn eine offizielle Begründung seitens des Streamingdienstes gab es nicht. Aber wenn man sich die Qualität der Serie anschaut, dann kann man durchaus darüber spekulieren und vermuten.
Diese finale Episode dient dabei als ein hervorragendes Beispiel. Denn sie ist dafür, dass es zum letzten Gefecht kommt, erstaunlich lahm. Noch dazu präsentiert sie sich klischeebehaftet und langweilt einen entsprechend schnell.
Man merkt hier einfach, dass die Partei von Mila kaum charakterisiert worden ist. Sie war ständig der Antagonist, der Gegenspieler, der zur Erfüllung des Ziels ihrer Anführerin bereit ist, alles zu tun. Und jenes Ziel, die Welt durch Zerstörung der Alten zu einer besseren Neuen zu machen, blieb auch das einzige ernst zu nehmende Definitionsmerkmal von Mila.
Drama gesucht
Das Problem ist, dass es hier an Dramatik fehlt. Es hieß ja in der letzten Folge, dass die Welt durch die Kräfte von Mila bereits den Bach runtergeht. Doch es fehlt an Szenen, die dies zeigen. Auch in dieser Episode wirkt der Konflikt zwischen Milas Leuten auf der einen und denen von Lara auf der anderen wie eine isolierte Sache. Dass das Schicksal der Welt abhängt, davon spürt man überhaupt nichts.
Stattdessen darf Mila ständig Plattitüden von sich geben. Anscheinend wurde für ihre Dialoge ins Klischeehandbuch geschaut, denn jedes einzelne Wort, dass sie von sich gibt, wirkt, als ob dies aus einem solchen stammen würde. Und damit lässt sich kein glaubwürdiger Antagonist darstellen.
Es ist auch nicht hilfreich, dass Mila und ihre Leute zunächst stark auftreten. Dann aber, als es wirklich drauf ankommt, hinter dieser Stärke anscheinend nichts steckt. Zu einseitig ist der Konfliktverlauf, zu wenig wird aus der Tatsache gemacht, dass Mila mehrere der Orisha-Masken trägt. Sie setzt diese zwar ein. Doch haben sie überhaupt keine effektiven Auswirkungen.
Am Ende Unterdurchschnittlich
Immerhin gibt es ein Stelldichein der anderen, noch lebenden Orisha, die man in den früheren Episoden kennenlernen durfte. Sie, in Kombination mit Lara natürlich, geben den Ausschlag dafür, dass dieser Kampf so einseitig wirkt. Noch dazu kommen die besonderen Fähigkeiten von Eshu, die ziemlich übermächtig wirken. Wobei er von seinen Kräften am Ende nur eine einzige ständig einsetzt und nicht auch noch die anderen, von denen er geredet hat.
Es gibt an dieser Folge einfach nichts, was einen gut gefällt. Gleichzeitig ist sie aber auch kein kompletter Reinfall. Sie ist eben unterdurchschnittlich, mit einigen schön animierten Momenten, aber ebenso solchen, die stark nach schlechter CGI aussehen.
Info
Drehbuch: Tasha Huo
Showrunner: Tasha Huo
Regie: Giselle „Faragon“ R.
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