Familie kann sowohl etwas schönes, wie auch etwas Schreckliches sein, wie Simon Williams bezeugen kann.
Der Humor entschwindet
Das Department of Damage Control ist mit dem, was Trevor Slattery (Ben Kingsley) auf Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II) Laptop gefunden hat, nicht zufrieden. Deshalb soll dieser den Verdächtigen mit zu einer Familienfeier begleiten. Und dabei heimlich seine Gespräche aufnehmen.
Doch die Feier zum Geburtstag seiner Mutter (Shola Adewusi) ist für Simon Williams kein Vergnügen. Er ist in seiner eigenen Familie ein Fremder und nur seine Mama steht zu ihm. Sogar sein Bruder (Demetrius Grosse) macht ihn und seine überschaubaren Erfolge als Schauspieler herunter.
Paocima ist das erste Mal in der Wonder Man-Serie, dass der sonst so stets präsente, leichte Humor, fast vollständig verschwindet. Stattdessen ist dies eine sehr persönliche Episode, die vor allem Simon Williams Familienleben stark ausleuchtet.
Toxische Verhältnisse
Im Prinzip lässt sich nach dem Schauen dieser Folge sagen, dass die Familie von Simon ihm gegenüber extrem toxisch ist. Sie wechseln in seiner Anwesenheit in eine Sprache, von der sie glauben, dass er sie nicht versteht. Sie machen sich über seine Schauspielkarriere lustig. Oder aber, wie sein Bruder Eric, feuern ständig spitze Bemerkungen über diese ab.
Eric Williams ist eine interessante Figur. Die Comicvorlage wurde, als Simon das erste Mal tot war, zu dem Superschurken Grim Reaper. Der mit einer Sichelwaffe, die er ständig trug, bewaffnet zu einem gefährlichen Antagonisten wurde, der mit seiner Waffe sogar Energie absorbieren konnte.
Die Serie, die die Comicvorlage sowieso schon sehr frei interpretiert, übernimmt aus der Vorlage nur, dass Simon antagonistisch und ein Familienmitglied ist. Ansonsten ist die Figur schon fast neu und eigenständig. Er gibt sich als der Vernünftige, als derjenige, der richtige Arbeit leistet. Und der deshalb über Simons „Schauspielkarriere“ nur verächtlich die Nase rümpft.
Sympathien sind vorhanden
Bei der Mutter ist es hingegen anders. Sie liebt beide Kinder und ist auch über den kleinsten Erfolg von Simon glücklich. Dabei erfährt man gleichzeitig, dass sie die beiden anscheinend alleine groß gezogen hat, nachdem deren Vater vorzeitig verstorben ist. Woran er gestorben ist, das erfährt man nicht. Aber allem Anschein nach hat sie seitdem wie eine Glucke über ihre Söhne aufgepasst und dabei vor allem Simon sehr unterstützt, bzw. tut dies auch immer noch.
Trevor Slattery wird dabei zu einem unfreiwilligen Zeugen. Und man merkt im Laufe dieser Episode, wie er durch das, was er mitkriegt, noch mehr Sympathien für den noch jungen Darsteller empfindet. Hier wäre es wirklich interessant zu wissen, wie bei Trevor das Familienleben aussah? Man weiß ja nur, dass auch seine Mutter seine Schauspielambitionen stark unterstützt hat und er sie stolz machen wollte.
Was allerdings bereit jetzt erklärt, wieso seine Freundschaft zu Simon sich so sehr weiterentwickelt. Denn er sieht ja, wie sehr dieser seine Mutter glücklich machen möchte. Die ihn ja trotz allem immer noch bedingungslos unterstützt, sehr zum Ärger seines Bruders Eric. Es ist diese extreme Mutterliebe, die der erfahrene Darsteller mit seinem jungen Kollegen gemeinsam hat.
(K)eine Frohe Nachricht?
Simon selbst steht deshalb auch die ganze Zeit unter Druck. Er muss sich eben nicht nur mit seiner Familie herumschlagen. Ebenso will er den Erwartungen gerecht werden. Weshalb er im Laufe der Folge immer mal wieder bei seiner Agentin nachfragt, ob es etwas bezüglich des Castings zur Wonder Man-Serie gibt.
All dies sind Elemente, die für die nächsten Episoden für weitere Spannung sorgen dürften. Man kann es kaum erwarten.
Informationen:
Drehbuch: Paul Welsh & Madeline Walter
Regie: James Ponsoldt
Showrunner: Andrew Guest
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