Auf einer Militärbasis brechen Xenomorphe aus, was Hicks und Newt abermals in die Flucht treibt.
Handlung
Da General Spears gerade abwesend ist, weil er drei Fahnenflüchtige zur Terraformingkolonie verfolgt hat, wagt sich sein Stellvertreter Powell, Hicks in seine Pläne für eine Meuterei einzuweihen. Er offenbart ihm das komplette Ausmaß von Spears’ Experimenten, einschließlich dem Mord an allen Kolonisten. Der General glaubt in seinem Wahn, die Xenomorphe trainieren und mit ihnen die Erde von ihren Artgenossen zurückerobern zu können. Doch die Königin hat sich lediglich in Geduld geübt, da er ihre Kriegerdrohnen gegrillt hat.
Bevor der General zurückkehrt, brechen die Xenomorphe aus ihren Käfigen aus und überrennen die Basis. Hicks, Newt und Powell bleibt nur die Flucht. Doch ehe sie ein Raumschiff erreichen können, platzt Spears mit seinem Panzer in die Basis und lässt sie verhaften. Powell versucht, die Gefangenenkorte zu überrumpeln, wird dabei jedoch erschossen. Spears’ Männer werden kurz darauf von Aliens abgelenkt, sodass Dwayne Hicks und Rebecca in den Hangar fliehen können, um dort einen Militärfrachter zu besteigen. Dieser hebt kurz darauf ab, wobei der General seine Leute eiskalt im Stich lässt.
Da der Irre Hicks und Newt vom Cockpit aussperrt, verläuft der Flug zurück zur Erde ruhig. Bevor der Frachter auf dem mit Aliens verseuchten Planeten landet, setzen sich die beiden mit einem Rettungsboot ab, was Spears geschehen lässt. Während Dwayne und Rebecca zur Gateway-Raumstation im Erdorbit fliegen, wo sie eine alte Bekannte wiedersehen, glaubt General Spears, die Erde mit seinen trainierten Xenomorphen zurückerobern zu können. Ein tödlicher Irrtum!
Rezension von Aliens Nr. 5
Die Katastrophe auf dem abgelegenen Militärstützpunkt hat sich bereits in Band 4 angekündigt. In der Fortsetzung erfährt Hicks von Powell das ganze Ausmaß des Wahnsinns, der vom General Besitz ergriffen hat. Dieser glaubt tatsächlich, die Xenomorphe trainieren zu können. Die halten sich jedoch nur zurück, weil sie keine Lust haben, sich von Flammenwerfern grillen zu lassen. Leider steht die Mehrheit des Militärpersonals loyal zu Spears oder schweigt. Letzteres hat damit zu tun, dass alle, die sich kritisch geäußert haben, kurz darauf spurlos verschwunden sind.
Powells Plan, den General auszuschalten, scheitert am Ausbruch der Xenomorphe und dann kreuzt auch noch der General persönlich wieder auf. Dieser durchbricht mit seinem Panzer einfach eine Wand, woraus sich ein Logikfehler ergibt. Kurz darauf wird nämlich erwähnt, dass die Atmosphäre des Planeten noch nicht terrageformt ist. Das hat die drei Deserteure im letzten Band allerdings auch nicht davon abgehalten, sich ohne Atemmaske nach draußen zu begeben. Oder sind die Duck-Notschotts gegen Außenlecks nur ein Überbleibsel aus der Zeit, in der die Atmosphäre noch nicht atembar war? Dann hätte die diesbezügliche Aussage in Vergangenheitsform formuliert werden müssen.
Ansonsten gibt es diesmal keine größeren Logikfehler. Außerdem bekommt der halbierte Android Butler wieder etwas zu tun. Er schleift sich von der Krankenstation in einen Kontrollraum, von wo aus er Rebecca bei ihrer Flucht hilft. Leider haben sie und Hicks keine Zeit mehr, ihn abzuholen. So bleibt er einsam zurück auf dem abgelegenen Planeten, inmitten von Xenomorphen, und sinniert über seine Gefühle für Newt. Diese kehrt gezwungenermaßen mit Hicks zur Erde zurück, da sie wieder einmal keine Kontrolle über ihr Fluchtschiff haben.
Die hat General Spears, der in seinem Wahn davon träumt, mit seinen trainierten Xenomorphen den Planeten zurückzuerobern. Er glaubt, eine gemeinsame Zivilisation aus Menschen und Aliens begründen zu können, und natürlich würden ihm dann alle zu Füßen liegen. Selbstverständlich wird nichts davon geschehen, denn auf der Erde sind die Xenomorphe in der Überzahl und Spears ist allein. Zeit für seine Karmastrafe!
Auf der Gateway-Station, die Fans aus Aliens – Die Rückkehr (1986) kennen, wird unterdessen eine Übertragung von der Erde empfangen. Das Mädchen Amy und ihr Vater, deren Übertragungen Newt schon seit ihrer Flucht verfolgt, sind immer noch am Leben und brauchen dringend Hilfe. Diese kündigt sich in Form von Ellen Ripley an, die hier endlich ihren ersten Comicauftritt hat. Was für ein Finale!
Düstere Farben
Der neue Zeichenstil kann immer noch weitgehend überzeugen, obwohl der Detailgrad zuweilen etwas nachgelassen hat. Die Charaktere sind dennoch mehrheitlich wiederkennbar und die Xenomorphe sehen ebenfalls gut aus. Das Alien-Nest auf der Erde entspricht den Designkonzepten von H. R. Giger. Die Umgebungen passen zur Filmvorlage und die Raumschiffe können sich sehen lassen. Die Front von General Spears’ Panzerfahrzeug erinnert mit ihren Sichtluken allerdings an die Pilotenkanzel eines AT-ST aus Star Wars.
Die Farben sind recht düster, sodass man manches nur erahnen kann, darunter Ripleys Gesicht. Es dominieren abwechselnd Blau- und Rottöne. Mit Leuchteffekten ist diesmal sparsamer umgegangen worden. Alles im allen passt der Inhalt aber zum Cover.
Fazit: Hat der Wahnsinn nun ein Ende?
Die Story nimmt endlich Fahrt auf und der Handlungsbogen um General Spears findet einen gerechten Abschluss. Die Fortsetzung wird am Ende bereits angekündigt. Grafisch könnte einiges besser sein, da hat man sich in Band 4 noch mehr Mühe gegeben, doch kann sich Band 5 im Vergleich zu den ersten drei Ausgaben immer noch sehen lassen.
Info
Autor: Mark Verheiden
Zeichner: Den Beauvais & Roger Casselman
Farben: Den Beauvais
Verlag: Hethke
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Story5/10
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Zeichenstil8/10
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Kolorierung9/10
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