Kurz vor der Sonnenfinsternis gerät Aang in Panik, derweil Zuko endlich ein großer Wunsch erfüllt wird.
Luft holen!
Aang (Zach Tyler Eisen) und seine Freunde kommen am Treffpunkt an, wo sie auf den Rest der Armee warten. Es sind nur noch vier Tage bis zur Sonnenfinsternis. Und als Aang das mitkriegt, fängt er an, durchzudrehen. Er schläft nicht mehr, sondern trainiert die ganze Zeit. Was natürlich Konsequenzen nach sich zieht.
Derweil genießt Zuko (Dante Basco) das süße Leben im Palast. Bis er davon erfährt, dass sein Vater ein Kriegstreffen abhält, zu dem er nicht eingeladen ist, anders als seine Schwester Azula (Grey DeLisle). Doch versucht er, sich dies nicht zu Herzen zu nehmen.
Mit Durch den Wind holt die Serie noch mal tief Luft, ehe es dann in die Halbzeit der letzten Staffel geht. Dementsprechend dürfte man in dieser Folge eigentlich keine wichtigen Entwicklungen oder großartigen Gesamthandlungsfortschritt erwarten. Nur, dass diese Serie den Erwartungen auf eine spezielle Art und Weise erfüllt.
Enormer Druck
Gemeint ist, dass man hier gut sieht, unter welchem Druck Aang steht. Kein Wunder, denn bei der bevorstehenden Sonnenfinsternis kommt es vor allem auf ihn an. Er ist derjenige, der dem Feuerlord entgegentreten soll. Und man darf nicht vergessen, dass der Avatar immer noch ein kleiner Junge ist, auch wenn er sich für sein Alter häufig sehr erwachsen aufführt.
Dementsprechend kann man in dieser Folge wiederholt bewundern, wie Aang unter Albträumen leidet, wie er dann versucht, zu trainieren und wie seine Freunde versuchen, ihn zu beruhigen. Einerseits sind die Träume, die der Avatar hat, lustig inszeniert und kleine Hommagen beispielsweise an Dragon Ball Z. Aber andererseits tut es einem in der Seele weh, wie er immer mehr und mehr durchdreht, wie die Schatten unter seinen Augen immer tiefer werden und ihn scheinbar nichts und niemand beruhigen kann.
Natürlich gelingt es irgendwann seinen Freunden, ihn endlich dazu zu bringen, zur Ruhe zu kommen. Doch bis dahin ist es ein harter Weg. Der von viel Trial und Error gekennzeichnet ist. Das ist dann allerdings schon teilweise sehr komisch inszeniert. Wie etwa Tophs Methode, Aang zu entspannen. Im Prinzip malträtiert sie ihn mit einem Bett aus Steinsäulen.
Nichts los und doch von Bedeutung
Auf diese Weise wird noch mal gezeigt, wie stark die Gruppe zusammengewachsen ist. Wie sehr sie füreinander einstehen. Aber gleichzeitig wird eben auch betont, wie groß der Druck ist, der auf dem Avatar lastet.
Im Vergleich scheint bei Zuko nicht so viel los zu sein. Man sieht, wie er das Palastleben führt, wie er das Zusammensein mit Mai genießt, wie er allgemein glücklich und zufrieden wirkt. Bis er eben von dem Kriegsrat erfährt und der Tatsache, dass er nicht eingeladen wurde.
Und hier ist seine Reaktion interessant. Anstatt darauf zu bestehen, dass er daran teilnehmen kann, hält er sich zurück. Er will, so sein Argument, kein Aufsehen erregen. Bis er dann doch teilnehmen darf. Und verändert zurückkommt.
Eine indirekte Machtdemonstration?
Denn wie er Mai danach gesteht, war das eigentlich die Erfüllung von all dem, was er schon immer wollte. Und doch sagt er ihr, dass er sich nicht wie er selber gefühlt hat. Gemeint ist vermutlich, dass er sich mehr wie eine Marionette anfühlte, weil dies höchstwahrscheinlich wieder eine Machtdemonstration von Azula war, auf die er reingefallen ist. Nur, wie soll es jetzt weitergehen? Denn im Prinzip ist klar, dass wenn er weiter im Palast bleibt, er sich immer mehr unter die Kontrolle seiner Schwester begibt. Und dann ist ja noch das, was ihm sein Onkel Iroh enthüllte…
Es fühlt sich danach an, als ob für Zuko Veränderungen in der Luft liegen. Wie auch immer die ausfallen werden. Weshalb dies unterm Strich wieder eine großartige Episode ist.
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