Es läuft in dieser Folge so einiges schief. So das man sich zwischendurch fragt, ob mit Maine alles in Ordnung ist?
Die dunkle Seite der Videos
Die Edgerunner-Gruppe von Maine verfolgt weiter ihren Plan, Tanaka von Arasaka zu kidnappen. Doch wissen sie nicht so recht, wie sie an ihn rankommen. Bis sie dank David (Zach Aguilar) trotzdem noch eine Möglichkeit finden.
Denn es stellt sich heraus, dass ihr Zielobjekt sich gerne Snuff BDs reinzieht. Vor allem solche, die auf seinen Geschmack zugeschnitten sind. Es gibt in ganz Night City nur eine einzige Person, die so etwas herstellen kann: Der berühmte BD-Regisseur Jimmy Kurosaki. Doch der Versuch, ihn zu kidnappen geht gründlich schief. Und am Ende ist es David, der entführt wird und einer gefährlichen Produktion unterzogen wird.
BDs, aka Brain Dance, sind in der Welt von Cyberpunk Aufnahmen von realen Personen. Aus der Ich-Perspektive erlebt jemand, der sich diese Videos ansieht, hautnahe mit, was diese Personen gerade empfinden. Und natürlich gibt es auch dunkle Seiten bei diesen Videoproduktionen, wie man jetzt in All Eyes on Me feststellen kann.
Gefangen in einem Film
BDs sind in der Welt von Cyberpunk weit verbreitet. David hat sich bereits zu Beginn der Serie einige reingezogen. Und auch in der letzten Folgen, wie beispielsweise in Lucky You hat man gesehen, wie sich die Gang solche Videos angeschaut haben. Es ist also kein Wunder, dass David sich in der Welt von diesen speziellen Produktionen gut auskennt.
Doch hätte er sich womöglich nie träumen lassen, dass er selber ebenfalls mal Teil einer solchen wird. Wenn auch auf unfreiwillige Art und Weise. Und mit dem Ziel, dass er eine Cyberpsychose erleidet.
Die Szenen, in denen er miterlebt, wie er quasi Amok läuft, sind heftig. Vor allem auch deshalb, weil man gemeinsam mit ihm lange Zeit auf dem Glatteis geführt wird. Hat er wirklich diese Leute brutal umgebracht? Hat er wirklich dieses Blutbad angerichtet? Erst nach und nach kommen einem Zweifel daran, dass das, was geschieht real ist. Aber man ist, genauso wie David, Gefangener dieser Visionen.
Ekelerregende Macht!
Mit Jimmy Kurosaki zeigt sich besonders schön die Schattenseiten von Night City. Man lernt einen erfolgreichen Regisseur kennen, der anscheinend soviel Geld verdient hat, dass er sich einiges leisten kann, darunter auch Cyberware, die ihm sozusagen Augen in dem Hinterkopf gibt. Er ist ein Sadist, der genau weiß, dass er quasi tun und lassen kann, was er will. Einfach aus dem Grund, weil zu seinem Kundenkreis einige äußerst reiche und mächtige Leute gehören.
Diese ekelerregende Selbstsicherheit, die er ausstrahlt, macht ihn umso hassenswerter. Selbst dann, als die Edgerunner-Gruppe von Maine ihn endlich wieder aufspürt, bleibt er ruhig und gelassen. Er verliert nie die Contenance, sondern zeigt allerhöchstens eine gewisse Flexibilität, wenn es darum geht, für wen er arbeitet.
Dabei ist dies die Episode, in der man merkt, wie viel Lucy mittlerweile an David liegt. Denn sie setzt ja wirklich alle Hebel in Bewegung, um ihn nach seiner Entführung wieder aufzufinden. Es scheint so, als ob die beiden sich nach dem Tod von Pilar näher gekommen sind und ihre Beziehung ernste Dimensionen annimmt.
Was ist mit Maine los?
Gleichzeitig kriegt man auch mit, wie sie sich perfekt ergänzen. Denn es ist David, der gefährliche Drohnen ablenkt, damit Lucy einen wichtigen Hack zu Ende führen kann. Da stellt sich die Frage, wie viel Zeit seit der letzten Folge vergangen ist.
Allerdings entsteht beim Schauen dieser Episode der Eindruck, dass die Gruppe von Maine nicht wegen ihm, sondern trotz ihm erfolgreich ist. Seine distanziert fröhliche Art, mit der auch mit dem Tod von Pilar umgeht, wirkt befremdlich. Und seine Pläne haben in dieser Folge die Tendenz, erheblich nach hinten loszugehen. Mal ganz abgesehen davon, dass seine Cyberware immer dann versagt, wenn er sie am meisten braucht. Da man nicht den Eindruck hat, dass er billigste Ware verbaut hat, muss dieses Versagen eher psychologischer Natur sein.
Am Ende der Episode war die Crew erfolgreich. Wenn auch nur mit Mühe und Not. Irgendwann wird deren Glückssträhne vorbei sein und dann dürfte es Tote geben. Was etwas ist, worauf man sich als Zuschauer freut.
Info
Drehbuch: Yoshiki Usa and Masahiko Ōtsuka
Story: Bartosz Sztybor
Regie: Kōdai Nakano
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Warpskala
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