David wird dazu manipuliert, einen Großteil von dem, was seine Menschlichkeit ausmacht, aufzugeben.
Es wird kein glückliches Ende werden
Lucy (Emi Lo)ist eine Gefangene von Faraday (Giancarlo Esposito), der dank Kiwi (Stephanie Wong) herausfindet, was sie gemacht hat. Sie hat versucht Tanakas Daten über David und seine Kompatibilität zu einem Exoskelett zu verbergen. Weshalb sie diesen auch getötet hat. Faraday will dies ausnutzen und stellt den Edgerunnern eine Falle.
Sie sollen einen Konvoi von Arasake überfallen. Mit Mühe und Not gelingt es ihnen, dies auch zu tun und seine Fracht an sich zu nehmen. Dass sich dann als das besagte Exoskelett entpuppt. Als anschließend Militech-Streitkräfte die Gruppe angreifen, versucht Faraday David (Zach Aguilar) dazu zu bringen, das Exoskelett anzulegen. Doch dabei funkt Lucy dazwischen und versucht ihren Freund zu warnen. Nur ist sie damit leider schon zu spät.
Das Ende ist nahe. Alle Zutaten fürs Finale werden zusammengemixt. Und Humantiy verrät einem jetzt schon, dass am Ende vermutlich nicht alle glücklich sein werden.
Wenn die Menschlichkeit leidet
Der Titel der Folge ist Programm. Humanity heißt übersetzt so viel wie „Menschheit“, kann man aber im Kontext der Handlung ebenfalls als Menschlichkeit interpretieren. Weil eben das ist, was bei David auf dem Spiel steht. Es wirkt auch ein wenig ironisch. Um seine zutiefst menschliche Liebe zu retten, setzt er die letzten Überreste seines menschlichen Daseins aufs Spiel. Und das hat, wie sich am Ende der Folge zeigt, erhebliche Konsequenzen.
Dabei wird auch gezeigt, dass David ohnehin schon zu kämpfen hat. Er leidet immer noch unter Anfällen von Cyberpsychose. Weshalb er Rebecca in seine Probleme einweiht, damit sie ihm das Mittel spritzt, dass ihm der Ripperdoc verschrieben hat. Seine Psyche ist also nicht die stabilste.
Und durch den Einsatz der Sandevistan verstärkt er die Probleme noch. Er fängt an, aus der Nase zu bluten, was ein Zeichen dafür ist, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung ist. Vermutlich verstärkt seine Sorge um Lucy die Probleme noch. Dass dies dafür sorgt, das seine Widerstandsfähigkeit deshalb gefühlt den Bach runtergeht.
Eine interessante Wahl
Es ist dabei interessant, dass er ausgerechnet Rebecca als diejenigen auswählt, der er seine Probleme zeigt. Vielleicht liegt es daran, dass sie, neben Lucy, die Einzige ist, die sich für ihn und seine Gefühle interessiert hat. Und ihn nicht als bloßen Partner in Crime behandelt, wie es Kiwi tut.
Es ist übrigens sehr schön, dass Lucy in dieser Folge einen Moment kriegt, wo sie glänzen kann. Wo sie eben nicht nur die Gefangene ist. Sondern sich für einen kurzen Moment befreien und fliehen kann. Wo sie zeigen kann, was sie draufhat, auch wenn sie am Ende wieder von Farady eingefangen wird. Auf diese Weise wird gezeigt, dass man sie nie unterschätzen darf.
Auch die Enthüllung, was genau Lucy die ganze Zeit gemacht hat, ist großartig geworden. Im Prinzip wird hierdurch verdeutlicht, wie viel sie für David empfindet. Dass sie sogar so weit geht, ihn dadurch zu schützen, dass sie versucht, alle Daten über ihn aus dem Cyberspace zu löschen.
Wenn die Menschlichkeit leidet
Der Moment, wo David schließlich das Exoskelett anlegt, ist gleichzeitig auch der, wo klar ist, dass es mit ihm nicht gut enden wird. Man sieht ja, wie sehr seine Menschlichkeit unter dem Skelett leidet. Das ihm immer wieder und immer schneller eine Dosis dieses Mittels gegen Cyberpsychose injiziert wird. Und eigentlich klar wird, dass das auf Dauer nicht funktionieren wird. Es ist eine Erkenntnis, die einem in der Seele weh tut.
Aber das ist eben typisch für Cyberpunk: Edgerunners. Man genießt die Folge, auch wenn man am Ende über das Schicksal der Figuren traurig ist. Denn es wird mit dieser Episode klar: Die Wahrscheinlichkeit, dass alle das Ende der Serie erleben, ist sehr gering geworden.
Info
Drehbuch: Masahiko Ōtsuka
Story: Bartosz Sztybor, Jan Bartkowicz und Łukasz Ludkowski
Regie: Yoshihiro Miyajima
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