Neuer Roman, neues Land, alte Isabella Trent: Auch im zweiten Band der Reihe kann sie teilweise Fettnäpfchen nicht vermeiden.

Spaß ist dabei
Zwei Jahre sind vergangen, seit jener schicksalhaften Expedition, auf der Isabella Trent ihren Ehemann verlor. Doch das Leben geht weiter und ihr Mann hat nicht nur für ihr materielles Auskommen gesorgt. Ebenso hat sie von ihrem letzten Liebesschlaf mit ihm noch einen Sohn erhalten.
Doch die Forschung ruft. Und so muss Iseballa ihren Sohn daheim lassen, derweil sie mit ihrem Freund Thomas Wilker und ihrer „Anstandsdame“ Natalie Oscott nach Eriga aufbricht. Es ist eine gefährliche Reise und als sie endlich angekommen sind, stranden sie in einer politisch sehr sensiblen Situation.
Man merkt Der Wendekreis der Schlange an, dass Marie Brennan ihren Spaß beim Entwerfen der Kultur von Eriga hatte. So schildert sie ein Land, dass ein politischer Brennpunkt ist. Wo gleich mehrere Interessen miteinander ringen. Und wo jede Tat daraufhin analysiert wird, ob sie einer politischen Partei einen Vorteil bringt oder nicht.
Keine einfache Reise
In diese Situation bringt die Autorin jetzt ihre Isabella Trent. Für die sie sich einiges geändert hat. Nicht nur, dass sie versucht, als Forscherin Anerkennung zu finden. Ebenso ist sie Mutter. Eine Rolle, die ihr zugegebenermaßen nicht leichtfällt, auch wenn sie für ihr Kind jede Menge Liebe verspürt.
Dennoch trifft sie dann die Entscheidung, dem Ruf nach Eriga zu folgen, um dort die dortigen Wyvern zu untersuchen. Wobei man ihr anmerkt, dass sie diese Entscheidung nicht leichtfertig trifft. Aber sie hat jede Menge gute Gründe dafür, diese Reise anzutreten.
Wobei sie nicht alleine reist. Thomas Wilker, ihr treuer Reisekamerad und Forschungsfreund begleitet sie. Und mit Natalie Oscott führt Marie Brennan eine interessante Figur ein.
Fettnäpfchen sind zum Mitnehmen da
Anhand Natalie spielt sie wieder mit den viktorianischen Konventionen. Denn eigentlich ist sie im heiratsfähigen Alter, weshalb ihre Eltern sie auch schnell unter die Haube bringen möchten. Aber andererseits besitzt sie einen unabhängigen Geist, wie sich im Laufe der Story schnell zeigt. Der sie zur perfekten Reisegefährtin für Isabella Trent mache. Die außerdem auch noch genügend gesunden Menschenverstand für sie beide besitzt.
Die Lage in Eriga wird von der Autorin auch exzellent dargestellt. Schon allein dadurch, dass ihre Titelheldin ein „Händchen“ dafür hat, in viele unmögliche Situationen zu kommen, sorgt sie dafür, dass man mehr über die Gesellschaft dieses Landes erfährt. Sie beschreibt dabei ein Volk, dass andere Regeln kennt, als die Scriländer, das Volk, dem Isabella Trent angehört. Was eben zu manchen Verwicklungen führt.
Für die Hälfte des Buches ist dies anschließend ebenfalls der Haupthandlungsort. Ehe dann die Autorin das Geschehen woanders hin verfrachtet. Und auch hier zeigt sich, dass sie ein Händchen dafür hat, fremde Kulturen lebendig und glaubwürdig darzustellen.
Da kommen Veränderungen auf einen zu
Dabei vergisst sie nicht die Mission von Isabella Trent. Sie schildert deren Forschungsarbeiten so, dass man gespannt darauf ist, was sie als Nächstes herausfindet. Und beschreibt außerdem verschiedene Drachensorten.
Es ist ein spannender und großartig geschriebener Roman, wie es für die Autorin üblich ist. Und das Ende der Geschichte deutet daraufhin, dass der nächste Band wieder einige Veränderungen mit sich bringen wird. Wie die sich dann auf die Story auswirken, dürfte sehr interessant werden.
Info
Autorin: Marie Brennan
Originaltitel: The Memoirs of Lady Trent 2: The Tropic of Serpents
Übersetzung: Andrea Blendl
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 03/2018
Einband: Taschenbuch
Seiten: 330
ISBN: 978-3-95981-505-5
Sonstige Informationen: Produktseite
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