Es zeigt sich, dass in der Familie Randa/Miura das Konzept von Treue etwas anders interpretiert wird.
Fokus auf die Charaktere
Apex Technologies übernimmt die Jagd nach dem neu aufgetauchten Titanen. Derweil befiehlt Monarch Tim (Joe Tippett), dass er Lee Shaw (Kurt Russel) und Hiroshi Randa (Takehiro Hira) verhaften soll, wenn er sie wieder sieht. Doch der denkt nicht daran, sondern versucht sie zu unterstützen und gleichzeitig mehr über Apex und deren Pläne herauszufinden.
In der Vergangenheit können Lee Shaw (Wyatt Russell) und Keiko Miura (Mari Yamamoto) mit knapper Mühe und Not zunächst dem Titanen und dann den Dorfbewohnern entkommen. Sie finden eine kleine Hütte, wo sie sich einquartieren und Lee Keikos Wunden versorgt. Bis sie herausfindet, dass er ebenfalls verletzt ist. Beide streiten sich, bis sie anschließend spontan zusammen schlafen.
Nachdem es die letzten Folgen von Monarch: Legacy of Monsters eher actionreich zuging, ist Geheimnisse im Vergleich deutlich ruhiger. Der Fokus liegt mehr auf den Figuren und dem Aufbauen von Plots, die in den kommenden Episoden noch wichtig werden dürften. Und gleichzeitig auch dem Entwickeln diverser zwischenmenschlicher Verwicklungen.
Das bedeutet nichts gutes
Dabei gibt es durchaus einige interessante Entwicklungen. Dass Apex Technologies die Kontrolle übernimmt und Monarch dadurch quasi an den Rand drückt, überrascht. Schließlich weiß man ja zu gut, dass diese Organisation nicht unbedingt zu den Guten gehört. Was allerdings die Verantwortlichen von Monarch nicht wissen. Die scheinen glücklich darüber zu sein, dass dieses Technologieunternehmen die Kontrolle übernimmt. Kenner der Godzilla-Filme wissen ja, dass das Unternehmen definitiv kein gutes ist.
Interessant ist, dass Tim wohl ahnt, dass die Firma nichts Gutes vorhat. Und deshalb Corah Mateo bittet, wieder für Apex zu arbeiten. Um so für ihn etwas Spionage zu betreiben.
Womit Corah in dieser Season endlich etwas zu tun kriegt. Das hat einen ja in den letzten Folgen geärgert, dass sie zwar etwas mit beigetragen hat. Aber ansonsten nicht wirklich etwas zu tun hatte. Wobei ihre neue Tätigkeit nicht ungefährlich werden dürfte.
Ein etwas anderes Konzept von ehelicher Treue
Doch auch die anderen Protagonisten kriegen zu tun. So versuchen Lee Shaw, Keiko Miuara und Hiroshi Randa ein Gerät zu finden, mit dem sie den neuen Titanen herbeirufen können. Dann stiehlt ihnen Apex jedoch den Apparat quasi vor der Nase weg. Womit bewiesen ist, dass das Unternehmen definitiv nicht zu den Guten gehört.
Und das führt zu einer interessanten Entwicklung. Denn es zeigt sich, dass Hiroshi Randas etwas anderes „Konzept“ von ehelicher Treue nicht von ungefähr kommt. Seine Mutter hatte es damit auch nicht ernst genommen, wie man in der Vergangenheitsebene sieht.
Die Enthüllung, wie sie aufgebaut wird und wie die Reaktionen der direkt beteiligten ist, ist zwar gut inszeniert. Aber gleichzeitig geht die Serie damit schon wieder in eine Arg Klischeehafte, wenn nicht sogar soapartige Richtung. Dabei war eine meiner Hoffnungen, dass dies in der zweiten Season vermeiden würde und sie sich mehr auf die Titanen und die Jagd nach ihnen fokussieren würde. Was sich dann aber mit dieser Folge erledigt hat.
Noch mehr Soap?
Das Schlimme ist: Es steht zu befürchten, dass es nicht bei dieser Entwicklung bleiben dürfte. Es würde mich nicht wundern, wenn anschließend in den kommenden Episoden noch enthüllt wird, dass Hiroshis Vater nicht Bill Randa ist. Sondern Lee Shaw. Das wäre dann quasi die Krönung der Soaplastigen Entwicklung.
Was die jüngste Randa-Generation angeht, so hat Kentaro Randa dieses Mal nicht wirklich viel zu tun. Er unterstützt seinen Vater, seine Großmutter und deren Freund. Hat aber ansonsten keinen eigenen Handlungsanteil. Hoffentlich kriegt er noch einen persönlichen Plot.
Also genauso, wie seine Halbschwester Cate. Die in dieser Folge zurück nach Hause geht und sich dann erst mal in Alkohol und gefährliche Liebschaften verliert. Warum merkt man am Ende der Episode, als ein Titanenalarm ausgelöst wird. Und anhand diverser Rückblenden gezeigt wird, dass sie von Schuldgefühlen geplagt wird. Ihre PTSD tritt also wieder zu Tage.
Wie läuft das zeitlich überhaupt alles ab?
Wieso der neue Titan jetzt aufkreuzt, ist unklar. Aber wird angedeutet, dass er von Apex persönlich angelockt wurde. Sie wollen die Weltöffentlichkeit auf ihn aufmerksam machen. Zu welchem Zweck bleibt offen.
Was in dieser Folge außerdem nicht wirklich funktioniert, ist die Darstellung von zeitlichen Verläufen. So gibt es in der Gegenwart einen zeitlichen Sprung, bei dem Cate zurück in die USA reist und Corah in Japan wieder ihr Leben lebt. Das Problem ist, dass man nicht weiß, wie viel Zeit vergangen ist. Das wird nämlich nicht gesagt.
Am Ende ist dies eine gute Episode, trotz des verstärkten Soapcharakters der zwischenmenschlichen Plots.
Informationen
Regie: Hiromi Kamata
Drehbuch: Kari Drake
Showrunner: Chris Black
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