Der Krieg in der Siddarmark nähert sich seinem Ende. Und damit auch der gesamte Weltkrieg.

Das Ende ist nah
Es wird immer offensichtlicher, dass das Kaiserreich Charis mit seinen Alliierten den Krieg gegen die Kirche gewinnen wird. Trotz der Tatsache, dass diese immer mehr der Technologien einsetzen, die sie auf dem Schlachtfeld erbeutet haben, ist die Dominanz des Kaiserreichs einfach zu erdrückend. Auch wenn dies die Verantwortlichen in der Kirche nicht wahrhaben wollen.
Trotzdem beginnen langsam Bemühungen, dass die Kirchengetreuen die Siddarmark verlassen. Allerdings nicht, ohne dass dafür Unschuldige und Gefallen büßen zu lassen. Zum Glück hat Nimue Alban etwas dagegen einzuwenden.
Es geht dem Ende zu. Gefährliche Offenbarungen ist der drittletzte Roman der Nimue Alban-Reihe. Zumindest hierzulande. In den USA sieht es etwas anders aus, doch dazu in den Rezis der beiden letzten Bände mehr.
Die Bedrohung wird geringfügig gefährlicher
Es tut der Romanserie gut, dass ein Ende langsam in Sicht ist. Denn auf ein Mal tut sich so etwas wie Spannung auf. Man liest davon, dass die Gegenseite von Charis immer mehr ihre eigenen Interpretationen von Erfindungen des Kaiserreichs gegen eben jenes einsetzt. Auch wenn, wie David Weber es nie müde wird zu betonen, diese längst nicht so effektiv sind, wie die Originale.
Und am Ende ist es auch nur eine geringfügige gesteigerte Bedrohung. Denn das Kaiserreich Charis steht ja am Ende immer noch für die Guten. Und trotz aller Rückschläge sind sie einfach in jederlei Hinsicht überlegen. Sie haben immer noch den technologischen und ausbildungstechnischen Vorteil, den sie natürlich auf den Schlachtfeldern ausspielen.
Dementsprechend vorhersehbar ist stellenweise die Handlung. Man hat hier die Guten und hier die Bösen. Beide sehr gut durch ihre Taten identifizierbar. Was natürlich etwas ist, was man bereits so in den früheren Erzählungen gelesen hat. Das wird sich auch nicht mehr ändern, so kurz vor dem Serienfinale.
Das hat man kommen sehen
Entsprechend muss man ebenfalls diesen Roman lesen. Man kann sich daran erfreuen, dass die Schlachten immer noch spannend geschrieben sind. Und dass den Bösen langsam aber sich die gerechte Strafe widerfährt. Man darf nur nicht Figuren erwarten, die glaubwürdig oder realistisch wirken.
Das hat allerdings auch zur Folge, dass der Plot mitunter sehr vorhersehbar ist. Denn das in einem Konflikt zwischen dem Kaiserreich Charis und der Gegenseite auf einmal die Antagonisten siegreich sind, ist kaum noch zu erwarten. Zu erdrückend ist die Dominanz, der Heldenseite, zu überlegen ihre Armee, ihre Technologie und ihr Kampfgeist.
Am Ende ist es halt immer noch, wie gehabt. Lange, nicht sonderlich gut geschriebene Dialoge oder Monologe, Figuren die gleich klingen und Böse, die man dadurch identifizieren kann, dass sie schlimmes tun. Man kennt es nicht anders, man ist es nicht anders gewohnt.
Das Gute ist, dass es abzusehen ist, wann es zu Ende ist. So lange muss man mit den Mankos leben.
Info
Autor: David Weber
Originaltitel: Hell’s Foundation Quiver, Teil 2
Übersetzer: Ulf Ritgen
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 09/2017
Einband: Taschenbuch
Seiten: 670
ISBN: 978-3-7325-3985-7
Sonstige Informationen: Produktseite
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