Nicht jeder Plot in dieser Folge funktioniert. Dennoch gibt es hier einige Überraschungen.
Perfekte Diener
Bevor damals der Krieg ausbrach, der am Ende zur Zündung der Atombomben führte, floh Steph (Annabel O’Hagan) mit ihrer Mutter aus einem Gefangenenlager. Mit Mühe und Not schaffte sie es nach Amerika. Jetzt, in der Gegenwart, steht sie kurz davor, Chet (Dave Register) zu ehelichen. Sie ahnt jedoch nicht, dass dieser ihren Geheimnissen auf die Spur kommt.
Derweil versucht Hank (Kyle MacLachlan), seine Tochter davon zu überzeugen, dass alles, was er bislang getan hat, für einen guten Zweck war. Er gibt Lucy (Ella Purnell) jede Menge Freiheiten und beschönigt seine Taten. Doch ob er damit Erfolg hat?
Am Ende geht es Hank nur um eins: eine Art perfekte Dienerschaft zu erschaffen, die ihm und anderen Privilegierten widerstandslos gehorcht. Und all dies versucht er in Die Übergabe vor seiner Tochter Lucy zu verbergen.
Bitte nicht übergeben
Die ganze Zeit fragt man sich dabei bange, ob sie auf seine Beschönigungen reinfällt oder ob sie ihre Skepsis bewahren wird. Das Schöne ist, dass diese Folge darauf eine eindeutige Antwort liefert. Vor allem eine, die keine weiteren Fragen offenlässt.
Doch bis es so weit ist, dauert es noch etwas. Zeit genug, um den Lügen und Beschönigungen Hanks zu lauschen, und sich hierbei zu bemühen, sich nicht zu übergeben, einfach weil das, was er von sich gibt, eine unglaubliche Lüge ist, die im eklatanten Widerspruch zu seinen Taten steht.
Dabei ist dies noch nicht mal der interessanteste Plot der Episode. Diese Bedeutung kommt der Handlung von Steph zu. Es ist das erste Mal in der aktuellen Season, dass sie so sehr im Mittelpunkt steht. Bislang war ihre Handlung eher ein Nebengedanke, eine Nebenhandlung, die zeigt, wie es den Heimatvaults seit Lucys Weggang ergeht.
Es plätschert
Dafür legt sich diese Folge auch richtig ins Zeug. Einerseits entwickelt man Sympathien für sie, als man in Rückblenden von ihrem Leben aus der Vorkriegszeit erfährt, das sicherlich nicht einfach war. Andererseits existieren jedoch ebenfalls Antipathien, wenn man sieht, wie sie in der Handlungsgegenwart agiert. Sie gibt sich arrogant und selbstsicher. Sie meint, stets die Kontrolle zu haben, woran die Folge leichte Zweifel sät.
Denn Chet, ihr künftiger Ehemann, darf zum ersten Mal so etwas wie eine gewisse Intelligenz beweisen. Er zählt nämlich die diversen Hinweise, darunter auch die Brille von dem verschollenen Woody, zusammen und kommt so auf ihr Geheimnis. Welches er schließlich am Ende der Folge enthüllt und so für eine dramatische Veränderung ihrer Pläne sorgt. Zum ersten Mal ist man darauf gespannt, wie sich diese Handlung entwickeln wird.
Im Vergleich dazu plätschert der Plot um Maximus, Thaddeus und dem Ghul lange Zeit vor sich hin. Es tut dem Ritter nicht gut, dass er die Bruderschaft des Stahls erst mal hinter sich gelassen hat. Denn als Anhängsel, als besserer Handlanger des Ghuls bleibt er die meiste Zeit über blass. Erst, als er in einer alten Powerrüstung gegen die Todesklauen antreten darf, wird er wieder schlagartig interessant.
Schwach
Thaddeus hingegen ist das fünfte Rad am Wagen. Er dient als ein bisschen Comedy Relief, der versucht, mit dem Ghul eine Kameradschaft über ihren gemeinsamen Ghulzustand zu schmieden. Und der dann später, als es ernst wird, einen Arm verliert. Der Charakter war besser, als er noch die Kronkorkenfabrik geleitet hat.
Und der Ghul selbst? Wenn man ihn sein typisches, zynisches Selbst darstellen lässt, ist die Figur genial. Was zum Glück in dieser Folge die ganze Zeit geschieht.
Der schwächste Plot der Episode ist der um Norm, der ein Gefangener der angehenden CEOs ist. Es geschieht hier nichts Relevantes. All die Spannung, die sich um ihn und sein Schicksal aufbaute, ist dadurch flöten gegangen, dass er den Großteil der Folge auf dem Rücken liegend verbringt. Norm ist ein intelligenter Charakter und man muss seine Intelligenz entsprechend einsetzen, damit er glänzen kann. Das ist aktuell nicht der Fall.
Zum Glück entschädigt das Ende der Folge dafür, dass sie zuvor über weite Teile schwach wirkt. Denn sowohl Lucy als auch der Ghul erleben jeweils zwei heftige Überraschungen, die dafür sorgen, dass das Interesse an dem Seasonfinale enorm ansteigt. Zum Glück!
Info
Drehbuch: Kieran Fitzgerald
Regie: Stephen Williams
Showrunner: Graham Wagner, Geneva Robertson-Dworet
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