Erneut zeigt die Serie eine gewisse Flexibilität, was Details der Mangavorlage angeht.
Eine interessante Insel
Die Strohhutpiraten erhalten Besuch von Miss All Sunday (Lera Abova). Diese warnt sie, dass die nächste Insel äußerst gefährlich sein soll und gibt ihnen einen Eternal Port, mit dem sie einen Teil der Reise abkürzen können. Doch Luffy (Iñaki Godoy) will dieses Angebot nicht annehmen und zerstört den Port demonstrativ, sehr zum Amüsement der Besucherin. Die daraufhin verschwindet.
Die genannte Insel entpuppt sich als Dschungelparadies, dass eine prähistorische Flora und Fauna hat. Die Strohhutbande geht getrennter Wege, um das Eiland zu erkunden. Und trifft dabei nicht nur auf zwei Riesenkrieger. Sondern ebenfalls auf Agenten der Baroque Firma, die nichts gutes vorhaben.
Mit Riesenärger auf Little Garden adaptiert die Live Action-Serie einen kleinen Arc der Vorlage, dessen wahre Bedeutung in den aktuellen Kapiteln des Mangas gerade offensichtlich wird. Dabei werden in der Folge kleinere Hinweise auf das aktuelle Geschehen eingebaut.
Gestrafft und aufs Essenzielle reduziert
Im Vergleich zur Mangavorlage wurde die Handlung natürlich deutlich gestrafft. Die gemeinsame Jagd von Zoro und Sanji wird dieses Mal nicht so ausführlich erzählt, ebenso wie auch die Interaktion der einzelnen Strohhutmitgliedern und den Riesen ein wenig zusammengestrichen wurde. Wobei beim Zuschauen der Folge nicht das Gefühl aufkommt, dass hier essenzielles weggelassen wurde. Im Gegenteil: Das Handlungstempo ist flott, geht jedoch nicht auf Kosten der Figuren.
Denn nach der Aufregung des Staffelauftakts ist dies die erste Folge, in der die jeweiligen Charaktere endlich ein wenig mehr interagieren können. Die Gelegenheit also, um Figurenzeichnungen zu vertiefen und einige Charakterdetails noch mal aufzugreifen. Einer der Protagonisten, der am meisten davon profitiert ist Lysopp. Er wird in dieser Episode wieder als der Angsthase dargestellt, der er ja eigentlich auch ist. Aber es wird ebenso eine Saat gelegt, die dann viel später aufgehen sollte und für eine der besten Charakterentwicklungen der Mangavorlage sorgen wird.
Doch nicht nur das wird aufgegriffen. Auch die Rivalität zwischen Zoro und Sanji wird weiterentwickelt. Die Szenen, wo sie gemeinsam auf die Jagd und sich gegenseitig auf die Nerven gehen, ist einfach nur grandios. Vor allem, weil hier die Chemie zwischen den Darstellern stimmt.
Eine großartige Anfangsszene
Nicht unerwähnt bleiben sollte die Anfangsszene, in der Miss All Sunday ihre Aufwartung macht. Kenner der Vorlage wissen diesen Moment natürlich von seiner Bedeutung einzuschätzen. Aber es ist interessant zu sehen, wie sich hier nahe an die Vorlage gehalten wurde und die Schauspieler dies ebenso wunderbar umsetzen.
Der Auftritt der Baroque-Firma wird in dieser Folge auch gut vorbereitet. Die eigentliche Gefahr taucht erst später auf, wird allerdings wiederholt angedeutet. So sieht man, wie einigen Mitgliedern der Strohhutpiraten heimlich ein Symbol aufgemalt wird, dass je nach Farbe, ihre Gefühle manipuliert. So wird Nami, nachdem sie ein grünes Symbol erhalten hat, an allem desinteressiert und lustlos.
Wer dahinter steckt, erfährt man erst am Ende der Folge. Zunächst tauchen aber zwei alte Bekannte auf. Mr. 5 und Miss Valentine machen ihre Aufwartung. Und scheinen unter erheblichen Druck zu stehen.
Den kennt man doch
Die Enthüllung, wer dann aber am Ende wirklich für das Chaos zuständig ist, ist gelungen. Jetzt nicht nur von der Art und Weise, wie dieses geschieht. Sondern auch vom Casting her. Denn für die Figur von Mr. 3 wurde niemand Geringeres als David Dastmalchian (Dune, Ant-Man) gewonnen. Der den Charakter grandios zum Leben erweckt.
Interessant sind auch die eben erwähnten Anspielungen auf die aktuelle Handlung. Als nämlich Luffy und Lysop sich vornehmen, irgendwann auf die Heimat der Riesen zu reisen, weiß man als Mangakenner, dass eben diese der aktuelle Handlungsort ist. Auch die Erwähnung eines gewissen Sonnengottes lässt den Kenner der Vorlage aufhorchen, weil dies ebenfalls von großer Bedeutung ist.
Extra für diese Episode wurde die mongolische Hard Rock Band The Hu angeheuert. Die mit Pray to the Sun und gemeinsam mit Declan de Barra einen Hit sondergleichen abgeliefert haben. Dieser Track ist wirklich Spitzenklasse. Genauso, wie auch diese Folge.
Informationen:
Drehbuch: Lindsay Gelfand & Allison Weintraub
Regie: Christoph Schrewe
Showrunner: Matt Owens und Joe Tracz
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Warpskala
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