Mit dieser Folge findet Lsyopp den Mut, seine Angst zum Vorteil einzusetzen.
Nahe an der Vorlage, mit Abweichungen wenn nötig
Mr. 3 (David Dastmalchian) hat Zoro (Mackenyu), Nami (Emily Rudd) und Vivi (Charithra Chandran) gefangen genommen. Später verpflanzt er sie auf eine aus Wachs erstellte, große Torte, wo sie langsam von dem Wachs umschlossen und ersticken sollen. Er ist sich dabei sehr sicher, dass er gewinnen wird. Schließlich hat seine Partnerin Miss Goldenweek (Sophia Anne Caruso) Luffy (Iñaki Godoy) in Beschlag. Und die Riesen sind sowieso außer Gefecht. Mit anderen Worten: Es gibt niemanden, der die Gefangenen noch retten kann.
Allerdings gibt es noch zwei Leute. Wobei Sanji (Taz Skylar) Kontakt mit dem Kopf der Baroque Firma aufnimmt und zwei von dessen Handlangern außer Gefecht setzt. Weshalb es am Ende auf Lysopp (Jacob Romero Gibson) ankommt. Und darauf, dass er sich seiner Angst stellt, damit die anderen überleben können.
Es ist wirklich faszinierend, wie gut es Wax On, Wax Off gelingt, einige markante Momente der Mangavorlage in die Realserie rüberzutransportieren. Und es gleichzeitig auch schafft, an einigen Stellen von dieser bewusst abzuweichen. Wobei diese Abweichungen nur Personen betrifft, deren Plots in der Realadaption vermutlich eh keine Rolle mehr spielen werden.
Stärke in der Angst finden
Natürlich ist dies endgültig die Folge, in der Lysopp seine Stärke findet. Bereits in der letzten Episode konnte man davon schon Ansätze sehen. Er, der bislang eher als Lügenbaron und Angsthase in Szene gesetzt wurde, war ja auf der Suche danach, wie er mutig werden kann. Entsprechend gibt es dann auch später eine Szene, in der er erfährt, was die Quelle für wahren Mut ist. Und ohne zu viel zu verraten: Er muss sich dafür nicht großartig verändern.
Doch auch wenn Lysopp im Zentrum dieser Folge steht, werden die anderen Figuren nicht vergessen. So sieht man Namis Vertrauen in ihren Kapitän. Oder Zoros merkwürdigen Gedanken darüber, wie er sich befreien kann. Oder wie Sanji die Unluckies besiegt und tötet.
Wobei der Auftritt von diesen stellenweise enttäuscht. Denn das Miss Friday von Sanji so schnell besiegt wird, wirkt wie vergeudetes Potenzial. Immerhin ist das Duell zwischen dem Schiffskoch und Nr. 13 deutlich besser und wird auch sehr humorvoll präsentiert.
Was für eine grandiose Darstellung
Übrigens wird hier auch eine Szene eingebaut, in der Mr. 0, der Kopf der Baroque Firma mehr in Erscheinung tritt. Natürlich sieht man ihn nicht vollständig, sondern nur eine seiner Hände. Doch das, in Kombination mit seiner Fähigkeit, reicht aus, um Neugierde zu erwecken, wer er in Wirklichkeit ist. Es scheint so, als ob er auf das Königreich von Alabastia abgesehen hat. Nur zu welchem Zweck bleibt unklar.
Die in Wax On, Wax Off vertretenen Agenten der Baroque Firma haben hierbei ebenfalls einige starke Momente. Vor allem die von Sophia Anne Caruso (The School of Good and Evil) dargestellte Miss Goldenweek sticht dabei besonders hervor. Ihre Darstellungsweise jagt einem eine Gänsehaut über den Rücken. Die kühle Art und Weise, wie sie beispielsweise davon berichtet, wie sie wohl ihre Eltern umgebracht hat, lässt sie unheimlich wirken. Man hat das Gefühl, dass sie eine Soziopathin ist, die zufälligerweise in den Besitz großer Kräfte gekommen ist und sie nur zu ihrem eigenen Vorteil einsetzt.
Immerhin überleben sie und Mr. 3 das Ende der Folge. Was man von Mr. 5 und Miss Valentine nicht sagen kann. Ihr Ableben ist eine Abkehr von der Mangavorlage, wo sie überlebt. In der Realverfilmung wird sie von Mr. 3 umgebracht, damit sie Mr. 0 nicht von ihrer schmachvollen Niederlage berichten kann. Was ein gruseliger Moment ist, der aber auch sehr gut die Verzweiflung von Mr. 3 zeigt, dass er sich zu solchen Taten entschließt.
Viele Wege, den garantierten Tod zu überstehen
Wobei in One Piece Tod nicht gleich Tod bedeutet. Wie man anhand der Riesen sieht, kann man selbst von einem Schwert durchstoßen werden und am Ende trotzdem noch überleben.
Es ist vielleicht keine perfekte Folge. Aber immer noch eine, die einen gut unterhält. Und wenn dann am Ende Praise to the Sun ertönt, ist die Stimmung sowieso wunderbar.
Informationen:
Drehbuch: Joe Tracz
Regie: Christoph Schrewe
Showrunner: Matt Owens und Joe Tracz
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