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Claire Redfield sucht noch immer nach ihrem Bruder Chris und rückt dabei der Umbrella Corporation ganz schön auf die Pelle.

Handlung

In der Europa-Zentrale des Umbrella Konzerns wird Claire Redfield gefangen genommen. Sie wird zu einem Gefängnis auf Rockfort Island gebracht, wo es durch den Angriff eines Konkurrenten erneut zu einem Ausbruch des T-Virus kommt. Claire wird befreit und trifft auf Steve Burnside, einen anderen Gefangenen. Gemeinsam verlassen sie die Insel, werden aber durch den Autopiloten des Fluchtflugzeugs in die Antarktis gebracht, zu einem weiteren Stützpunkt von Umbrella. Auch hier ist der T-Virus ausgebrochen, mitgebracht von den fliehenden Angestellten.

Chris Redfield bekommt eine Nachricht von Claire, die sie von Rockfort Island geschickt hatte. Er macht sich auf den Weg dorthin, findet die Basis aber in Trümmern vor. Schnell findet Chris heraus, wohin die Flugzeuge geleitet wurden und befreit seine Schwester. Gemeinsam stellen sie sich Alexia Ashford, die aus ihrem jahrelangen Schlaf erwacht ist.

Resident Evil Code Vernonica X
Die neue BOW: Der Bandersnatch

Rezension

Das wohl umfangreichste Spiel der frühen Ära kam zuerst auf der Dreamcast in den Handel, später dann auch für Playstation 2 (ab hier mit X im Namen), Gamecube und später als HD Remaster für Konsolen ab Xbox 360/PS3 – in manchen Ländern aber nur digital. Das X bezieht sich hier lediglich auf ein paar zusätzliche bzw. erweiterte Zwischensequenzen und der sofortigen Verfügbarkeit des Battle Game, der in der originalen Fassung noch freigespielt werden musste – im HD Remaster hat man das dann aber wieder rückgängig gemacht.

Mit wenig Bewaffnung starten wir unser Abenteuer und folgen dem üblichen Muster. Rätsel sind etliche da, aber oft ist es nur um von A nach B zu kommen, wie es auch schon in den Spielen davor war. Manchmal muss man wirklich nachdenken, um ein Puzzle zu verstehen, aber das machte den Reiz der alten Teile eben aus. Die meiste Zeit spielen wir Claire, einmal kurz Steve und das letzte Drittel gehört Chris, mit einer kurzen Unterbrechung von Claire.

Es gibt nur wenige Bosskämpfe, diese haben es aber ziemlich in sich und sind vor allem recht abwechslungsreich. Es gibt auch wieder einen Tyrant, dieser ist allerdings nur bei der ersten Begegnung mit reiner Waffengewalt zu bezwingen, beim zweiten Aufeinandertreffen müssen wir sehr viel taktischer vorgehen und er kann uns sogar mit einem Treffer erledigen, wenn wir uns blöd anstellen.

In einem anderen Bosskampf können wir vergiftet werden, was wir nicht einfach mit einem blauen Kraut kurieren können. Das ändert den Verlauf der Handlung zumindest ein wenig. Von Fans wird das Backtracking immer wider kritisiert, dieses gehörte zu diesem Zeitpunkt der Reihe aber vollkommen dazu. Es fällt hier nur mehr auf, da wir alleine auf Rockfort Island schon mehrere Gebäude haben und diese auch immer wieder besuchen müssen.

Resident Evil Code Veronica X
Chris besucht das zerstörte Anwesen auf Rockfort Island

Auch die Puzzles bringen ein wenig Abwechslung mit sich, auch wenn sie nach wie vor nach dem alten Schema aufgebaut sind. Man muss Gegenstand 1 finden um eine Tür zu öffnen, damit man dort Gegenstand 2 finden kann, mit dem man die nächste Tür öffnen kann. So arbeitet man sich langsam durch, manchmal ist es ein wenig komplexer, da man mehr als einen Gegenstand braucht, aber das Muster ist seit dem ersten Teil wohlbekannt.

Als neue Gegnerart haben wir vor allem den Bandersnatch. Dieser hat nur einen Arm, der dafür sehr groß und dehnbar ist. Damit greift er uns nicht nur an, sondern kann auch in kurzer Zeit Distanz aufholen. Für Chris gibt es auch eine neue Hunter-Version, die giftig ist. Ansonsten ist quasi alles beim Alten, Spinnen, Hunde, Zombies.

Die Story ist der große Pluspunkt, auch wenn gerade Alfred Ashford von Fans immer sehr gescholten wird. Aber wir gehen tief in die Geschichte von Umbrella rein und erfahren eine Menge über die Ursprünge der Firma. Im Verlauf der Handlung gibt es einige Twists, die man so nicht hat kommen sehen, wie üblich liefern Dokumente einen großen Teil der Geschichte, der Rest kommt von den Zwischensequenzen und dem Dialog der Charaktere.

Die als Tankcontrols bekannt gewordene Steuerung und dass man immer noch den Aktionsknopf drücken muss, wenn man eine Treppe hoch oder runter will, ziehen das Spiel in der Retrospektive ein wenig runter.

Fazit zu Resident Evil Code: Veronica X

Dies hier ist es. Das ist das beste Spiel der klassischen Reihe, die noch auf Tank Controls und fester Kamera setzen. Die Story ist dicht, die Spannung ist für ein Spiel dieses Jahrganges (2000) intensiv. Die paar Mankos trüben den Spielspaß nicht und die Herausforderung, hier die besten Ränge zu bekommen, ist enorm. Dazu haben wir die beste Saferoom-Musik der Reihe.

 

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Marco Golüke

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