Kampfstern Galactica
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Review Kampfstern Galactica 20 – Kontakte zur Erde Teil 2

Lesezeit circa: 7 Minuten

Nach der Flucht von der Galactica erreicht das Shuttle das einprogrammierte Ziel, den Planeten Paradeen. Dieser wurde einst von der Östlichen Allianz angegriffen. Sarah und Michael hoffen, dort ihre Kinder in Sicherheit bringen zu können. Cassiopeia, Apollo und Starbuck erhoffen sich Informationen zur Erde.

Die Ankunft

Cassiopeia wird an Bord des Shuttles durch eine Funkübertragung des Zielplaneten geweckt. Begleitet von Starbuck und Apollo wird das Schiff vom Autopiloten sicher gelandet. Michael hat zum Entsetzen von Apollo durch eine schnelle Computereingabe veranlasst, dass der Peilsender sofort nach Ankunft zerstört wird, damit sie nicht von der Östlichen Allianz geortet werden können.

Die Gruppe wird am Flughafen von den beiden Androiden Hector und Vector begrüßt, die sie zur Farm von Sahras Vaters bringen. Zu Sarahs Überraschung ist ihr Vater nicht mit zum Flughafen gekommen. Die Androiden reagieren zunächst ausweichend, auf der Farm angekommen führen sie Sarah schließlich zum Grabstein ihres Vaters. Sie reagiert verzweifelt und gibt der Wissenschaft die Schuld an seinem Tod. Die Androiden versprechen Michael, dass sie ihnen trotz allem ein gutes Leben bieten können, obwohl es ein wenig einsam sein wird.

Im Haus toben die Kinder nach dem langen Kälteschlaf ausgelassen herum. Apollo möchte sofort Details über Terra erfahren, doch die Androiden möchten zuerst Begrüßungsgeschenke übergeben. Aber auch hier reagiert Sarah abweisend. Ihre Kinder sind weit von Terra geboren worden und können aufgrund der Gewöhnung an die veränderte Atmosphäre niemals dort leben. Daher möchte sie nicht, dass sie etwas über den Planeten erfahren, um jegliche Sehnsucht zu vermeiden. So spielen die Androiden nicht wie vorgesehen die Videoaufzeichnungen ab, sondern führen selbst einen Tanz auf und singen dazu.

Das Schiff der Östlichen Allianz, dass das Shuttle und die beiden Viper geortet hat, ist ihnen nach Paradeen gefolgt.

Auf gute Nachbarschaft

Sahra zieht sich frühzeitig mit den Kindern zurück. Als diese schlafen, klettert sie jedoch aus dem Fenster und schleicht sich davon. Am nächsten Morgen ist Apollo früh mit den Kindern draußen während Starbuck mit Cassiopeia die Gegend erkundet. Michael gesellt sich zu ihm und warnt ihn erneut, mit der Flotte nach Terra zu fliegen. Plötzlich taucht Sarah hinter ihnen auf und bittet Apollo um ein Vieraugengespräch. Sie vertraut ihm an, dass sie und Michael gar kein Paar sind, sondern eine Zweckgemeinschaft bilden. Verzweifelt bittet sie Apollo, bei ihr zu bleiben und sie und ihre Kinder zu beschützen, da sie nicht einmal Michael vertrauen kann. So erfährt Apollo, dass die Kinder keine Geschwister, sondern jeweils Halbwaisen sind. Apollo muss dies leider ablehnen. Starbuck unterbricht das Gespräch. Aufgeregt erzählt er Apollo von der Entdeckung einer verlassenen Stadt. Der Android Hector erklärt ihnen, dass alle Bewohner durch eine Neutronenwaffe getötet wurden, nur die Bewohner der weit außerhalb liegenden Farmen haben den Angriff überlebt. Starbuck fährt mit Hector zur Stadt, um in den Archiven nach genauen Informationen zu Terra zu suchen.

Michael verweist nochmal darauf, froh zu sein, dass der Peilsender zerstört wurde. Vector sagt plötzlich, dass sie das in der Aufregung der Ankunft vergessen haben. Zusammen mit Apollo und den Kindern macht Vector sich auf dem Weg zurück zum Flughafen, um das Versäumnis nachzuholen. Apollo bittet Cassiopeia, sich in der Zwischenzeit um Michael zu kümmern, um ihrerseits weitere Einzelheiten zu erfahren. Am Rollfeld angekommen, stoßen sie jedoch auf weitere Bewohner Paradeens, die die Viper für Schiffe der Östlichen Allianz halten. Apollo sieht sich gezwungen, seine Waffe zu ziehen, damit sie die Viper in Ruhe lassen. Die Familie Moreland zieht sich schließlich zurück, nicht jedoch ohne Drohungen auszusprechen. Maggie Moreland reagiert jedoch freudig als sie sieht, dass sich Kinder in der Gruppe befinden. Diese laufen zu den Fluggeräten und rufen aufgeregt, dass alle Instrumente im Inneren zerstört wurden.

Die Östliche Allianz

Einst hat es auf Terra viele unterschiedliche Nationen gegeben. Diese verwickelten sich ständig in Konflikte. Mit der Zeit bildeten sich zwei Seiten heraus, die Westliche und die Östliche Allianz. Als die Ressourcen immer knapper wurden, gründeten beide Seiten Siedlungen auf nahegelegen Planeten. Der Konflikt dauert immer noch an, nach und nach werden die Kolonien auf den Planeten brutal ausgemerzt. Von einer dieser Kolonien sind Michael und Sarah geflohen, um mit ihren jeweiligen Kindern auf Paradeen, bei Sahras Vater ein neues Leben zu beginnen.

Hector und Starbuck streifen durch die verlassene Stadt. Dem Androiden ist es unverständlich, wie denkende vernünftige Wesen sich gegenseitig solche Gräuel antun können. In den verlassenen Gebäuden kann Starbuck allerdings keinerlei verwendbare Hinweise finden. Hector fällt schließlich ein, dass es noch ein unterirdisches Archiv gibt, warnt Starbuck jedoch davor, es zu erkunden. Apollo, Cassiopeia und Starbuck haben ja schon Schwierigkeiten mit der dünnen Atmosphäre an der Oberfläche des Planeten zurechtzukommen. In den Katakomben gibt es kaum genügend Sauerstoff zum Atmen.

Zurück auf der Farm nimmt Sahra den wütenden Apollo erneut zur Seite, um ihm zu sagen, dass ihnen ja nun nichts Anderes übrigbleibt, als mit ihnen auf Paradeen zu bleiben. Schnell gibt sie jedoch zu, dass nicht die Morelands, sondern sie selbst die Instrumente in der vergangenen Nacht zerstört hat, damit die Kolonialen bei ihnen auf Paradeen bleiben. Die Kinder sind froh, dass sie es zugegeben und ihre Schuld eingestanden hat.

Plötzlich kehrt Hector ohne Starbuck zurück und berichtet ihnen, dass er ihn in den Katakomben verloren hat. Er möchte nun zusätzlichen Sauerstoff holen, da er befürchtet Starbuck habe das Bewusstsein verloren. Gemeinsam eilen Michael, Apollo und die beiden Androiden zurück in die Stadt. Sahra bleibt mit den Kindern auf der Farm. Sie erlaubt ihnen, die Tiere im Stall zu versorgen und verspricht ihnen, danach gemeinsam die Videoaufzeichnung von Terra anzusehen. Als die Kinder im Stall sind, tauchen plötzlich die Kämpfer der Östlichen Allianz im Haus auf und bedrohen Sahra. Die Kinder sehen dies und schleichen sich davon. Sie klopfen an die Tür der Morelands und bitten um Hilfe.

In der Zwischenzeit durchsuchen Apollo, Michael, Cassiopeia und die Androiden in zwei aufgeteilten Gruppen die Katakomben. Starbuck ist zusammengebrochen, macht jedoch durch Klopfzeichen auf sich aufmerksam. Dennoch können ihn die anderen zunächst nicht finden. Mit einem Mal tauchen jedoch die Morelands auf und helfen ihnen. Sie erzählen, dass die Kinder hilfesuchend bei ihnen aufgetaucht sind und alles erzählt haben. Gemeinsam eilen sie zurück zur Farm.

Sahra gelingt es, die Krieger der Allianz hinzuhalten und wirft ihnen ihre Unmenschlichkeit vor. Der Anführer Leiter verteidigt jedoch das Vorgehen. Michael, Starbuck und Apollo dringen von verschiedenen Seiten in das Farmhaus ein. Gemeinsam gelingt es ihnen, alle Krieger zu überwältigen. Als Sahra Michael fragt, ob es ihren Kindern gut geht, wird beiden klar, dass sie es mit ein wenig gegenseitigem Vertrauen schaffen können, ein neues Leben zu beginnen.

Apollo, Starbuck und Cassiopeia gehen mit den überwältigten Kriegern an Bord ihres Zerstörers. Auf dem Weg zurück zur Flotte gibt Leiter weiterhin mit der Übermacht der Allianz an. Das ist jedoch schnell vorbei, als er die gigantischen Ausmaße des Kampfsterns bemerkt.

Fazit

Ende der ersten Staffel wurden die Zylonen durch die Östliche Allianz als die Hauptantagonisten abgelöst. Auch hier greift die Filmindustrie wieder auf die äußerliche Ähnlichkeit des Stereotyps des Nazis zurück. Zudem wirken die Androiden geradezu grotesk lächerlich, die Gesichter silbern angemalt mit Glitzersteinen auf der Stirn. Der ältere der beiden gilt als Vater des Jüngeren. Die beiden übernehmen die Rolle des Comic Reliefs, das mit der Bemerkung, dass wenn es die Teile geben würde, sich der Vater schon eine Frau gebaut hätte, ihren Höhepunkt erreicht.

 

Warpskala

Warpskala
4 10 0 1
4/10
Total Score

Positiv

  • Thematischer Aufgriff des kalten Krieges

Negativ

  • Scheinbar kaum Schwierigkeiten der Kolonialen mit dünner Atmosphäre
  • Missglückter Versuch der Aufheiterung durch groteske Darstellung der Androiden
  • Stereotypische Darstellung der Östlichen Allianz
Melanie Frankl

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