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Sie hatten ein freundliches Willkommen erwartet, aber sie wurden behandelt wie Bettler …

Perry Rhodan 38 - Vorstoss nach Arkon
Cover © Pabel Moewig

Titel: Vorstoß nach Arkon
Autor: Kurt Mahr
Zeichner: Johnny Bruck
Erschienen: Freitag, 25. Mai 1962

Ein kleiner Zeitsprung

Die Serie macht zwischen Heft 37 und 38 einen kleinen Zeitsprung von einem Jahr. Wir befinden uns also im Jahre 1984. Perry Rhodan hat das von den Springern geklaute Raumschiff umbauen lassen und auf den Namen GANYMED getauft.

Crest und Thora, die beiden Arkoniden, insistieren weiterhin auf Perrys Versprechen, sie nach Arkon zu bringen.

Da Rhodan mit der GANYMED auch sogenannte Strukturkompensatoren klauen konnte, die die Hyperraumsprünge unanmessbar machen, hat er mittlerweile auch keine weiteren Argumente, die die Heimreise seiner arkonidischen „Gäste“ noch weiter verzögern könnte.

Immersion?

Kurt Mahr liefert und neben einer technischen Abhandlung über den Umbau der GANYMED einiges an substantieller Handlung, leider aber zu Lasten einer echten Immersion. Macht wenig, denn alleine die Schilderung der Arkon-Systems mit seinen drei synchron geschalteten Welten wirkt wie ein erster Hammer in Richtung des Lesers. Die im Heft geschilderten Arkoniden sind nicht nur offensichtlich dekadent, sondern überdies auch verblödet und – vereinfacht ausgedrückt – völlig lebensunfähig. Naats, die einheimischen Riesen des fünften Arkonplaneten, stellen die aktuellen Besatzungen von Arkon-Schiffen.

Als Thora und Crest vor Jahren Arkon verließen, wurde der amtierende Imperator abgesetzt. Der Robotregent, eine riesige Positronik, hat die Macht ergriffen und hält das Imperium am Leben. Die Familie da Zoltral, der auch Thora und Crest angehören, ist nur noch geduldet, hat ihre Macht und ihren Einfluss verloren. Entsprechend braucht es einiger Wirrungen und Wendungen, bis die beiden endlich zur Hauptwelt fliegen dürfen.

Wenig Spannung

Was in der Zusammenfassung nach viel Spannung klingt, präsentiert sich im Heft dann doch trockener als erwartet. Natürlich kann man, wie Mahr es macht, auf Umgebungs- und Actionschilderungen setzen und in den frühen 1960ern war das ja auch okay und üblich. Heute aber vermisse ich als Leser dann doch mehr Einblicke auf das Seelenleben der Arkoniden. Sowas gab es auch in den 1960r Jahren schon, wenngleich nicht so ausgeprägt wie heute. Und dieses Mindestmaß an Schilderung vermisse ich hier bei Kurt Mahr.

Ansonsten haben wir hier ein eher durchschnittliches Heftchen vor uns. Gerade als Einstieg in eine neue Handlungsebene, die uns das lang erwartete Arkon präsentiert, eher enttäuschend. Dennoch reicht es für mich für solide 5 von 10 Sternen. Denn immerhin sitzen die technischen Erklärungen und der erste Eindruck des Arkonsystems auf den Punkt.

 

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Mario Staas

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