Der Auftakt zu dieser Serie bietet solide Unterhaltung, wenn auch manchmal der Plot vorhersehbar gerät.
Auf zur animierten Schädelinsel
Kong: Skull Island war ein Erfolg und einer der Grundsteine, auf denen das sogenannte Monsterverse errichtet werden sollte, welches von Legendary Entertainment betreut wird. Diese hatten einen Vertrag mit Netflix abgeschlossen, der besagte, dass der Streamingdienst eine Animationsserie des Studios ausstrahlen würde. Diese wurde am Ende Skull Island.
Als Showrunner, Executive Producer und Mitentwickler der Serie wurde der Drehbuchautor Brian Duffield (The Babysitter) angeheuert. Um die Produktion selbst kümmerten sich sowohl Powerhouse Animation Studios (Tomb Raider: The Legend of Lara Croft) und Legendary Entertainment. Die Animationen selbst sollten vom südkoreanischen Studio Mir (The Legend of Korra) gemacht werden. Die Serie kam dann am 22. Juni 2023 auf Netflix heraus.
Es werden Fragen aufgeworfen
Ein Mädchen (Mae Whitman) ist Gefangene auf einem Schiff. Sie versucht zu fliehen, was ihr erst gelingt, als sie das Schiff in Brand setzt und ins Wasser springt.
Derweil ist der junge Charlie (Nicolas Cantu) mit seinem Vater Cap (Benjamin Bratt) unterwegs im Südpazifik. Er möchte gerne aufs College gehen, was sein werter Herr Papa nicht verstehen kann. Frustriert geht er an die Reling ihres Schiffes, wo er auf einmal das schiffbrüchige Mädchen findet und rettet. Zunächst versuchen er und sein Vater sowie ihre Freunde Mike (Darren Barnet) und Hiro herauszufinden, wer sie ist. Doch dann wird ihr Boot angegriffen, weshalb auf einmal alles erst mal egal ist.
Mit Gefährliche Gewässer fängt alles an. Es ist eine Episode, die versucht, alles vorzubereiten für die dann noch kommenden sieben Folgen. Teilweise gelingt ihr das, teilweise nicht.
Dabei wirft die Episode genügend Fragen auf, um den Zuschauer dazu animieren, auch die nächsten Folgen einzuschalten. Man will wissen, woher das mysteriöse Mädchen stammt, das anscheinend keinen Kaffee kennt und dessen Kleidung eine merkwürdige Mischung aus selbst gemachter Kleidung und solcher aus der Zivilisation ist. Ebenso bleibt offen, wieso es gejagt wird und von wem. Und so weiter und so fort.
Wenn die Spannung abbaut
Gleichzeitig werden auch die wichtigsten Figuren charakterisiert. Das Mädchen wird als selbstbewusst dargestellt, während zwischen Charlie und seinem Vater ein kleiner Konflikt aufgebaut wird, der vermutlich noch ein wenig zu Spannungen führen dürfte. Cap selbst wird als jemand vorgestellt, der auf der Suche nach etwas ist und deshalb ein wenig weltfremd wirkt.
Es wird auch ein klein wenig für Comedy Relief gesorgt, als ein Besatzungsmitglied von Caps Schiff eingeführt wird, das eine Vorliebe für Explosionen hat und deshalb sehr schwerhörig ist. Was ihn dann aber nicht davor rettet, im letzten Teil der Folge ein Opfer eines angreifenden Riesenkrakens zu werden.
Und das ist auch der Teil von Gefährliche Gewässer, wo die Episode etwas abbaut. Denn dieser Part gerät sehr nach Malen nach Zahlen – man merkt, dass Sachen stattfinden, weil es die Handlung benötigt. So wird das Schiff von Leuten angegriffen, die auf einem durchaus lauten Boot ankommen. Was aber keiner merkt. Und dann, als das Schiff attackiert und versenkt wird, erlebt man mit, wie der Krake lauter Besatzungsmitglieder tötet. Das Problem ist, dass die alle ihren ersten und einzigen Auftritt in diesem einen Moment haben, weshalb deren Schicksal einem recht herzlichst egal ist.
Solide Animationen
Die Episode endet mit einer Einstellung, der an viele andere Kaiju-Filme erinnert: Man sieht Charlie und Mike in einem gigantischen Fußabdruck stehen, der Fans des Monsterverse bekannt vorkommen dürfte. Vermutlich wird dann in der nächsten Folge King Kong seinen großen Auftritt feiern.
Die Story ist solide und überraschungsarm. Sie erfüllt ihren Zweck und erweckt Neugier auf kommende Episoden. Doch darüber hinaus wagt sie nichts Neues, sondern bleibt den Erwartungen treu.
Animationstechnisch ist diese Folge ebenfalls solide. Es gibt nur einen Moment, wo sie schwächelt. Und zwar in dem Augenblick, wo das Schiff kentert und man von der 2D-Sicht zu 3D wechselt, um genau dies zu beobachten. Leider sind diese 3D-Passagen alles andere als gelungen.
Und so ist dies eine gute Auftaktepisode, die jedoch nicht die Welt in Aufruhr versetzt. Aber sie erfüllt ihren Zweck. Jetzt kommt es auf die nächsten Folgen an.
Info
Drehbuch: Brian Duffield
Showrunner: Brian Duffield
Regie: Danny Araya
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