Die nächste Generation der Turtles steht im Mittelpunkt dieser Comicreihe.

Der Titel ist Programm
Die jungen Turtles, die Casey Maria Jones und ihre Mutter April O’Neill groß gezogen haben, sind inzwischen Teenager. Die sich nachts heimlich davon schleichen und ihren Eltern Kopfzerbrechen bereiten. Doch dies ist etwas, was schon bald weitestgehend in den Hintergrund rückt.
Denn die Stadt kocht. Diverse Gangs kämpfen gegeneinander. Und auch wenn Casey Maria Jones und ihre Leute versuchen, mit für Ruhe und Ordnung zu sorgen, droht die Situation immer mehr zu eskalieren. Und als dann mitten im Kampf Odyn zu Stein erstarrt, wird endgültig klar, dass die Lage dieses Mal besonders brenzlig ist.
The Last Ronin war ein Riesen-Erfolg. Die düstere Comicreihe und ihr Prequel Lost Years müssen sich sehr gut verkauft haben. Zwischendurch stand auch eine Filmadaption im Raum, die jedoch wieder gefallen gelassen wurde. In jedem Fall war klar, dass bei dem Erfolg ein Sequel kommen würde. Und das ist dann jetzt ebenfalls erschienen. Der Untertitel ist hierbei irgendwo Programm Re-Evolution.
Der nächsten Generation gebührt die Bühne
Dabei wird von Anfang an klar gemacht, dass dieses Mal nicht Michelangelo im Zentrum der Handlung steht. Dieser ist tot, seine Geschichte ist auserzählt. Die Bühne gebührt der nächsten Generation, die am Ende von The Last Ronin als Babys auftraten und in Lost Years als Kleinkinder zu sehen waren. Jetzt sind sie Jugendliche.
Dabei wird von Anfang an klar gemacht, dass diese vier zwar Turtles sind. Dies aber die einzige Gemeinsamkeit mit ihren Vorfahren ist. Es sind vier neue Persönlichkeiten, vier neue Charaktere, die man im Laufe des Comics kennenlernen kann.
Tom Waltz und Kevin Eastman schaffen es dabei problemlos, sie unterscheidbar zu machen. Nicht nur von ihrem Aussehen her, sondern auch von ihrer Persönlichkeit. Odyn ist immer hungrig und wirkt etwas einfältig. Uno hingegen will nicht kochen und ist ständig am Trainieren. Später kommt dann noch etwas Weiteres hinzu, nämlich, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügen. Was ein großer Aspekt der Geschichte ist.
Gangkrieg
Doch nicht nur die Turtles stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Auch die Menschen tun dies. Vor allem April O’Neill und ihre Tochter Casey Maria Jones werden ins Rampenlicht gestellt. April ist das Gehirn, der gute Geist, die aber gleichzeitig ebenfalls ein großes Geheimnis vor ihrer Familie hat. Casey hingegen geht in ihrer Rolle als Beschützerin der Stadt voll auf, worunter ebenso ihr Privatleben leidet.
Im Laufe des Comics kommt es auch zu einigen Überraschungen. So wird eine Figur aus der Vergangenheit prominent erneut eingeführt. Derweil eine Gang wieder auftritt.
Die Story handelt davon, dass diverse Gangs immer mehr aufgestachelt werden und aufeinander losgehen. Die Polizei ist überfordert und der Bürgermeister der Stadt sorgt gleichzeitig mit dafür, dass die Lage immer brenzliger wird. Und irgendwann verlagert sich der Konflikt von den Straßen in den Untergrund.
Ein Ende, dass nur zur Fortsetzung dient
Über weite Teile ist dieser Comic durchaus großartig. Nur am Ende beginnt er auseinanderzufallen. Weil er zum einen nicht darauf verzichten kann, eine prominente Figur auf Seiten der Helden umzubringen. Es ist klar, dass das Roninverse ein düsteres ist. Nur fühlt sich dieser Tod derartig lahm und unnötig an, dass er am Ende nervt.
Ebenso stört es, dass das Ende im Prinzip nur dazu da ist, um auf eine Fortsetzung hinzuarbeiten. Da taucht in der finalen Schlacht aus dem Nichts eine weitere Fraktion auf. Und es zeigt sich, dass der wahre Antagonist in Wahrheit jemand anderes ist, der vorher nicht großartig aufgebaut wurde.
Immerhin können die Zeichnungen gefallen. Den Großteil von diesen übernehmen Esau & Isaac Escorza, die einen realistischen Stil pflegen. Ben Bishop steuert einige Rückblenden bei, genauso wie Kevin Eastman. Hier gibt es nichts zu meckern.
Doch am Ende muss man einfach sagen, dass dies der schwächste Teil der Last Ronin-Reihe ist. Und es ist noch vollkommen unklar, ob und wann die Serie fortgesetzt wird.
Autoren: Kevin Eastman, Tom Waltz
Zeichner: Esau & Isaac Escorza, Kevin Eastman, Ben Bishop
Farben: Luis Antonio Delgado
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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