Die Wiederbegegnung zwischen Frank Castle und Billy Russo löst bei beiden traumatische Reaktionen aus.
Ein Schock beiderseits
Billy Russo (Ben Barnes) gerät beim Anblick von Frank Castle (Jon Bernthal) in Panik und dreht durch. Er schießt auf ihn und am Ende können nur seine Soldaten das Schlimmste verhindern und ihn dazu zu bewegen, mitzukommen. Woraufhin er später all jene erschießt, die nicht an ihn und seine Ziele glauben.
Frank Castle selbst muss feststellen, dass Billy Russo die Erinnerungen verloren hat. Er glaubt anscheinend immer noch, dass sie beide beste Freunde sind. Diese Erkenntnis löst in Frank einen Schock aus, weshalb er sich gegenüber Amy (Giorgia Whigham) und Hoyle (Jason R. Moore) besonders arschig verhält. Er lässt sie alleine zurück und beginnt, zum Friedhof zu gehen, wo seine Familie liegt.
Normalerweise wäre es so, dass die Szenen, in denen Frank sich besonders arschig verhält, Grund genug sind, die Folge nicht zu mögen. Doch in Schmerzhafte Erinnerungen ist es anders. Hier erhält sein Gebahren eine glaubwürdige Erklärung. Und ist gleichzeitig auch eine Art Spiegelbild zu dem Verhalten von Billy Russo.
Dominanzgebahren auf Billy Russo-Art
Beide sind durch die Wiederbegegnung schockiert. Beide hatten nicht damit gerechnet, dass das, was sie jeweils im Gegenüber sehen, nicht dem entspricht, was sie zuletzt über ihn wussten. Und sie reagieren darauf mit einem Verhalten, was sie nicht sonderlich gut dastehen lässt.
Billy Russo leidet unter seinen verlorenen Erinnerungen. Der Anblick Frank Castles lässt ihn durchdrehen. Und als er dann später wieder im Treffpunkt ist, muss er erst mal klarstellen, dass er in der Gruppe das Sagen hat. Dass er der Dominante ist. Was er durch das Erschießen derjenigen tut, die gegen ihn Stimmung gemacht haben. Eine schockierende Szene, die allerdings gleichzeitig klar macht, dass er sich langsam wieder berappelt.
Dass es bis zur Normalität ein weiter Weg ist, zeigt sich dann später, als er wieder bei Krista Dumont ist. Zunächst scheint es so, als ob sie ihn trösten kann. Bis er komplett durchdreht und sich selbst durch die üblichen Methoden nicht beruhigen lässt. Erst als sie ihm einen Einblick in ihre wahren Gefühle gibt, kommt er runter.
Auch eine Art von Schockverhalten
Aber das war schon eine heftige Szene. Und es scheint so, als ob dieser Schock ihn zu einem folgenschweren Entschluss kommen lässt. Einer, der Folgen haben dürfte.
Nicht, dass es bei Frank Castle besser aussieht. Auch er steht wegen den Ereignissen unter Schock. Es lässt ihn unsicher werden. Und am Ende lässt es ihn noch mehr arschiger auftreten, als wie es sonst der Fall sein kann. Er macht Amy zur Schnecke und fährt Hoyle an, der ja eigentlich sein bester Freund ist. Kurz: Er stößt alle in seiner nahen Umgebung weg, um alleine zu sein. Und so besser nachdenken zu können.
Es ist interessant, wie die anderen darauf reagieren. Amy reagiert verletzt, was auch verständlich ist. Hoyle hingegen hat Verständnis für die Reaktion von Frank und wird so zum Punisher-Erklärer. Was eine ungewöhnliche Entwicklung ist, aber gleichzeitig ebenso zeigt, dass er von allen gefühlt der Empathischste ist.
Am Ende ist es so, dass Billy Russo das Traumata der Wiederbegegnung schneller verarbeitet als Frank. Und bereits einen Plan hat, wie er jetzt weiter agieren wird. Dadurch wird er noch gefährlicher, als er es bislang schon war. Und der Punisher gerät damit erstmal ins Hintertreffen.
Info
Regie: Michael Offer
Drehbuch: Bruce Marshall Romans
Showrunner: Steve Lightfoot
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