Man erhält mit dieser Folge ein besseres Gefühl, wie das Zusammenspiel zwischen Lara und Sam aussieht.
Es scheint ein Konzept vorhanden zu sein
Die Suche nach weiteren Orisha-Masken führt Lara (Hayley Atwell) und Sam (Karen Fukuhara) nach New Orleans. Genauer gesagt zu einem Museum, in das Lara zunächst einbrechen will, ehe ihre Freundin sie aufhält. Gemeinsam verbringen sie die Zeit bis zum nächsten Tag, als das Museum endlich öffnet. Doch die beiden erhalten beim Besuch nur wenig Klarheit.
Sie ziehen sich zurück, wobei Lara schnell herausfindet, dass sie verfolgt werden. Der Verfolger entpuppt sich als ein äußerst trinkfreudiger, exzentrischer Bettler, der einiges über die Mythen der Stadt weiß und das Paar so endgültig auf die Fährte der nächsten Maske bringt.
Mit Der Herr der Zwischenwelt hat man das erste Mal ein Gefühl, dass die Serie ein Konzept hat, wie sie die Freunde von Lara in die Handlung einbinden will. Bzw. wie die Reihe verhindern möchte, dass die Begleiter am Ende nur bessere Stichwortgeber werden, sondern durchaus als eigenständige Personen wirken. Denn dieses Mal wird neben Sam auch Zip mit eingebaut.
Im Prinzip haben die beiden gleich mehrere Aufgaben. Zum einen sollen sie dafür sorgen, dass der Plot sich weiterentwickelt, in dem beispielsweise Zip Lara und Sam mit wichtigen Informationen versorgt. Aber die wichtigste Funktion ist die, dass sie die Titelheldin der Serie erden sollen, und so verhindern, dass sie einem zu sehr auf die Nerven geht.
Übertrieben arrogant
Denn man merkt dieser Episode an, dass es gleich mehrere Momente gibt, wo einem die aggressive und schon fast arrogante Art von Lara auf die Nerven geht. Es gibt eben einen Unterschied zwischen Zielstrebigkeit und Versessenheit. Die Tatsache, dass Lara bereit ist, einfach so in ein Museum einzubrechen, um weiterzukommen, ist ein Beispiel für Letzteres. Es wirkt übertrieben und zu selbstbewusst. So, als ob ihr Regeln egal sind, dass sie für sie nur ein nerviges Hindernis sind.
Immerhin kommt durch die Figur des Eshu noch ein wenig mehr Dynamik in die Handlung ein. Er ist ein mysteriöser Charakter, der absolut unvorhersehbar agiert. Der anscheinend jede Menge Sachen weiß, der sehr trinkfreudig ist und der unbestreitbar Charisma hat.
Eine wunderbare Enthüllung
Die Enthüllung am Ende der Episode, wer er in Wirklichkeit ist, ist der Serie sogar durchaus gelungen. Es verleiht außerdem der Handlung noch mal eine besondere Note. Er ist eine Figur, die im Laufe der restlichen Season sicherlich, wenn sie gut behandelt wird, der Reihe noch gut tun wird.
Denn es ist unbestreitbar, dass die Serie dies wirklich gebrauchen kann. Auch wenn diese Folge nämlich im Vergleich zu den beiden vorherigen besser wirkt, hat sie immer noch ihre Probleme. Jetzt weniger die Tatsache, dass Lara einem auf die Nerven geht, als vielmehr, dass der Plot stellenweise doch sehr vorhersehbar ist. Das zeigt sich vor allem bei der eigentlichen Schatzjagd, wo Lara sich nicht nur mit Seemonstern auseinandersetzen muss, sondern auch mit Fig, der, typisch Antagonistin, alles egal ist, solange sie nur ans Ziel kommen kann.
Die Animationen der Episode sind natürlich wieder der Schwachpunkt. Momente, wo computergenierte 3-D-Objekte eingebaut werden, wirken wie Fremdkörper und die teils hölzernen Animationen sind sowieso nicht gerade sehenswert.
Am Ende ist dies eine der besseren Folgen dieser Season.
Info
Drehbuch: Tasha Huo
Showrunner: Tasha Huo
Regie: Willis Bulliner, Cassie Urban
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