Wenn einem am Ende die Figuren und ihr Schicksal egal sind, dann ist das kein gutes Zeichen.
Hoffnung ist vorhanden
Gemeinsam mit Sam (Karen Fukuhara) und Eshu (O-T Fagbenle) reist Lara (Hayley Atwell) nach Schottland. Dort wollen sie die Orisha Taiwo (Toks Olagundoye) ausfindig machen. Allerdings reagiert diese auf die Ankunft des Trios alles andere als erfreut.
Es stellt sich heraus, dass sie und ihre Zwillingsschwester Kehinde (Erica Luttrell) von den Menschen und ihren Taten desillusioniert sind. Doch anders als ihre Schwester blieb sie unter diesen. Und sie lässt sich überzeugen, dass ihr Zwilling in Gefahr ist. Weshalb sie mit den anderen Dreien in eine entlegene, eisige Gegend fährt, in der Hoffnung, ihr Geschwister noch zu retten.
Eigentlich war die Hoffnung nach Der Herr der Zwischenwelt, dass die Serie endlich Boden unter den Füßen gefunden hat. Dass sie einen Weg gefunden hat, wie sie sowohl Lara, wie ebenso ihre Freunde gut in die Handlung einbaut. Und im weiteren Sinne ebenfalls die anderen Figuren glaubwürdig charakterisiert.
Wieder ein Mal mittelmäßig
Slán Abhaile zerstört diese Hoffnung jetzt etwas. Zwar hat die Episode immer noch gute Ansätze und Laras Begleiter können auch ein klein wenig zur Handlung beitragen. Doch überwiegend wirkt diese Folge mittelmäßig und es fällt ihr schwer, den Zuschauer zu begeistern.
Das Problem ist, dass die beiden neuen Orisha nicht sonderlich sympathisch eingeführt werden. Taiwo gibt sich feindlich und abweisend und „erwärmt“ sich erst später ein wenig. Ihre Schwester Kehinde hingegen kommt über die Funktion einer durch Einsamkeit verwirrte Frau nicht hinaus. Im Prinzip wird sie kaum eingeführt und schon kurz darauf von Mila persönlich umgebracht und ihre Kräfte absorbiert.
Man wird mit den beiden einfach nicht warm. Zwar gibt die Episode eine gute Erklärung dafür, wieso sie sich so verhalten oder wieso Kehinde der Zivilisation den Rücken gekehrt hat. Aber im Prinzip sind dies eher rudimentäre Charakterisierung. Es ist die Basis, auf der man eigentlich erwarten dürfte, dass hier noch etwas mehr geschieht. Dass ihre jeweilige Persönlichkeiten noch ein wenig mehr herausgearbeitet wird!
Enttäuschend
Immerhin können sie sich damit trösten, dass sie nicht die einzigen Orisha sind, die einen enttäuschen. Denn auch Eshu selbst schafft es nicht, eine tiefergehende Verbindung mit dem Zuschauer aufzubauen. Im Gegenteil: Er geht einem die ganze Folge auf die Nerven. Er changiert zwischen seiner aufgesetzt wirkenden Clownsart und einigen wenigen ernsten Momenten.
Aber wenn er ein Clown ist, dann trägt er nichts Wirkliches zur Handlung bei. Er nervt herum, stiftet Chaos und soll wohl für Comedy Relief sorgen. Womit er allerdings auf ganzer Linie scheitert, da die Passagen, in denen er lustig wirken soll, eher einen peinlichen Eindruck hinterlassen.
Über weite Teile plätschert die Folge vor sich hin, bis es zum Finale kommt. Das Gute ist, dass die Action gut inszeniert worden ist. Sogar Sam darf sich mit einem gesichtslosen Fußsoldaten Mila anlegen und mit dafür sorgen, dass Lara sie retten darf.
Das wurde eben nicht wirklich gesagt, oder?
Doch davon abgesehen hat dieser letzte Teil der Folge gleich mehrere Elemente, die einen stören. Sei es ein klischeehafter Spruch Milas, bei dem man regelrecht zusammenzuckt. Oder die Tatsache, dass Lara sich auf ein Mal daran erinnert, dass sie eigentlich zwei Pistolen mit sich herumträgt. Oder die vollkommen übertriebenen Selbstzweifel Laras in den letzten Minuten, die wie aus dem Nichts kommen und noch dazu schnell abgehandelt werden. All dies trübt das im Grunde genommen gute Finale dann doch deutlich ein.
Die Animationen sind dieses Mal solide. Es gibt nur eine einzige Passage, wo wieder die wackligen CGI-Effekte eingesetzt werden. Aber das ist zum Glück wirklich nur ein einziger Moment.
Was soll ich sagen, diese Folge war Mittelmaß.
Info
Drehbuch: Shakira Pressley
Showrunner: Tasha Huo
Regie: Giselle „Faragon“ R.
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