Leider geht es mit dieser Episode wieder zurück auf das übliche Serieniveau.
Es wird wieder durchschnittlich
Lara (Hayley Atwell) und ihre Freunde haben Milas nächstes Ziel ausfindig gemacht. Es ist Babaluaye (Elijah St. John), dessen Maske ihm die Kraft über Tod und Krankheit gibt. War er früher mal ein grausamer Mann, hat er sich, als die anderen ihn auffinden, gewandelt. Er ist jetzt ein Familienmensch, der seine Maske unter Wasser versteckt hat.
Also macht sich Lara gemeinsam mit Sam (Karen Fukuhara) und Eshu (O-T Fagbenle) auf den Weg, diese zu suchen. Dabei finden sie einen Unterwassertempel vor, mit seltsamen Gebilden und Pflanzen, aber auch der gewünschten Maske. Doch als sie wieder an Land sind, zeigt sich, dass ihre Rivalen ihnen dicht auf den Fersen sind.
Eine interessante Andeutung
Die Hoffnung war nach Croft’s 6 groß, dass die Serie sich jetzt gefangen hat. Dass sie endlich herausgefunden hat, wie sie vorgehen muss, um unterhaltsam ohne Abstriche zu werden. Leider zeigt sich bei Der Herr der Erde, dass dies wohl nur ein Ausreißer nach oben war. Denn mit dieser Folge präsentiert sich die Reihe wieder von ihrer durchschnittlichen Seite.
Eigentlich fängt alles gut an. Man sieht Lara, wie sie mit ihren Freunden den nächsten Schritt plant. Und so ganz nebenbei zieht Eshu Zip auf, derweil der Orisha insgeheim immer noch um den Tod seines älteren Bruders trauert. Doch dann geht die Reise nach Kuba und auf einmal verläuft der Plot nach Schema B.
Man lernt Babaluaye kennen und sieht, dass er sich geändert hat. Er ist jetzt ein glücklicher Familienmensch, der anscheinend mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat. Woraufhin eine kleine Schatzsuche anfängt, die das Highlight der Folge ist.
Visuell sieht man hier nämlich einiges. So wird angedeutet, dass die Orisha, oder besser gesagt das Material für ihre Masken, aus dem Weltall kam. Denn alles, was man in dieser Passage erblickt, wirkt fremdartig. Hier wird viel angedeutet, wo man sich wirklich wünschen würde, dass dies aufgegriffen und ausgebaut werden würde.
Hat sich da überhaupt etwas getan?
Leider wird dieser Punkt irgendwann abgehakt und es geht wieder zurück ans Land. Wo dann der vorhersehbare Angriff Milas geschieht, mit dem ebenso voraussagbaren Ausgang. Das Einzige, was hier nicht abzusehen war, ist die Tatsache, dass nochmal gezeigt wird, was für ein hassenswerter Bösewicht Mila ist.
Interessant ist jedoch ihre Reaktion, als sie die Maske trägt. Sie scheint durchzudrehen und kurzfristig die Kontrolle zu verlieren. Weshalb Fig sie rettet.
Wo einem dann allerdings auffällt, dass Milas Handlanger nicht wirklich weiter ausgebaut wurde, seit sie in die ersten Episode der aktuellen Staffel das erste Mal aufgetreten ist. Sie ist die treue, rechte Hand Milas, mehr hat sich da in Sachen Persönlichkeit nicht getan.
Das bekannte Muster
Es ist einfach enttäuschend, dass mit dieser Folge die Serie wieder in alte, sattsam bekannte Muster verfällt. Anscheinend will man dem Zuschauer nur 08/15-Action bieten, ohne sich die Mühe zu machen, diese zu variieren oder einen anderen Ansatz anzubieten. Die Figuren bleiben, bis auf die absoluten Hauptfiguren, blass und ungefähr.
Wie wenig Mühe sich teilweise gemacht wird, ahnt man dann auch wieder bei den Schatten, die eindeutig CGI-Effekte sind. Es ist etwas, dass einem schon in der ersten Season auf die Nerven ging. Und zu sehen, dass das Animationsstudio sich dieser lieblosen Effekte immer noch bedient, ist einfach nur enttäuschend.
Weshalb diese Folge am Ende einfach nur Durchschnitt ist.
Info
Drehbuch: Tasha Huo
Showrunner: Tasha Huo
Regie: Giselle „Faragon“ R.
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