Für die vorletzte Episode einer Staffel fühlt sich diese Folge ziemlich lahm an.
Wird hier überhaupt etwas vorbereitet?
Die Trauerfeier von Babaluaye findet statt, und Eshu (O-T Fagbenle) erzählt dabei Lara (Hayley Atwell) und Sam (Karen Fukuhara), wo sich seine Maske befindet. Als sie an dem Ort in Nigeria ankommen, werden sie herzlich empfangen. Doch als sie schließlich zum eigentlich Versteck kommen, kommen in dem Orisha viele schlimme Erinnerungen auf. So erinnert er sich daran, wie seine Heimat von britischen Soldaten überfallen und geplündert wurde.
Das Trio folgt der Spur nach Marokko, wo Lara mit einem Schwarzmarkthändler verhandelt. Doch die Verhandlungen werden durch Eshu unterbrochen, der in einem Wutanfall die Vitrinen des Händlers zerstört.
Das Eyo-Fest ist die vorletzte Folge der aktuellen Tomb Raider – The Legend of Lara Croft-Staffel. Nicht, dass man das beim Schauen der Episode irgendwie mitkriegen würde. Denn das Finale wird hier so überhaupt nicht aufgebaut. Im Gegenteil: Es entsteht noch nicht mal das Gefühl einer kommenden Bedrohung.
Ein interessanter Kontrast
Dabei macht die Folge zu Beginn vieles richtig. Die Beisetzung von Babaluaye ist sehr gelungen. Hier werden die richtigen Knöpfe gedrückt und man kann mit den anderen um die Figur trauern. Es entsteht ausnahmsweise nicht der Eindruck, dass hier einfach Dinge abgehakt werden und weitergemacht wird.
Letzten Endes ist dies dann der Auftakt dazu, dass sich Lara, Sam und Eshu aufmachen, die Maske von letzterem zu suchen. Für ihn ist eine Reise in eine Vergangenheit, die er am liebsten vergessen würde. Auch dieser Part der Folge ist gut geworden, weil sehr schön dargelegt wird, was Eshu fühlt, welche dunklen Erinnerungen er mit sich herumschleppt. Es ist ein interessanter Kontrast, zwischen dem sonst so fröhlichen Oricha und der starken Melancholie, die er dieses Mal ausstrahlt.
Leider ist dieser Part nur in der ersten Hälfte der Folge zu sehen. Die zweite fällt dabei im Vergleich deutlich ab. Denn vieles hier wirkt gewollt und konstruiert.
Das kommt wie aus dem Nichts
Im Prinzip muss hier erreicht werden, dass Esha, Lara und Sam fürs Finale bereit sind. Was ja auch irgendwie erreicht wird, aber die Art und Weise langweilt. Höhepunkt ist, dass, um Eshus Gemüt wieder zu drehen, auf altbekannte Mittel zurückgegriffen wird. Es wird hier erneut in die Mottenkiste an Storyelementen gegriffen, die ihm klarmachen, für wen er hier kämpft. Was so weit so langweilig ist.
Leider verkommt Sam in dieser Episode wieder zu einer besseren Stichwortgeberin. Sie liefert ab und an Impulse zur Handlung, doch bleibt ihre Persönlichkeit dem gegenüber stark zurück. Ausnahme ist, als an einer Stelle angedeutet wird, dass sie wohl gegenüber Lara mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt.
Leider bleibt es nur bei diesem einen Moment. Er kommt wie aus dem Nichts und wird danach ebenfalls nicht wieder aufgegriffen. Was am Ende dann auch egal ist.
Wo sind die Katastrophen?
Denn das größte Manko von Das Eyo-Fest ist, dass überhaupt nichts getan wird, um das Finale vorzubereiten. Weder Mila, noch einer ihrer Handlanger haben irgendeine Art von Auftritt. Weshalb sie auch nicht wirklich weiterentwickelt werden, was dann vermutlich in der finalen Folge geschehen soll.
Auch hat man nicht das Gefühl, dass hier eine weltweite Bedrohung aufgebaut wird. An einer Stelle wird erwähnt, dass wohl lauter Katastrophen stattfinden. Aber es wird eben nur gesagt und nicht wirklich gezeigt. Und das ist eigentlich ein No Go!
Letzten Endes kann man nur sagen, dass man sich nach dieser Folge nicht wirklich aufs Finale freut.
Info
Drehbuch: Nneka Gerstle
Showrunner: Tasha Huo
Regie: Willis Bulliner, Cassie Urban
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