Wird sich der Avatar von seiner verheerendsten Niederlage überhaupt wieder berappeln können?
Was sich alles geändert hat
Aang (Zach Tyler Eisen) kommt wieder zu Bewusstsein. Er befindet sich auf einem Schiff der Feuernation, weshalb ihn Panik ergreift. Er versucht zu fliehen, wird aber aufgehalten. Und zwar von seinen Freunden, die das Schiff ursprünglich gekapert haben, um damit getarnt und ungestört reisen zu können. Sie erzählen ihm alles, was seit seiner Niederlage geschehen ist. Doch schaffen sie es nicht, seinen rastlosen Geist zu beruhigen.
Zuko (Dante Basco) feiert seine glorreiche Rückkehr in die Feuernation. Doch als er wieder bei seinem Vater vorstellig wird, realisiert er, dass Azula ihm eine Falle gestellt hat. Weswegen er sie später damit konfrontiert.
Ein fataler Niedergang war eine großartige und heftige Episode zugleich. Es war ein meisterhaftes Staffelfinale. Weshalb sich natürlich die Frage stellt, ob und wie die dritte Avatar – der Herr der Elemente-Staffel daran anknüpfen will.
Eine schwere Niederlage, mit enormen Konsequenzen
Die Antwort liefert Aang erwacht. Es ist eine Auftaktfolge, die klarmacht, wie sehr der Avatar in seinen mentalen Grundfesten erschüttert worden ist. Wie sehr er an der Niederlage und den Konsequenzen daraus zu knabbern hat.
Man erlebt hier einen Aang, der zunächst von der Neuigkeit, dass die Welt ihn für tot hält, schockiert ist. Der deswegen wieder aktiv werden möchte, der zeigen will, dass er noch lebendig ist. Und der wiederholt von seinen Freunden gebremst wird, weil die wissen, dass er sich von seiner schweren Verletzung noch nicht richtig erholt hat.
Der Aang, den man hier kennenlernt, ist einer, der bockig ist. Der stur ist. Und der am Ende, als er seinen eigenen Kopf durchsetzen will, alles gefährdet. Es ist eine Seite an ihm, wie man sie schon lange nicht mehr in einer solchen Intensität wahrgenommen hat. Von seiner Freundlichkeit gegenüber allen anderen ist kaum noch was vorhanden. Selbst Katara kanzelt er in einer Szene ab.
Eine interessante Andeutung
Aber man kann das Verhalten auch gut nachvollziehen. Die Niederlage kratzt hart an seinem Ego. Und die Nachricht, dass er für tot gilt, und dass seine Freunde dies für ihre Zwecke als positiv ansehen, sorgt nochmal zusätzlich dafür, dass er es allen beweisen will. Er will allen zeigen, dass er entgegen aller Gerüchte am Leben ist, dass er immer noch der Avatar ist und dass er immer noch Sachen bewirken kann. Und er ignoriert dabei bewusst oder unbewusst die Schwere seiner Verletzungen und die Sorgen seiner Freunde.
Interessant ist eine Szene, die stattfindet, nachdem er geflohen ist. Wo er vollkommen erschöpft auf dem Wasser treibt und ihm der Geist seines Vorgängers, Avatar Roku, erscheint. Der meint, dass die gegenwärtige Situation auch seine Schuld ist, weil er damals den Aufstieg der kriegerischen Feuernation nicht verhindert hat. Kryptisch deutet er an, dass da noch mehr dran ist, dass er wohl auch persönlich involviert war. Aber was genau er meint, bleibt unklar. Das dürfte etwas sein, was noch in kommenden Episoden aufgegriffen wird.
Auch Zukos Plot ist großartig geworden. Eigentlich hat er jetzt alles, was er sich schon immer gewünscht hat. Er hat seine Ehre wieder, er ist wieder in der Feuernation und sein Vater ist stolz auf ihn. Allerdings aus falschen Gründen: Denn der Feuerlord geht davon aus, dass Zuko den Avatar getötet hat. Was er aber nicht getan hat.
Ein merkwürdiges Verhalten
Hier zeigt sich wieder Azulas Handschrift. Auch wenn sie es so hinstellt, als ob sie ihrem Bruder einen Gefallen getan hat, zeigen ihre Mimik und Gestik etwas anderes. Sie hat ihm eine Falle gestellt und ihn so unweigerlich zu einer weiteren Person gemacht, die von ihr abhängig ist. Eine beunruhigende Erkenntnis.
Und dann ist da noch Kataras Handlung. Die leider die schwächste in dieser Episode ist, denn einerseits zeigt sich, wie sehr ihr an Aang liegt, andererseits irritiert ihr Umgang mit ihrem Vater, den sie schon fast eiskalt abkanzelt. Und vor allem Letzteres wirkt merkwürdig. Es wird zwar später eine Erklärung hierfür geliefert, doch kann diese nicht überzeugen.
Trotzdem ist dies eine gute Auftaktfolge zur dritten Staffel.
Info
Regie: Giancarlo Volpe
Drehbuch: Aaron Ehasz
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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