Endlich macht der Joker seinen großen Auftritt. Wobei seine Darstellung natürlich anders ist, als gewohnt.
Auftritt: Der Joker
Hattie Tetch (Laraine Newman) wird das neuste Opfer des Jokers (Matthew Needham). Wobei es nicht dabei bleibt. Denn gleichzeitig töten dessen Leute die gesamte Film-Crew, ehe der mysteriöse Mann eine Warnung live im Fernsehen ausspricht. Denn um Mitternacht soll laut ihm der Bürgermeister von Gotham sterben.
Comissioner Gordon (Eric Morgan Stuart) wird sofort aktiv und arrangiert für diesen ein Safehouse. Doch dieser hört stattdessen lieber auf Flass (Gary Anthony Williams) und entlässt Montoya (Michelle C. Bonilla), die eigentlich für seinen Schutz zuständig ist. Derweil Batman (Hamish Linklater) unter Zeitdruck versucht, den mysteriösen Mann und dessen Leute zu finden, ehe es zu spät ist. Doch die Zeit könnte ihm davon rennen.
Endlich ist es so weit. Mit Der Tod kommt um Mitternacht hat der Joker seinen großen Auftritt. Die ganze Staffel lang wurde sein Dasein angeteasert, aber was sein Plan war, das blieb unbekannt.
Erneut ein anderer Ansatz
Der Drehbuchautor ist übrigens wieder Greg Rucka. Der Comicbuchveteran und bekannter Romanautor hat bereits schon einmal ein Drehbuch zur Reihe beigesteuert. So stammt von ihm das Skript zur zweiten Episode der Serie überhaupt.
Doch zurück zum Joker. Die große Frage war, wie würde er dargestellt werden? Denn ein Merkmal der Serie war ja, dass sie bekannte Charaktere genommen hat und radikal anders darstellte. Der Riddler war beispielsweise kein Schurke, der Rätsel liebte. Sondern jemand, der seine Opfer durchlöcherte, auf Gut Englisch to Riddle.
Und auch bei Batmans Erzschurke wurde anscheinend ein anderer Ansatz gewählt. Er ist kein durchgeknallter, mörderischer Clown. Vielmehr wird er kühl und kalkulierend dargestellt. Als jemand, der seine Aktionen von lange Hand vorbereitet und für den es keine Alliierten gibt. Schließlich opfert er sogar die Leute, die direkt für ihn arbeiten. Und um ehrlich zu sein, ergibt dies ein gruseliges Bild. Es scheint fast so, als ob er ein Soziopath ist.
Wenn an der Spannungsschraube gedreht wird
Aber gleichzeitig sieht man nur seine Aktionen. Was seine Persönlichkeit an sich angeht, weiß man immer noch nichts Genaueres. Diese bleibt immer noch im Unklaren, was auch daran liegt, dass die Folge ihn nur wenige Minuten lang persönlich auftreten lässt. Und ansonsten seine Taten sprechen lässt.
Und diese sind es, die für Spannung sorgen. Er scheint der Polizei und Batman stets einen Schritt weiter zu sein. Seine Opfer muss er wohl lange, bevor durch sein Gift sterben, vergiftet haben, ohne dass sie es bemerkt haben. All dies lässt ihn hochintelligent erscheinen. Weshalb man umso mehr wissen will, was seine Motivation ist? Was ihn so agieren lässt, wie er eben es tut? Eine Antwort wird man sicherlich in der nächsten Folge erhalten.
In jedem Fall dreht Greg Rucka genüsslich an der Spannungsschraube. Und er zeigt gleichzeitig, wie inkompetent der Bürgermeister von Gotham ist oder wie skrupellos Flass agiert. Schließlich bootet letzterer nicht nur Montoya aus, sondern ebenso die ganze restliche Polizei und seinen ehemaligen Kollegen. Alles nur, um selber einen Vorteil zu haben. Auch wenn dieser sich am Ende zu seinem Nachteil erweist.
Es wird gruselig
Und Batman selbst? Auf ihn lastet in dieser Folge die Erwartung, dass er den Joker zur Strecke bringt. Wie üblich gibt er sich äußerlich kühl und emotionslos. Aber gleichzeitig merkt man auch, wie sehr in die Taten des Jokers umtreiben. Wie es ihn frustriert, dass er diesem nicht auf die Schliche kommt und seine üblichen Methoden nicht greifen.
Es ist eine großartige Episode. Sie ist spannend und dreht die Spannungsschraube bis zum Anschlag. Was immer jetzt auch kommt, es dürfte schwer sein, dies zu toppen.
Info
Drehbuch: Greg Rucka
Showrunner: Bruce Timm
Regie: Christopher Berkeley
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