[Maddrax 523] Crossover

Lesezeit circa: 3 Minuten

Maddrax feiert sein 20-jähriges Jubiläum! Und was wird im Roman passieren? Nicht weniger als eine Sensation.

Crossover
© Bastei Lübbe

Titel: Crossover
Autor: Oliver Fröhlich
Titelbild: Néstor Taylor
Erschienen: 04. Februar 2020

Zur Handlung

Matt Drax, genannt Maddrax, und seine stets leicht bekleidete Freundin Aruula gelangen durch ein Phänomen in eine Parallelwelt. Ein Mensch aus einer extrem weit entfernten Zukunft, ein sogenannter Archivar, ist bereits vor Ort. In dieser Welt schreibt man 1971. Major Perry Rhodan ist gerade vom Mond zurückgekehrt und in der Gobi gelandet.
Maddrax, Aruula und der Archivar sind nicht die Einzigen, die zu Rhodan wollen. Ein Mutant, der durch Wände gehen kann – dies jedoch nur wenn er sturzbesoffen ist – versucht, die Stardust zu vernichten.
Man arbeitet notgedrungen zusammen und kann den Mutanten stoppen.
Team Maddrax kehrt in seine Realität zurück, Rhodan bleibt in seiner.
Allen Beteiligten wurde die Erinnerung genommen. Ausgenommen dem Archivar, der immun schien.

Gedanken zu Crossover

Glückwunsch, MADDRAX, zu 20 Jahren. Ich hatte bisher noch keines der Hefte gelesen, werde also einige Bonmots für Maddrax-Fans im vorliegenden Heft verpasst haben.

Kann man Maddrax und Perry Rhodan in sich logisch und schlüssig in ein Heft bekommen? Ja, man kann. Hat mich tatsächlich überrascht, wie man es gelöst hat. Gut, teilweise konnte man erahnen, wie das Ganze funktionieren müsste. Dennoch, die Umsetzung ist Oliver Fröhlich durchaus gelungen. Wobei ich natürlich nicht ich wäre, wenn ich nicht auch hier wieder etwas zum Mäkeln gefunden hätte.

Da wäre die Sache mit dem Schutzschirm um die Stardust. Also entweder habe ich Band 2 von Perry Rhodan falsch in Erinnerung oder man hat hier ein wenig „geschummelt“. Maddrax und Co. lehnen sich einfach gegen die Energiekuppel. Als Klein die Kuppel verlässt, wird einfach der ganze Schutzschirm kurz ausgeschaltet und Team Maddrax purzelt hinein. Ich dachte immer, Rhodan habe für Klein eine Lücke geschaltet und nicht den ganzen Schirm deaktiviert. Falls doch der ganze Schirm jedes Mal ausging, haben sich Perrys Gegner damals allerdings echt dämlich angestellt; eine solch einfache Lösung hätte man auch damals schon bei Perry Rhodan haben können und müssen.

Am Ende des Heftes wird allen Beteiligten die Erinnerung genommen. Durch einen der arkonidischen Psychostrahler. Auch Crest will sich damit die Erinnerung nehmen lassen. Komisch, gab es da nicht die Aussage, Arkoniden seien durch ihre spezielle Hirnstruktur gegen den Hypnostrahler immun? Zumindest Crest sollte es dank Extrasinn sein. Oder hat Crest hier einfach nur gesagt, er nehme sich die Erinnerungen, um damit alle zu beruhigen?

Fazit

Abgesehen davon haben wir hier ein solides Heft mit tollem Cover. Dies ist bewusst als Hommage an Band 1 von Perry Rhodan zu sehen. Spannend, flüssig geschrieben, alles gut. Und das Beste: Das Crossover funktioniert sogar. Man kann sich durchaus vorstellen, dass es im Perryversum damals so geschah. Und dies OHNE die Perry-Historie völligst zu verbiegen. Gratulation.

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Mario Staas
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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

2 Gedanken zu „[Maddrax 523] Crossover

  • 17. Februar 2020 um 15:07
    Permalink

    Vielen Dank für die Rezi! Zu den beiden Kritikpunkten habe extra noch mal in den ersten 49 PR-Romanen recherchiert:

    Der Energieschirm kann sowohl ganz als auch punktuell abgeschaltet werden. Von einer Lücke ist in den beiden ersten Bänden noch keine Rede; erst als Klein zu Perry in Band 3 zurückkehrt und die Kuppel unter Beschuss liegt, schafft Crest einen schmalen Durchgang. Es ist also möglich, dass beim ersten Mal die Energieglocke für ein paar Sekunden ganz abschaltet wurde.

    Dass Crest gegen den Psychostrahler immun sei, wird tatsächlich in Band 26 „Duell der Mutanten“ erwähnt. Dort sagt Perry: »Wir wissen, dass er [der Overhead] es einmal mit Crest, dem Arkoniden, versuchte. Ohne Erfolg. Daher nehme ich an, auf ein arkonidisches Gehirn hat seine Kraft keinen Einfluss.« Was aber nicht ausschließt, dass es mit einem besonderen Trick, den nur die Arkoniden selbst kennen, doch möglich ist. Darauf weist auch ein Satz in PR 25 „Der Overhead“ hin: „Einem arkonidischen Gehirn – noch dazu einem so sorgfältig trainierten, wie Crest es besaß – fiel es nicht schwer, jeder Art telepathischer oder hypnotischer Beeinflussung zu widerstehen.“ Es scheint also eine Willenssache zu sein, die Crest auch bewusst aufgeben kann. Hätten wir’s gewusst, hätten wir eine entsprechende Überlegung eingefügt.

    Jedenfalls Glückwunsch an dich; das ist bislang noch niemandem aufgefallen!

  • 17. Februar 2020 um 16:56
    Permalink

    Ich habe ja auch mögliche Fehler meinerseits extra eingeschlossen – und hier greift dann die Frage, wieso die PR Macher damals dann nicht die Chinesen so haben eindringen lassen 🙂 Andererseits.. Egal. Spannend waren beide Werke, PR und der hier vorliegende Maddrax, und darauf kommt es doch an 🙂
    Dir übrigens Danke für den Hinweis bezüglich Mat Drax – ich hatte vorher noch kein Heft in der Hand (Start damals verpasst und ab 1 als ebook geht ja leider nicht) und habe daher leider aus Matt einen Mat gemacht. Sorry.

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