David erhält einen blutigen und brutalen Crash-Kurs in die Welt der Edgerunner.
Faszination Verbrechen
David (Zach Aguilar) wird von der Gang, die Lucy (Emi Lo) gerufen hat, verhört. Es stellt sich heraus, dass seine Mutter das Sandevistan dem Anführer der Gruppe verkauft hat. Ehe es jedoch zur Lieferung kam, starb sie bei dem Unfall und David ließ die Cyberware in sich einbauen.
Am Ende beschließt die Gruppe, ihn für einen ihrer Aufträge einzuspannen. Er soll helfen, wichtige Daten von einem Arasaka-Fahrer zu stehlen. Doch die Mission beginnt schon bald, nicht nach Plan zu verlaufen, weshalb er und Lucy improvisieren müssen.
Wer sich mit dem Cyberpunk-Genre auskennt, der weiß, dass die „Helden“ der jeweiligen Geschichten nicht wirklich auf der Seite des Gesetzes arbeiten. Es handelt sich bei diesen Leuten um welche, die kleinere oder größere kriminelle Aufträge absolvieren, entweder alleine oder in einer Gruppe. Es ist das definierende Elemente dieses Genres. Weshalb die Handlung von Smooth Criminal einen insofern nicht überrascht. Im Prinzip wird hier geschildert, wie David in diese Welt hineinrutscht, was zu erwarten war.
Eine faszinierende Gang
Dabei erlebt man ihn zu Beginn als jemanden, der stark unter Druck steht. Er wird von der Gang, die Lucy herbeigerufen hat, brutal verhört. Kann jedoch den Anführer der Gruppe davon überzeugen, dass er für ihn arbeitet und dadurch das Geld, das dieser für die Sandevistan umsonst ausgegeben hat, ihm so wieder zurückgeben kann.
Man erfährt nicht viel über diese Gruppe. Allerdings erfährt man unterm Strich doch noch ein paar Details, gerade genügend, um es faszinierend wirken zu lassen. Maine kümmert sich beispielsweise um die, die Teil seines Teams sind. Doro sieht extrem maskulin aus, ist jedoch, wenn sie spricht, eindeutig eine Frau. Pilar hingegen gibt sich als exzentrischer Typ, der gerne dreckige Witze macht. Kiwi ist kalt und mysteriöse, derweil Rebecca aussieht wie ein junges Mädchen, das allerdings anscheinend schon jede Menge Cyberware hat und für ihr scheinbar junges Alter sich bereits sehr abgeklärt gibt. Lucy ist ebenfalls Teil dieses Teams, doch über ihre Persönlichkeit konnte man schon in der letzten Episode, Like A Boy, vieles erfahren.
Es ist eine interessante Gruppe, der sich David hier anschließt. Wobei man sich hier fragt, wieso er dies macht. Will er Teil werden, um Lucy nahe zu sein, obwohl sie ihm die kalte Schulter gibt? Will er es machen, um seinem früheren Leben zu entkommen? Oder will er sein Leben retten? Vielleicht ist es auch eine Mischung aus allem.
Ein gefährliches Angebot?
In jedem Fall erlebt man in dieser Episode mit, wie er einen ersten Geschmack davon kriegt, was es bedeutet, ein Edgerunner zu sein. Und zwar auf eine Art und Weise, die durchaus die schlechten Seiten dieses Jobs zeigt. Denn der Auftrag, den die Gruppe von Maine erledigen soll, fängt schon sehr bald an, schiefzulaufen, so das David und Lucy bereits bald mit einem gestohlenen Wagen fliehen müssen, verfolgt von einigen Tyger Claw-Leuten.
Es ist eine interessante Verfolgungsjagd, in der David das Sandevistan bis an seine körperlichen Grenzen treibt. Und Lucy sich einmal mehr als eine Art Adrenalinjunkie erweist. Aber ebenso erkennt man, dass sie sich zu wehren weiß und ohne zu zögern Leute tötet, wenn die Situation es verlangt.
Dabei zieht sich wie ein roter Faden durch die Episode, dass die Akademie, auf die David noch zu Beginn der Serie ging, ihn wiederholt anruft. Sie versucht, ihn dazu zu bewegen, dass er wieder zurückkehrt, wenn auch unter der Bedingung, dass er sich bei dem Schüler entschuldigt, den er zusammengeschlagen hatte. Unnötig zu sagen, dass Ganze nicht wirklich glaubwürdig wirkt. Weshalb die Entscheidung, die David am Ende trifft, ebenfalls einleuchtet.
Eine brutale Welt
In Sachen Animationen ist auch diese Folge wieder grandios. Wobei man sich vorm Zuschauen bewusst sein muss, dass der Splatteranteil sehr hoch ist. Was allerdings nur erneut beweist, dass die Welt von Cyberpunk: Edgerunners eine äußerst brutale ist, in der das Recht des Stärkeren gilt.
In jedem Fall verdient diese Folge eine unbedingte Empfehlung.
Info
Drehbuch: Yoshiki Usa and Masahiko Ōtsuka
Story: Bartosz Sztybor, Jan Bartkowicz und Łukasz Ludkowski
Regie: Mai Ōwada
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Warpskala
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