Diese Folge zeigt besonders schön, wozu Kataras starker Sinn für Gerechtigkeit sie treiben kann.
Eine weitere Facette wird beleuchtet
Das Team Avatar kommt auf seiner Reise durch die Feuernation bei einem kleinen Dorf an einem See vorbei. Dessen Einwohner leiden darunter, dass eine nahe gelegene Fabrik ihr Wasser verschmutzt. Sie sind deswegen krank und die Fische aus dem See sehen krankhaft verändert aus.
Sokka (Jack DeSena) will sich nicht darum kümmern. Für ihn ist das große Ziel wichtiger, die Feuernation zu besiegen. Doch seine Schwester Katara (Mae Whitman) sieht das anders. Sie nutzt deshalb die lokale Legende der bemalten Frau für ihre Zwecke aus.
Prioritäten müssen gesetzt werden
Die Reise des Team Avatars durch die Feuernation hat eine wunderbare Konsequenz. So hat die Serie die Gelegenheit, dieses Land aus vielen verschiedenen Facetten näher zu beleuchten. War es in der letzten Episode noch das Schulwesen, stehen in Die bemalte Lady die Armen im Mittelpunkt des Geschehens.
Denn um nichts anderes handelt es sich bei diesem Fischerdorf. Man sieht es an deren abgenutzter Kleidung und daran, wie sie von den Soldaten der Feuernation behandelt werden. Sie leiden, und niemand außer Katara scheint bereit zu sein, etwas dagegen zu tun.
Es ist interessant, dass Aang sich Sokkas Plänen unterordnet. Man merkt zwar, dass er sich damit schwer tut, aber am Ende scheint er die Prioritätenreihenfolge von Kataras Bruder zu teilen. Demnach ist es wichtiger, erst die Feuernation an sich zu besiegen und erst dann sich um die einzelnen Bedürftigen zu kümmern.
Das ist natürlich eine knallharte Priorisierung. Aber man kann hier beide Sichtweisen nachvollziehen. Sokka geht es darum, die Informationen über die bevorstehende Sonnenfinsternis so schnell wie möglich zu den Richtigen zu bringen, derweil Katara eben nicht der Meinung ihres Bruders ist.
Sie seht eben die Einzelschicksale. Die des armen, kleinen Jungens zum Beispiel, der noch dazu deutlich unterernährt aussieht. Weshalb sich hier wieder ihr starker Sinn für Gerechtigkeit zeigt.
Agieren unter einer falschen Identität
Es ist das erste Mal, dass sich dieser Sinn für eine große Sache ausprägt. Bislang zeigte er sich eher bei kleineren Angelegenheiten. Wie beispielsweise, als sie in Geschichten aus Bar Sing Se die Mädchen, die Toph mobbten, bestrafte. Hier ist es keine Einzelperson, sondern gleich ein ganzes Dorf. Und das Besondere ist, wie weit sie geht, um den Bewohnern zu helfen.
Damit ist jetzt nicht nur die Tatsache gemeint, dass sie die Identität der bemalten Lady annimmt, sondern auch, wie weit sie geht, um ihre Freunde davon abzuhalten, abzureisen und das Dorf hinter sich zu lassen. Das Erstaunliche ist, wie gelassen Aang darauf reagiert, als er von ihren Aktionen erfährt. Es scheint so, als ob er nachvollziehen kann, wieso sie so handelt. Ob er es in ihrer Lage ebenso getan hätte? Das bleibt unklar.
Ein wunderbares Finale
In jedem Fall führt dies zu einem spannenden Finale, wo sich einmal mehr zeigt, wie perfekt sich Aang und Katara mittlerweile ergänzen. Es ist ein wunderbares Finale, mit einer grandiosen Überraschung in der letzten Szene der Folge.
Dabei thematisiert die Episode ganz geschickt das Thema Umweltverschmutzung und ihre Konsequenzen. Denn was dem Dorf widerfährt, kommt nur daher, weil die nahe gelegene Fabrik ihren See verdreckt. Was sich dann eben durch die kranken Menschen und die mutierten Fische ausdrückt. Wobei Letzteres als netter Comedy Relief genutzt wird.
Am Ende ist dies wieder eine Spitzenfolge.
Info
Regie: Ethan Spaulding
Drehbuch: Joshua Hamilton
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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