In einer verhältnismäßig düsteren Episode können diverse Personen zeigen, was sie können.
Etwas liegt in der Luft
Die Sitzung des Stadtrates steht an, doch die einzelnen Ratsmitglieder werden von Equalisten überfallen und ausgeschaltet. Nur Tenzin (J. K. Simmons) ist noch auf freien Fuß. Dieser, wohl ahnend, dass da was bevorsteht, bittet Lin (Mindy Sterling) auf seine Familie aufzupassen, vor allem auf seine hochschwangere Frau. Dann bricht er ins Ungewisse auf.
Derweil erholt sich Korra (Janet Varney) von den Strapazen ihrer Flucht. Asami (Seychelle Gabriel) kriegt mit, wie liebevoll Mako (David Faustino) mit ihr umgeht und ist deshalb eifersüchtig. Doch jeglicher Streit muss zurückstecken, als das Team nach Republica aufbricht, um Tenzin zu helfen.
Tenzin war bislang der strenge, allerdings auch väterliche Mentor von Korra. Er war derjenige, der ihr das Luftbändigen beibringen sollte. Sich aber zu Beginn an ihrem rebellischen Geist aufrieb, nur um dann nach und nach sich davon zu lösen. Und begann, sie als mehr zu sehen, als nur den neusten Avatar.
Wenn der Sohn aus dem Schatten seines Vaters tritt
Allerdings hatte der Sohn von Aang bislang nur wenige Gelegenheiten zu zeigen, zu was er wirklich in der Lage ist. Was ihn antreibt und definiert. Das ändert sich mit Das Blatt wendet sich. Denn mit dieser Episode lernt man ihn ausführlich kennen.
Man sieht, dass ihm seine Familie sehr wichtig ist. Nicht nur, weil diese Luftbändiger sind. Sondern, weil er sie liebt. Weshalb er auch bei der passenden Gelegenheit sie nach Korras Rückkehr aufsucht, um sie zu beruhigen. Und weshalb er ebenfalls Lin bittet, auf sie aufzupassen, derweil er weg ist.
Und dann lernt man noch eine andere Seite von ihm kennen: Die des natürlichen Anführers. Denn als der Sitz des Rates angegriffen wird, übernimmt er automatisch das Kommando und versucht, die Wächter in Sicherheit zu bringen. Dabei sieht man auch, was für ein fähiger Luftbändiger er ist.
Bitte keinen Verrat
Denn er spürt den ersten Angriff. Und kann, als die Ratskammer mit Gas geflutet wird, mehrere Leute in einer schützenden Luftblase hüllen und sie dann rausführen. Der Kampf gegen die Mechs der Equalisten zeigt ebenfalls, zu was er in der Lage ist. Dass er am Ende anschließend doch noch unterlegen ist, ist der Tatsache geschuldet, dass es so eine Möglichkeit geben muss, damit das Team Avatar glänzen kann.
Wobei es hier Zwistigkeiten gibt. Asami hat mitgekriegt, wie sehr Mako sich um Korra kümmert. Und ist deshalb zu Recht sauer auf ihn. Hier muss die Serie aufpassen, dass die Eifersucht von Asami nicht so weit geht, dass sie die Seiten wechselt oder das Team deswegen zerbricht. Das wäre nämlich zum einen dann äußerst klischeehaft und zum anderen der Qualität der Serie eher abkömmlich.
Dabei zeigt sich, dass die Equalisten auf den Vormarsch sind. Dass sie, unterstützt durch die Erfindungen von Hiroshi Sato, einen deutlichen Vorteil haben. Und dass sie mittlerweile vor nichts mehr zurückschrecken. Was man auch daran sieht, dass sie die Insel der letzten Luftbändiger angreifen.
Wie der Großvater, so die Enkelkinder
Wo sie allerdings zunächst von Lin und dann den Kindern von Tenzin ausgeschaltet werden. Und hier zeigt sich, wie mächtig diese sein können. Das sie allerlei Techniken, die einst ihr Großvater konnte, ebenfalls beherrschen. Und meisterhaft einsetzen.
Enden tut die Folge im Ungewissen. Weil zum einen Republica von den Equalisten nahezu komplett übernommen wurde. Aber ebenso, da Rettung naht und der Avatar sich mit ihren Freunden verstecken konnte. Es verspricht also ein packendes Seasonfinale zu werden.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos, Ki Hyun Ryu
Drehbuch: Michael Dante DiMartino & Bryan Konietzko
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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